LEOPARD - Herbizid | Syngenta

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LEOPARD

Zuletzt aktualisiert:
04.03.2021

Herbizid

Zulassungsnummer: 
00A391-00
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Aryloxyphenoxypropionate
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: 1 (Quizalofop-P-Ethyl)
Wirkungsweise: 
LEOPARD enthält den Wirkstoff Quizalofop-P-Ethyl.

Es wirkt vorzugsweise über das Blatt und wird deshalb gegen bereits aufgelaufene Ungräser angewendet. Der Wirkstoff dringt rasch in die Blätter ein und wird mit dem Saftstrom in die Meristeme transportiert, wo er die weitere Entwicklung stoppt. Die Wirkung tritt innerhalb von 10 bis 14 Tagen nach der Spritzung ein und wird durch Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit beschleunigt. Die Gräser verfärben sich, die Haupttriebe sterben danach allmählich ab und lassen sich leicht herausziehen. LEOPARD wirkt unabhängig von der Bodenart. In mehrjährigen Gräsern wird der Wirkstoff aufgrund seiner systemischen Eigenschaften in die unterirdischen Organe verlagert. Dort wird der Wiederaustrieb verhindert. Wüchsiges Wetter beschleunigt auch hier das rasche Absterben der Pflanzen. LEOPARD ist eine Fertigformulierung, die bereits Netzmittel enthält, sodass eine Zugabe von weiteren Netzmitteln nicht erforderlich ist.

Selektives Nachauflauf-Herbizid zur Bekämpfung einjähriger, einkeimblättriger Ungräser (ausgenommen Einjähriges Rispengras) und Gemeiner Quecke in Winterraps, Zucker- und Futterrüben, Kartoffeln und im Gemüsebau.

Ackerbohne, Erbse

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

BBCH 11 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

35 Tage

Gemeine Quecke
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

2,5 l/ha in 200 bis 400 l Wa sser/ha

 

BBCH 11 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

35 Tage

Kartoffel

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

BBCH 14 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

35 Tage

Gemeine Quecke
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

2,5 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

 

BBCH 14 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

35 Tage

Lein

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

BBCH 11 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

120 Tage

Gemeine Quecke
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

2,5 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

 

BBCH 11 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

120 Tage

Sommerraps (ausgenommen zur Saatguterzeugung)

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

 

BBCH 10 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

120 Tage

Winterraps (ausgenommen zur Saatguterzeugung)

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

BBCH 10 bis 39 (Herbst oder Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

120 Tage

Zuckerrübe, Futterrübe, Beten (Rote, Gelbe, Weiße Beten)

Einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Einjähriges Rispengras)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

1,25 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

BBCH 12 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr.

120 Tage

Gemeine Quecke
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

2,5 l/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha

 

BBCH 12 bis 39 (Frühjahr)

Maximal 1 Anwendung je Kultur bzw. je Jahr

120 Tage

Mischbarkeit

LEOPARD ist mit Insektiziden (z.B: EVURE®, KARATE ZEON®) und Fungiziden (z.B. AMISTAR® GOLD, CARIAL® FLEX, COPRANTOL® DUO, REVUS®, REVUS TOP®, RIDOMIL GOLD® MZ) mischbar.
In Rüben kann LEOPARD mit Nachauflaufherbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter gemischt werden, jedoch empfehlen wir, nicht mehr als ein Herbizid zuzumischen.
In Kartoffeln raten wir von Mischungen mit Herbiziden ab, weil diese Pflanzenschäden hervorrufen können.
Nach der Anwendung von clomazonehaltigen Mitteln sollte ein Abstand von mindestens 14 Tagen bis zum Einsatz von LEOPARD eingehalten werden.
LEOPARD ist in Raps und Kartoffeln mischbar mit Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL, Markenware). AHL-Gaben bis zu 10 kg N/ha (entsprechen 28 Liter AHL) sind möglich, wenn zugleich eine Wasserverdünnung von 1 Teil AHL auf 3-5 Teile Wasser in mind. 200l/ha Spritzflüssigkeit eingehalten wird.
In Raps sollte LEOPARD aufgrund der Empfindlichkeit der Kultur im frühen Entwicklungsstadium erst ab 4 echten Laubblättern mit AHL ausgebracht werden.
In Kartoffeln ist bei der Anwendung von LEOPARD mit AHL auf eine ausreichende Wachsschicht zu achten.
Die Anwendungshinweise der Hersteller sind zu beachten.
Mischpartner in fester Form werden als erstes Produkt in den Tank gegeben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang muss die Schutzausrüstung gemäß der Kennzeichnungsauflagen (Hinweise für den Anwenderschutz) oder Anwendungsbestimmungen getragen werden.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Auf ausreichende und gleichmäßige Benetzung der Ungräser ist zu achten.
Wenn bei späterer Anwendung von LEOPARD stark entwickelte Kulturpflanzenbestände die Ungräser schon teilweise abschirmen, ist mit Wirkungsminderung zu rechnen.
Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Die empfohlene Wasseraufwandmenge beträgt 200-400 l/ha.

Nachbau

Nach dem Einsatz von LEOPARD können alle Kulturen ohne Einschränkung nachgebaut werden.
Die Aussaat von Getreide nach Umbruch einer mit LEOPARD behandelten Kultur ist ab vier Wochen nach Anwendung ohne Gefahr möglich.

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