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UNIX

Zuletzt aktualisiert:
15.11.2018

Fungizid

Zulassungsnummer: 
024374-00
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Anilino-Pyrimidine
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: D1
Formulierung: 
Wasserdispergierbares Granulat
Wirkungsweise: 
Cyprodinil hemmt die Biosynthese von Methionin im pilzlichen Stoffwechsel und unterbindet dadurch den Penetrationsprozess und das Myzelwachstum. Der Wirkstoff weist sowohl systemische als auch translaminare Eigenschaften auf. Cyprodinil dringt schnell über Blätter und Stängel ein und wird in der Pflanze verlagert. UNIX wirkt vorbeugend (protektiv) und stoppt vorhandene Infektionen ab (kurativ). Ein bereits eingetretener Schaden kann jedoch durch die Anwendung von UNIX nicht mehr behoben werden.

Der Wirkstoff Cyprodinil in UNIX gehört zur Gruppe der Anilinopyrimidine. Hierbei handelt es sich um den einzigen Vertreter dieser Wirkstoffgruppe. Cyprodinil ist somit ein wichtiger Baustein, um die Wirkstoffvielfalt innerhalb einer Spritzfolge zu gewährleisten. UNIX wirkt gleichermaßen gut gegen W- und R-Typen des Halmbrucherregers. Auf Grund des Wirkungsmechanismus lassen sich mit UNIX auch Stämme des Halmbrucherregers bekämpfen, die gegenüber Wirkstoffen aus anderen Wirkstoffklassen resistent sind. Eine Kreuzresistenz mit diesen Wirkstoffen besteht nicht.

Gerste

Rhynchosporium secalis
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,0 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha.

Ab Frühjahr bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Bis Mitte des Ährenschiebens (BBCH 55).

Maximal zwei Anwendungen pro Kultur und Jahr.

-

Spritzen.

Weizen

Echter Mehltau (Erysiphe graminis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,0 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha.

Ab Frühjahr bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Bis Mitte des Ährenschiebens (BBCH 55).

Maximal zwei Anwendungen pro Kultur und Jahr.

-

Spritzen.

Weizen, Gerste, Roggen, Triticale

Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,0 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha.

Bei Befall ab Frühjahr. BBCH 30 bis 32.

Maximal eine Anwendung in dieser Indikation.
Weizen, Gerste: Insgesamt maximal zwei Anwendungen pro Kultur und Jahr.
Roggen, Triticale: Maximal eine Anwendung pro Kultur und Jahr

-

Spritzen.

Mischbarkeit

UNIX ist mischbar mit den gängigen Getreidefungiziden (z.B. AMISTAR OPTI®, GLADIO®, ELATUS™ ERA, PLEXEO™), Herbiziden (z.B. PRIMUS®, STARANE® XL), Insektiziden (z.B. KARATE® ZEON, EVURE®) und Wachstumsreglern (z.B. MODDUS®, MODDEVO™, CCC).
UNIX ist mischbar mit Harnstoff (bis zu 25 kg/ha) oder Bittersalz (bis zu 5 kg/ha).

UNIX ist nicht mischbar mit Ethephon-haltigen Wachstumsreglern.

Bei Mischungen mit Pflanzenschutzmitteln, Wachstumsreglern, Harnstoff oder Bittersalz immer zuerst UNIX in den Tank geben. Anschließend werden die Mischpartner in fester Form (z.B. Bittersalz) in den Tank gegeben.

UNIX ist mischbar mit verdünnter Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) bis 20 kg N/ha. Das Verhältnis von AHL zu Wasser sollte dabei mindestens 1:3 bis 1:5 betragen.

Vorgehen beim Ausbringen mit AHL:
1. AHL in den Tank geben
2. Rührwerk einschalten
3. Wasser einfüllen und UNIX über die Einspülschleuse zugeben

Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommende Mischungen prüfen können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

1 kg UNIX entspricht der Füllmenge von 2,0 Litern eines Messbechers (mittlere Schüttdichte: 0,5 kg/l)
Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Entsprechende Menge des Produktes kontinuierlich zugeben. Beim Abmessen der Produktmenge mittels Messbecher kann es durch veränderliche Schüttdichten zu Abweichungen kommen. Es wird empfohlen zur Kontrolle eine Waage einzusetzen.
4. Granulate bei laufendem Rührwerk auflösen lassen. Bei Anwendung in Tankmischung mit anderen Produkten, den Mischpartner erst nach vollständiger Dispergierung des Granulates hinzufügen.
5. Tank mit Wasser auffüllen.
6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von UNIX ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Wartezeiten

Weizen, Gerste, Roggen, Triticale: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200-300 l/ha

Nachbau

Nach dem Einsatz von UNIX können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.