Hyvido als GPS – Futter knapp? Jetzt für den nächsten Sommer vorsorgen!
Hitze und Dürre haben dem Mais 2026 stark zugesetzt. Vielerorts drohen Mindererträge von über 50 Prozent, in einigen Regionen sogar Totalausfälle.[1] Vertrocknete Bestände oder fehlender Kolbenansatz sind in diesem Jahr keine Seltenheit.
Auch die Grasernte ist in vielen Regionen nicht so üppig ausgefallen oder der 2. und 3. Schnitt ganz ausgeblieben. Das Resultat: Futter wird knapp, Substrat wird teuer. Sie als Landwirt spüren die Folgen direkt.
Auch der Maisdeckel mit der zwingenden Minderung der Maisfläche bedeutet für viele Betriebe ein Umdenken. Wenn Sie noch auf der Suche nach einer Alternative sind, sollten Sie eine Kultur im Blick haben, die genau in dieser Situation ihre Stärke ausspielt: Hybridgerste als Ganzpflanzensilage (GPS).
Eine Kultur, zwei Wege
Der große Vorteil von Hyvido Hybridgerste: Die Nutzungsrichtung muss nicht schon im Herbst feststehen. Ob als Silage für Biogas, Futter für die Kühe oder am Ende doch Körnerernte, mit Hybridgerste haben Sie die Flexibilität, sich bis Ende Mai/Anfang Juni Zeit zu lassen. So bleibt Zeit, auf Wetter, Futterlage und Marktpreise zu reagieren.
Besonders bei Betrieben mit großem Maisfokus ist Wintergerste in vielen Fruchtfolgen eher unterrepräsentiert. Auch auf Ihrem Betrieb dominieren vielleicht Mais und Weizen, während Gerste im Anbauplan kaum vorkommt. Dabei ist sie im Pflanzenschutz und in der Düngung weniger intensiv als Winterweizen und bringt besonders in trockenen Jahren verlässliche Erträge.
Der große Vorteil von Hybridgerste: Sie sind nicht nur flexibel in der Nutzungsrichtung, sondern auch in der Aussaatzeit. So passt sie ideal als Fruchtfolgeglied nach Mais oder anderen später räumenden Kulturen.
Praxisbeispiel:
Auf dem Betrieb Leiseder bei Rendsburg haben wir unsere Hyvido-Sorten im GPS-Vergleich getestet. Die Aussaat erfolgte Mitte Oktober nach der Silomaisernte, im 1:1-Vergleich stand die meistvermehrteste Liniensorte. Der Streifenversuch wurde Anfang Juni geerntet, zu einem für die Gersten-GPS optimierten Erntetermin. Bereits im ersten Jahr zeigten sich deutliche Unterschiede
Während die Hyvido Sorten SY Galileoo, SY Colyseoo, SY Heroo und SY Loona bei einem TM-Ertrag von rund 27 bis 29 t/ha lagen, kam die Liniensorte nur auf etwa 15 t TM/ha. Auch bei der Biogasausbeute und in der NEL haben die Hyvido-Sorten klar die Nase vorn.
"Hybridgerste als Masselieferant für meine Biogasanlage, mit unschlagbarer Frühjahrsentwicklung und breitem, massigem Wachstum."
Klares Fazit von Betriebsleiter Tim Leiseder
Die frühe Ernte Anfang Juni bringt noch einen weiteren Vorteil: Es bleibt genug Zeit, im Anschluss Mais auszusäen. Wer dabei Mais als Zweitfrucht anbauen und förderrechtlich als solche einstufen möchte, sollte die Bestimmungen zur Hauptkultur der entsprechenden Länderdienststellen beachten.[2]
Auf Augenhöhe mit dem etablierten Standard
Viele Betriebe setzen für die GPS-Nutzung traditionell auf Triticale oder Hybridroggen. Der Streifenversuch aus Teugn, Bayern, zeigt: Hybridgerste muss sich dahinter nicht verstecken.
SY Loona liefert im Vergleich den höchsten Trockenmasseertrag aller getesteten Sorten, und zwar vor beiden geprüften Triticalesorten Lumaco und der Vergleichssorte, zwei Sorten, die bereits mehrfach in offiziellen Prüfungen für die GPS-Eignung standen. Auch bei der Energiedichte (NEL) überzeugt SY Loona: Sie liegt deutlich vor Lumaco und reicht nah an die Triticale-Vergleichssorte heran, den Spitzenwert im Versuch. Zum Vergleich wurde auch ein Winterweizen mit geprüft.
Ein weiterer interner Streifenversuch (2023) bestätigt das Bild direkt im Vergleich mit Hybridroggen. SY Loona erreicht mit einem Netto-Ertrag von rund 60 Tonnen FM pro Hektar bei 32 Prozent TS den höchsten Ertrag, deutlich vor der Hybridroggen-Vergleichssorte (rund 53,5 t/ha) und der getesteten Triticalesorte (rund 49,5 t/ha). SY Galileoo liegt mit rund 53 t/ha auf Höhe des Hybridroggens.
Auch im direkten Vergleich mit Hybridroggen bestätigt sich damit: Hyvido Hybridgerste liefert nicht nur vergleichbare, sondern teils deutlich höhere Erträge als die etablierten GPS-Alternativen.
Hybridgerste: Eine Sorte, zwei Nutzungsrichtungen
Hyvido steht für viel mehr als nur Ertrag: Von Ertragsstabilität über Spätsaat bis hin zur Endnutzung.
Ob als Substrat für Biogasanlagen oder für die Fütterung, Hybridgerste hat in allen Versuchen gezeigt, dass sie eine gute Alternative zu herkömmlichem Getreide-GPS ist und sich ideal als Fruchtfolgeglied vor und nach Mais eignet. Nebenbei lockert sie die Fruchtfolge auf und kommt mit weniger Pflanzenschutz und Düngung aus als Weizen, gerade in einem Jahr, in dem Dürre und Maisdeckel ohnehin zum Umdenken zwingen.
Der Vorteil: Sie haben bis kurz vor der Ernte Zeit, zu überlegen, welche Nutzungsrichtung für Sie die richtige ist.
Sie möchten Hybridgerste als GPS auf Ihrem Betrieb testen? Sprechen Sie einfach Ihren Außendienst vor Ort an, er berät Sie gerne zu Sorten und Aussaattermin.