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REVUS

Zuletzt aktualisiert:
21.09.2018

Fungizid

Zulassungsnummer: 
026221-00
Gebindegröße: 
4 x 5 Liter, 20 Liter
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Mandelsäure-amide
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: H5
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Der Wirkstoff Mandipropamid greift in die Zellulose-Biosynthese von Oomyceten (Falsche Mehltaupilze) ein und hemmt die Zellwandbildung. Der Wirkstoff ist dabei hoch wirksam gegen die Keimung von Zoosporen und Sporangien. Die Keimung wird sofort gestoppt und die Zoosporen und Sporangien werden zerstört. Bei infektionsnaher Anwendung werden auch das Mycelwachstum und die Haustorienbildung gestoppt.

Mandipropamid ist der erste Vertreter der Wirkstoffklasse der Mandelsäureamide und gehört zur Wirkungsfamilie der Carbonsäureamide. Mandipropamid wird bei Kontakt mit den Blättern an deren Wachsschicht angelagert und kann nach dem Antrocknen nicht mehr vom Regen abgewaschen werden. Ein Teil des Wirkstoffes dringt in das Blattgewebe ein und wird translaminar verlagert.

Revus zeichnet sich durch seine hohe Wirksamkeit und lange Dauerwirkung gegen Phytophthora aus. Die gute Regenfestigkeit kommt bei starken Krautfäulebedingungen besonders zum Tragen. Hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Aubergine (Gewächshaus)

Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha in 600 l Wasser/ha
- Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,45 l/ha in 900 l Wasser/ha
- Pflanzengröße über 125 cm: 0,6 l/ha in 1200 l Wasser/ha

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 13.

Maximal zwei Anwendungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.

-

-

Garten-Kürbis, Melone (Gewächshaus, mit ungenießbarer Schale)

Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha in 600 l Wasser/ha
- Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,45 l/ha in 900 l Wasser/ha
- Pflanzengröße über 125 cm: 0,6 l/ha in 1200 l Wasser/ha

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal 4 Anwendungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.

-

Hinweis zum Mittelaufwand: Die Höhenstaffelung gilt nur für die aufgeleiteten Kulturen. Für nicht aufgeleitete Kulturen kann die in der Anwendung höchst angegebene Aufwandmenge zur Erzielung der hinreichenden Wirksamkeit erforderlich werden. WW750: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Hopfen

Falscher Mehltau (Pseudoperonospora humuli), Sekundärinfektion
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

- bis BBCH 37: 0,75 l/ha in 1000 bis 4200 l Wasser/ha
- bis BBCH 55: 1,0 l/ha in 1000 bis 4200 l Wasser/ha
- über BBCH 55: 1,6 l/ha in 1000 bis 4200 l Wasser/ha

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.
Von Entwicklungsstadium BBCH 31 bis BBCH 87.

Maximal zwei Anwendungen in der Kultur und pro Jahr im Abstand von 10 bis 21 Tagen.

-

Spritzen oder sprühen.

Kartoffel

Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 200 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.
BBCH 31 bis 91.

Maximal 4 Anwendungen in der Kultur und pro Jahr im Abstand von 7 bis 12 Tagen.

-

spritzen.

Kürbis-Hybriden (mit genießbarer Schale, Gewächshaus)

Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha in 600 l Wasser/ha
- Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,45 l/ha in 900 l Wasser/ha
- Pflanzengröße über 125 cm: 0,6 l/ha in 1200 l Wasser/ha

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal 4 Anwendungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.

-

Hinweis zum Mittelaufwand: Die Höhenstaffelung gilt nur für die aufgeleiteten Kulturen. Für nicht aufgeleitete Kulturen kann die in der Anwendung höchst angegebene Aufwandmenge zur Erzielung der hinreichenden Wirksamkeit erforderlich werden. WW750: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Patisson, Zucchini (Gewächshaus)

Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal 4 Anwendungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.

-

WW750: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden. WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Rucola-Arten, Salate, Endivien (Freiland)

Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 13.

Maximal eine Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

-

spritzen.

Rucola-Arten, Salate, Endivien (Gewächshaus)

Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 13.

Maximal eine Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.

-

spritzen.

Spinat (Freiland)

Falscher Mehltau (Peronospora farinosa f. sp. spinaciae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Befallsgefahr ab BBCH 13.

Maximal zwei Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im Abstand von mindestens 7 bis 10 Tagen.

-

spritzen.

Tomate (Gewächshaus)

Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

- Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha in 600 l Wasser/ha
- Pflanzengröße 50 bis 125 cm: 0,45 l/ha in 900 l Wasser/ha
- Pflanzengröße über 125 cm: 0,6 l/ha in 1200 l Wasser/ha

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 13.

Maximal zwei Anwendungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.

-

spritzen

Zierpflanzen (Freiland)

Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 19.

Maximal zwei Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im Abstand von mindestens 10 bis 14 Tagen.

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spritzen.

Zierpflanzen (Gewächshaus)

Falsche Mehltaupilze (Peronosporaceae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

0,6 l/ha in 300 bis 600 l Wasser/ha.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis ab BBCH 19.

Maximal zwei Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr im Abstand von mindestens 10 bis 14 Tagen.

-

spritzen.

Mischbarkeit

REVUS ist mischbar mit Kartoffelfungiziden (z.B. CARIAL® FLEX, ORTIVA®, RIDOMIL® GOLD MZ, SHIRLAN®), und -insektiziden (z.B. ACTARA®, KARATE® ZEON, LAMBDA® WG, PIRIMOR®-GRANULAT, PLENUM® 50 WG).
Mischpartner in fester Form (z.B. ACTARA, LAMBDA WG, PIRIMOR-GRANULAT, PLENUM 50 WG, RIDOMIL GOLD MZ) werden als erstes in den Tank gegeben.
In Hopfen kann REVUS mit ORTIVA und PLENUM 50 WG gemischt werden.
Im Kartoffelanbau ist REVUS mischbar mit maximal 10 kg N/ha bzw. 28 l AHL/ha in einem AHL-Wassergemisch im Verhältnis von mindestens 1:9.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Die Gebrauchsanleitungen der Mischungspartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
Hinweis für die Entnahme von Teilmengen:
Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt:
- Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen.
- Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab- Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen.
- Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de
Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden.
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von REVUS ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Kartoffeln und des Hopfens zu achten. Bei Kartoffeln mit starker Krautentwicklung und bei Stängel-Phytophthora sollte eine höhere Wassermenge genommen werden.Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 300-400 l/ha in Kartoffeln, 400-600 l/ha im Gemüsebau und 1300-2800 l/ha in Hopfen

Nachbau

Nach dem Einsatz von REVUS können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.