ORTIVA (Zul.-Nr. 024560-00)
Fungizid
+++ Zulassung für Ortiva mit der Zulassungsnummer 024560-00 ausgelaufen. Aufbrauchfrist bis 30.06.2026. +++
Neue Zulassung: ORTIVA (Zul.-Nr. 034560-00)
+++ Zulassung für Ortiva mit der Zulassungsnummer 024560-00 ausgelaufen. Aufbrauchfrist bis 30.06.2026. +++
Neue Zulassung: ORTIVA (Zul.-Nr. 034560-00)
+++ Zulassung ausgelaufen. Aufbrauchfrist bis 30.06.2026. +++
1,0 l/ha in 200 bis 600 l Wasser/ha.
Entwicklungsstadium der Kultur BBCH 49 bis 55. Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.
Maximal zwei Anwendungen in der Kultur pro Jahr im Abstand von mindestens 8 bis 12 Tagen.
Bitte Gebrauchsanleitung des Produktes beachten.
1,0 l/ha in 200 bis 600 l Wasser/ha.
Entwicklungsstadium der Kultur BBCH 39 bis 51. Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.
Maximal zwei Anwendungen in der Kultur pro Jahr im Abstand von mindestens 8 bis 12 Tagen.
Bitte Gebrauchsanleitung des Produktes beachten.
1 l/ha in maximal 600 l Wasser/ha.
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal drei Anwendungen in der Kultur pro Jahr im Abstand von mindestens 8 bis 12 Tagen.
Bitte Gebrauchsanleitung des Produktes beachten.
Mischbarkeit |
Bei Anwendungen im Gewächshaus Ortiva nicht in Mischungen ausbringen. Ortiva ist mit CARIAL® FLEX, REVUS®, REVUS TOP®, RIDOMIL® GOLD MZ, SWITCH®, KARATE® ZEON, MINECTO® ONE mischbar. Mischpartner in fester Form werden als erstes Produkt in den Tank gegeben. Im Gemüse- und Zierpflanzenbau wird wegen der Vielfalt von Arten und Sorten und der unterschiedlichen Kulturbedingungen dringend empfohlen, vor der Ausbringung von Mischungen einen Probeeinsatz an Einzelpflanzen vorzunehmen. Es wird empfohlen Ortiva in Chinakohl und Pak Choi nicht in Tankmischungen, auch nicht mit Blattdüngern, anzuwenden. Geschwächte Bestände sind von der Behandlung auszuklammern. Mischungen mit AHL (Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung), Ölen oder Netzmitteln können zu Schäden führen. Mischungen mit AHL in Kartoffeln und Zuckerrüben bis max. 10 kg N bzw. 28 l AHL/ha, nur in AHL-Wassergemischen im Verhältnis von mindestens 1:9. Mischungen in Zuckerrüben nur ab Reihenschluss. Mischungen im Raps bis max. 15 kg N bzw. 42 l AHL/ha in AHL-Wassergemischen von mindestens 1:3. Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich an das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275. |
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Ansetzvorgang |
Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang muss die Schutzausrüstung gemäß der Kennzeichnungsauflagen (Hinweise für den Anwenderschutz) oder Anwendungsbestimmungen getragen werden. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. 2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl). 3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln! Hinweis für die Entnahme von Teilmengen: Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt: - Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen. - Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab- Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen. - Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de/service-beratung Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden. 4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben. 5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben. 6. Tank mit Wasser auffüllen. 7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. |
Spritztechnik |
Beim Ausbringen von Ortiva ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten. Furchenbehandlung beim Legen der Kartoffeln: Eine direkte Benetzung des Pflanzguts mit Ortiva muss aus Verträglichkeitsgründen vermieden werden. Dazu ist die Spritzflüssigkeit mit speziell am Legegerät angeordneten Düsen vor und nach der Knollenablage unmittelbar in den Boden zu applizieren. Bewährt hat sich dabei eine Verteilung von 1/3 der Wassermenge vor und 2/3 hinter der Knollenablage in den Erdstrom beim Abdecken der Pflanzknollen. Die unsachgemäße Anwendung von Ortiva bei der Kartoffelpflanzung kann zu Auflaufverzögerungen oder Fehlstellen führen, deren Symptome denen unzureichender Pflanzgutqualität ähneln können. Es empfiehlt sich daher, Behandlungsfenster ohne Furchenbehandlung mit Ortiva anzulegen. Eine solche Maßnahme erlaubt es, den Pflanzenaufgang in Abhängigkeit von Behandlung, Pflanzgutqualität und Umweltbedingungen zu erfassen und über weitere ackerbauliche Maßnahmen zu entscheiden. |
Wartezeiten |
Kartoffel (Anwendung beim Legen der Kartoffeln), Raps und Spargel: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). Zierpflanzen: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N). Gurken, Tomaten, Zucchini: 3 Tage. Kartoffel: 7 Tage. Blumenkohl: 10 Tage. Blattkohle, Brokkoli, Endivien, Kopfkohl, Möhre, Rosenkohl, Salate: 14 Tage. Hopfen: 28 Tage. Futtererbse, Futterrübe, Zuckerrübe: 35 Tage. |
Wasseraufwandmenge |
Wasseraufwandmengen: Hopfen (in Abhängigkeit vom Kulturstadium): 1000-4000 l/ha im Spritzverfahren bzw. 700-2700 l/ha im Sprühverfahren (1,5-fach konzentriert) Kartoffel: Blattspritzung: Bewährte Wasseraufwandmenge 300-400 l/ha. Bei Kartoffeln mit starker Krautentwicklung sollte eine höhere Wasseraufwandmenge genommen werden. Furchenbehandlung: Wasseraufwandmenge von 200 l/ha nicht überschreiten, um eine zu starke Benetzung der Knollen durch Abdrift und eine Flüssigkeitsansammlung in den Augen der Pflanzknollen zu vermeiden. Raps: Bewährte Wasseraufwandmenge 200-400 l/ha. Zuckerrübe: Bewährte Wasseraufwandmenge 200-400 l/ha. Spargel: 600-1000 l/ha Gurken und Zucchini im Freiland: 400-600 l/ha Gurken und Tomaten im Gewächshaus: bis 50 cm Pflanzenhöhe 600 l/ha von 50 bis 125 cm Pflanzenhöhe 900 l/ha über 125 cm Pflanzenhöhe 1200 l/ha Zierpflanzen: bis 50 cm Pflanzenhöhe 600 l/ha von 50 bis 125 cm Pflanzenhöhe 900 l/ha über 125 cm Pflanzenhöhe 1200 l/ha |
Nachbau |
Nach dem Einsatz von Ortiva als Überkopfapplikation können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden. Nach vorzeitigem Umbruch von Kartoffelbeständen, die mit 3,0 l/ha Ortiva bei der Pflanzung behandelt wurden, können auf diesen Flächen erneut Kartoffeln angebaut werden. Keine erneute Behandlung der Nachbaukultur mit Ortiva! Für den Anbau anderer Kulturen bitte Fachberatung einholen. Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von Ortiva zur Furchenbehandlung in Kartoffeln (Anwendung vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Kulturen nachgebaut werden. |
Anmerkung