Aktuelles Zierpflanzen

Schäden durch Virosen an Zierpflanzen und Baumschulen

Grünes Blatt mit gelben Flecken und Adern, Nahaufnahme im Garten

In den Sommermonaten treten Symptome von Virusinfektionen bei einer Vielzahl von Kulturpflanzenarten häufig besonders deutlich zutage.

Durch das intensive Pflanzenwachstum können sich Viren innerhalb der Pflanze rasch ausbreiten. Da sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und vollständig auf den Stoffwechsel ihrer Wirtspflanze angewiesen sind, treten die Symptome in dieser Zeit häufig besonders deutlich hervor.

Die Übertragung erfolgt im Wesentlichen auf zwei Wegen: Zum einen durch saugende Schaderreger wie z.B. Blattläuse, Zikaden, Thripse und Weiße Fliegen, die Viren bei Saugtätigkeit von einer Pflanze auf die nächste übertragen. 

Zum anderen können Viren auch mechanisch verbreitet werden, beispielsweise durch Schnitt- und Stutzarbeiten, wenn kontaminierte Werkzeuge verwendet werden.

Eine direkte Bekämpfung von Pflanzenviren ist nicht möglich. 

Umso wichtiger sind vorbeugende Maßnahmen wie die konsequente Kontrolle und Bekämpfung der Virusüberträger, eine sorgfältige Hygiene bei Kulturarbeiten sowie das frühzeitige Entfernen infizierter Pflanzen. Zwar führen Virusinfektionen meist nicht zum Absterben der Pflanzen, je nach Virustyp und Pflanzenart können sie jedoch erhebliche Wuchsdepressionen, Qualitätsverluste und wirtschaftliche Schäden verursachen.

Besonders in den Sommermonaten, bei einem häufigen Massenauftreten von Virusüberträgern ist eine gründliche Kontrolle der Bestände und Nachbarbeständen wichtig. 

Ist der Infektionsdruck zu hoch können je nach Schaderreger und Indikation, Insektizide wie AFINTO®, MAINSPRING®, KARATE® Zeon das Übertragungsrisiko effektiv minimieren.