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Evure Syngenta

EVURE

Zuletzt aktualisiert:
05.04.2019

Insektizid

Zulassungsnummer: 
024218-60
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Pyrethroide
Wirkmechanismus: 
IRAC-Gruppe: 3A (tau-Fluvalinat)
Formulierung: 
Öl in Wasser Emulsion
Wirkungsweise: 
EVURE ist ein Insektizid aus der Gruppe der synthetischen Pyrethroide mit sicherer Kontakt- und Fraßwirkung. Es gehört zur 3. Generation der Pyrethroide.

Damit wird ein sicherer Einsatz gegen beißende und saugende Schadinsekten ermöglicht. Das Produkt zeichnet sich durch eine gute Sofort- und anhaltende Dauerwirkung aus. EVURE ist nicht schädigend für Bienen, da es eine echte Selektivität gegenüber Bienen besitzt und kann deshalb auch während der Blüte (z. B. in Raps) eingesetzt werden. Der angetrocknete Spritzbelag hat eine gute Regenbeständigkeit. EVURE entwickelt bereits bei niedrigen Temperaturen seine volle Wirkung. Aufgrund der guten Dauerwirkung des Produktes können Schädlinge wirkungsvoll und anhaltend bekämpft werden.

Ihr Spezialist gegen Rapsglanzkäfer und Kohlschotenmücke

Blumenkohl, Brokkoli, Kopfkohle (Rot-, Weiß-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) (Freiland)

Rapsglanzkäfer
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 400 bis 600 l/ha Wasser

Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl: ab BBCH 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet)
Kopfkohl: ab BBCH 41 (Beginn der Kopfbildung; die zwei jüngsten Blätter entfalten sich nicht mehr), Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: 7 Tage

-

Brokkoli, Rosenkohl (Freiland)

Rapsglanzkäfer, Blattläuse, Beißende Insekten
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 400 bis 600 l/ha Wasser

ab BBCH 19 (9 und mehr Laubblätter entfaltet), Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: 7 Tage

-

Erdbeere (Freiland)

Thripse
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 1000 l/ha Wasser, spritzen oder sprühen.

Bis BBCH 85 (Früchte beginnen sich sortentypisch auszufärben), Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf

Maximal 2 Anwendungen je Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 10-14 Tagen.

Wartezeit: 7 Tage

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Möhre, Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete), Knollensellerie, Kohlrübe, Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.), Wurzelpetersilie, Meerrettich, Pastinak, Schwarzwurzel, Topinambur, Chicoree (Feldanbau für die Treiberei), Süßkartoffel (Freiland)

Blattläuse, Beißende Insekten
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 400 bis 600 l/ha Wasser

ab BBCH 41 (Beginn des Dickenwachstums), Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeiten:
Chicoree (Feldanbau für die Treiberei): 7 Tage,
Alle anderen hier genannten Kulturen: 14 Tage.

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Raps

Beißende Insekten (ausgenommen: Großer Rapsstängelrüssler und Kohltriebrüssler), Kohlschotenmücke
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser

Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf.

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Wartezeit: 56 Tage

Für beißende Insekten gilt WW7091: Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln anderer Wirkstoffgruppen ohne Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel einen Beratungsdienst heranziehen.

Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale

Blattläuse
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser

In Hafer und Gerste bis BBCH 61 (Beginn der Blüte)
In Roggen, Weizen und Triticale bis BBCH 69 (Ende der Blüte), Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

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Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale (Herbst)

Blattläuse als Virusvektoren
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,2 l/ha in 200 bis 400 l/ha Wasser

In Hafer und Gerste bis BBCH 61 (Beginn der Blüte)
In Roggen, Weizen und Triticale bis BBCH 69 (Ende der Blüte), Nach Erreichen von Schwellenwerten oder nach Warndienstaufruf

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

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Mischbarkeit

EVURE ist mischbar mit zahlreichen Herbiziden (z.B. AXIAL® 50, AXIAL® KOMPLETT, STARANE® XL, TRAXOS®, ZETROLA®), mit Fungiziden (z.B. AMISTAR OPTI®, ASKON®, ELATUS™ ERA, GLADIO®, ORTIVA®, TASPA®, TOPREX®), mit Insektiziden, mit Wachstumsreglern (z.B. MODDUS®, MODDEVO™, CCC, Ethephon) oder Blattdüngern (z.B. Bittersalz, Mangansulfat, SOLUBOR® DF).
EVURE sollte nach Einfüllen der entsprechenden Wassermenge immer als Erstes in den Tank gegeben werden.
EVURE ist in Getreide und Raps mischbar mit 28-56 l/ha AHL (Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung) nur verdünnt mit Wasser im Verhältnis von mindestens 1:3 - 1:5. Bei Mischungen aus EVURE und AHL keine weiteren Mischpartner hinzufügen.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Bei Mischungen mit Fungiziden aus der Gruppe der Ergosterol-Biosynthesehemmer ändert sich die Einstufung der Bienengefährlichkeit von B4 zu B2 (siehe auch separate Tabelle im Anhang).
Die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind dabei zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. EVURE über die Einspülvorrichtung oder direkt als erstes Produkt in den Tank geben.
5. Mögliche Mischpartner zufügen.
6. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
7. Tank mit Wasser auffüllen.
8. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von EVURE ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten.
Auf eine gleichmäßige und sorgfältige Benetzung der Kultur ist insbesondere bei versteckt siedelnden Schädlingen zu achten.
Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmengen:
Ackerbau & Raps: 200-400 l/ha

Nachbau

Nach dem Einsatz von EVURE können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

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