AMISTAR MAX - Fungizid | Syngenta

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Amistar Max

AMISTAR MAX

Zuletzt aktualisiert:
23.04.2021

Fungizid

Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Strobilurine
Phthalimide
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: 11 (Azoxystrobin)
M4 (Folpet)
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
AMISTAR MAX enthält die Wirkstoffe Azoxystrobin und Folpet.

Azoxystrobin gehört zu der chemischen Gruppe der ß-Methoxyacrylate (Strobilurinderivate) und ist breit wirksam gegen wichtige Krankheiten an vielen Kulturen. Azoxystrobin hat in Pflanzen systemische und translaminare Eigenschaften und hemmt den Elektronentransport in der Mitochondrien-atmung der Schadpilze. Die Wirkung von Azoxystrobin ist in erster Linie protektiv, der Wirkstoff muss daher vor oder zum Infektionsbeginn eingesetzt werden.
Der Kontaktpartner Folpet bildet einen oberflächenaktiven Belag, der den Pilz bereits an der Auskeimung hindert, und bietet einen dauerhaft protektiven Schutz.

Notfallzulassung vom 01.04.2021 bis 29.07.2021 in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nach Warndienstaufruf

Fungizid zur Bekämpfung von Ramularia collo-cygni an Gerste.

!!! Zulassung nach Art. 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 i. V. m. § 29 PflSchG – ausschließlich auf das Inverkehrbringen und die Anwendung gegen Ramularia collo-cygni an Gerste in den am stärksten betroffenen Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beschränkt - gültig für 120 Tage vom 01. April 2021 bis zum 29. Juli 2021.!!!

Aufbrauchfrist: 
29.07.2021

Gerste

Ramularia collo-cygni
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha.

Ab Entwicklungsstadium BBCH30 bei Infektionsgefahr bzw. Warndienstaufruf bis zum Ende des Ährenschiebens (BBCH59).

Maximal eine Behandlung in dieser Anwendung und maximal eine Behandlung für die Kultur bzw. je Jahr.

Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit ist nicht erforderlich (F).

Vor der Anwendung ist in den Aufzeichnungen darzulegen, warum auf Grund der Krankheitssituation in den Vorjahren, der absehbaren Witterungsbedingungen, des verfügbaren Mittelspektrums und weiterer im Rahmen des Integrierten Pflanzenschutzes wichtiger Einflussgrößen die Nutzung des hier zugelassenen Mittels die einzig verbliebene Behandlungsmöglichkeit ist. Alternativ ist eine Abschätzung durch den regional zuständigen Pflanzen-schutzdienst einzuholen.

Mischbarkeit

AMISTAR MAX ist mit Fungiziden (z.B. ELATUS® ERA), Herbiziden, Wachstumsreglern und Insektiziden mischbar.
Mischpartner in fester Form werden als erstes Produkt in den Tank gegeben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Werden mehrere Spritzenfüllungen mit Tankmischungen mit AMISTAR MAX hintereinander ausgebracht, wird empfohlen zwischendurch, spätestens aber am Ende des Arbeitstages, gründlich zu reinigen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang muss die Schutzausrüstung gemäß der Kennzeichnungsauflagen (Hinweise für den Anwenderschutz) oder Anwendungsbestimmungen getragen werden.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
Hinweis für die Entnahme von Teilmengen:
Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt:
- Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen.
- Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab-Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen.
- Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de
Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden.
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von AMISTAR MAX ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten.
Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge in Getreide: 200-400 l/ha.

Nachbau

Nach dem Einsatz von AMISTAR MAX können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

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