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REVUS TOP

Zuletzt aktualisiert:
15.11.2018

Fungizid

Zulassungsnummer: 
027522-00
Gebindegröße: 
12 x 1 Liter, 4 x 5 Liter, 20 Liter
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Mandelsäure-amide
Triazole
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: H5 (Mandipropamid)
G1 (Difenoconazol)
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Ein Teil des Wirkstoffes dringt in das Blattgewebe ein und wird translaminar verlagert. Mandipropamid greift in die Zellulose-Biosynthese von Oomyceten (Falsche Mehltaupilze) ein und hemmt die Zellwandbildung. Der Wirkstoff ist dabei hoch wirksam gegen die Keimung von Zoosporen und Sporangien. Die Keimung wird sofort gestoppt und die Zoosporen und Sporangien werden zerstört. Bei infektionsnaher Anwendung werden auch das Mycelwachstum und die Haustorienbildung unterbunden.

REVUS TOP enthält die beiden Wirkstoffe Mandipropamid und Difenoconazol, die sich in ihrer Wirkung gegen verschiedene Schaderreger der Kartoffel ergänzen. Mandipropamid ist der erste Vertreter der Wirkstoffklasse der Mandelsäureamide und gehört zur Wirkstoffgruppe der Carbonsäureamide. Er wird bei Kontakt mit den Blättern an deren Wachsschicht angelagert und kann nach dem Antrocknen nicht mehr vom Regen abgewaschen werden. Difenoconazol gehört zur Gruppe der Triazol-Fungizide. Sein molekularer Wirkmechanismus ist die Hemmung der Ergosterolbiosynthese in Echten Pilzen. Vertreter dieser Wirkstoffgruppe greifen hemmend in die Zellwandbildung von Pilzen ein und wirken vor allem auf das Myzelwachstum und die Appressorienbildung. Difenoconazol wird nach Aufnahme in die Blätter und Stängel sowohl translaminar als auch systemisch im Saftstrom der Pflanzen zu den wachsenden Spross-Geweben verlagert. Es wirkt sowohl protektiv (vorbeugend) als auch kurativ (befallshemmend) gegen Alternaria-Arten, sodass ein Einsatz auch nach erfolgter Infektion während der Inkubationsphase noch möglich ist. Ein bereits eingetretener Schaden an der Pflanze kann durch die Anwendung von Difenoconazol nicht mehr behoben werden.

Revus Top enthält zwei hochwirksame Spezialisten gegen Phytophthora und Alternaria und bietet damit einen kompletten Schutz. Unverzichtbar für Anti-Resistenzstrategien gegen Alternaria. Einfach in der Anwendung durch geringe Aufwandmenge (0,6 l/ha) und Flüssigformulierung. Preis und Handling sind hochattraktiv gegenüber Tankmischungen.

Kartoffel (Freiland)

Alternaria alternata, Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 150 bis 600 l Wasser/ha.

Ab Entwicklungsstadium BBCH 40 bis Entwicklungsstadium BBCH 89. Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal drei Anwendungen in der Kultur und pro Jahr im Abstand von mindestens 10 bis 14 Tagen.

3 Tage

Spritzen. WW750: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 150 bis 600 l Wasser/ha.

Ab Entwicklungsstadium BBCH 40 bis Entwicklungsstadium BBCH 89. Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal drei Anwendungen in der Kultur und pro Jahr im Abstand von mindestens 7 bis 10 Tagen.

3 Tage

Spritzen. WW750: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Tabak (Freiland)

Blauschimmel (Peronospora tabacina), Alternaria-Arten (Alternaria sp.)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha

Ab Entwicklungsstadium BBCH 35 bis Entwicklungsstadium BBCH 37. Bei Befallsgefahr bzw. nach Warndiensthinweis.

Maximal zwei Anwendungen in der Kultur und pro Jahr im Abstand von
mindestens 10 Tagen.

7 Tage

Mischbarkeit

REVUS TOP ist mischbar mit Kartoffelfungiziden (z.B. CARIAL® FLEX, ORTIVA®, RIDOMIL® GOLD MZ), -herbiziden (z.B. ZETROLA®) und -insektiziden (z.B. KARATE® ZEON).
Mischpartner in fester Form werden als erstes Produkt in den Tank gegeben.
REVUS TOP ist mit maximal 10 kg N/ha bzw. 28 l AHL/ha in einem AHL-Wassergemisch im Verhältnis von mindestens 1:9 mischbar.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
Hinweis für die Entnahme von Teilmengen:
Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt:
- Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen.
- Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab- Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen.
- Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de/service-beratung
Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden.
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von REVUS TOP ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Kartoffeln zu achten.
Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

Wartezeiten

Kartoffeln: 3 Tage
Tabak: 7 Tage

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 250-400 l/ha
Bei Kartoffeln mit starker Krautentwicklung und bei Stängel-Phytophthora sollte eine höhere Wassermenge genommen werden.

Nachbau

Nach dem Einsatz von REVUS TOP können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.