VOLIAM - Insektizid | Syngenta

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Voliam

VOLIAM

Zuletzt aktualisiert:
25.03.2022

Insektizid

Zulassungsnummer: 
026336-60
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Ryanodin-Rezeptor-Modulatoren
Wirkmechanismus: 
IRAC-Gruppe: 28
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Der Wirkstoff Cyantraniliprole wird translaminar in der Pflanze verlagert.

Die Aufnahme des Wirkstoffs durch den Schaderreger erfolgt über Fraßtätigkeit und auch durch Kontakt. Voliam wirkt hauptsächlich auf Larvenstadien, hat bei verschiedenen Schädlingsarten aber auch einen oviziden Effekt. Chlorantraniliprole ist ein Wirkstoff aus der chemischen Gruppe der Diamide und wirkt durch Aktivierung der Ryanodinrezeptoren im Muskelgewebe. Der spezifische Wirkungsmechanismus unterscheidet sich deutlich von anderen Insektiziden und führt zu einem unmittelbaren Fraß-Stopp. VOLIAM bietet einen schnellen, effizienten und lang anhaltenden Schutz.

Insektizid zur Bekämpfung von Apfel- und Schalenwickler-Arten an Kernobst, Kartoffelkäfern an Kartoffeln, Maiszünslern an Mais und Zuckermais, freifressenden Schmetterlingsraupen an Blumenkohlen und Kopfkohl, sowie einbindigen und bekreuzten Traubenwicklern an Weinreben. 

Blumenkohle

Freifressende Schmetterlingsraupen (Eier und Larven)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

125 ml/ha in mindestens 600 l Wasser spritzen

Im Freiland bei Beginn der Eilablage, bei Befall, unter Beachtung der Schadschwelle

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von 7 bis 14 Tagen

3 Tage

Kartoffel

Kartoffelkäfer
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

60 ml/ha in 400-600 l Wasser spritzen

Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 14 Tagen

14 Tage

Kernobst

Apfelwickler (Eier und Larven)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Je m Kronenhöhe 87,5 ml/ha in 500 l Wasser/ha spritzen oder sprühen

Bei Beginn der Eiablage; ab Fruchtdurchmesser bis 10 mm (Nachblütefruchtfall)

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von 14 bis 21 Tagen

14 Tage

Anwendungsbestimmungen: NT101; NW607-1 (50% 20m; 75% 15m; 90% 5m)
Schalenwickler (Eier und Larven)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Je m Kronenhöhe 87,5 ml/ha in 500 l Wasser/ha spritzen oder sprühen

Bei Beginn der Eiablage; ab Fruchtdurchmesser bis 10 mm (Nachblütefruchtfall)

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 14 Tagen

14 Tage

Anwendungsbestimmungen: NT101; NW607-1 (50% 20m; 75% 15m; 90% 5m)

Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)

Freifressende Schmetterlingsraupen
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

125 ml/ha in mindestens 600 l Wasser spritzen

Im Freiland bei Beginn der Eilablage, bei Befall, unter Beachtung der Schadschwelle

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 14 Tagen

3 Tage

Mais

Maiszünsler (Eier und Larven)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

125 ml/ha in 300-400 l Wasser spritzen

Ab Eilablage, vor dem Schlupf

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 14 Tagen

35 Tage

Weinrebe

Einbindiger Traubenwickler, Bekreuzter Traubenwickler
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Basisaufwand 70 ml/ha in 400 l Wasser/ha spritzen oder sprühen. ES 61 (Beginn Blüte) 140 ml/ha in 800 l Wasser/ha, ES 71 (Fruchtansatz) 210 ml/ha in 1200 l Wasser/ha, ES 75 (Beeren sind erbsengroß) 280 ml/ha in 1600 l Wasser/ha.

Bekämpfung der Larven bei Beginn der Eiablage ODER ab Schlüpfen der ersten Larven.

Maximal 1 Anwendung

42 Tage

Anwendungsbestimmungen: NW605-1 (50% 5m; 75% 5m; 90% *); NW606 (10m)

Zuckermais

Maiszünsler (Eier und Larven)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

125 ml/ha in 300-400 l Wasser spritzen

Ab Eilablage, vor dem Schlupf

Maximal 2 Anwendungen im Abstand von mindestens 14 Tagen 

14 Tage

Mischbarkeit

VOLIAM ist mit vielen im Ackerbau, Gemüsebau, Obstbau und Weinbau verwendeten Fungiziden, Herbiziden und Insektiziden mischbar.
Mischpartner in fester Form werden als Erstes in den Tank gegeben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang muss die Schutzausrüstung gemäß der Kennzeichnungsauflagen (Hinweise für den Anwenderschutz) oder Anwendungsbestimmungen getragen werden.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
Hinweis für die Entnahme von Teilmengen:
Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt:
- Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen.
- Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab-Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen.
- Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de
Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden.
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von VOLIAM ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten.

Auf eine gleichmäßige und sorgfältige Benetzung der Kultur ist insbesondere bei versteckt siedelnden Schädlingen zu achten.
Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmengen:

Ackerbau: 300-600 l/ha
Gemüsebau: mindestens 600 l/ha
Obstbau: 500 l/ha und je m Kronenhöhe
Weinbau: 400 l/ha (Basisaufwand) - 1600 l/ha

Nachbau

Nach dem Einsatz von VOLIAM können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden

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