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CALLISTO

Zuletzt aktualisiert:
15.11.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
024660-00
Gebindegröße: 
12 x 1 Liter, 4 x 5 Liter, 20 Liter
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Cyclohexanderivate
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: F2
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Der Wirkstoff hemmt indirekt die Carotinoid-Biosynthese empfindlicher Pflanzen.

Der in CALLISTO enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Triketone. CALLISTO ist ein überwiegend blattaktives Nachauflauf-Herbizid mit einer zusätzlichen Wirkungskomponente durch Aufnahme über die Wurzel. Dadurch werden, im Gegensatz zu ausschließlich blattaktiven Herbiziden, insbesondere empfindliche Unkrautarten, die über eine längere Zeitspanne verteilt auflaufen, bekämpft. Spät nach der Anwendung auflaufende Hirsen (zweite und dritte Welle) werden von CALLISTO allein unzureichend erfasst. In der Folge tritt eine photo-oxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente ein, die zu Ausbleichungen grüner Pflanzenteile führt. Die ersten Wirkungssymptome treten 5 bis 7 Tage nach der Behandlung mit CALLISTO auf. Während eines Zeitraums von bis zu 14 Tagen nach der Anwendung sterben empfindliche Unkräuter ab.

Nachauflauf-Herbizid zur Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern, Hühnerhirse und Fingerhirse-Arten in Mais

Zulassungsende: 
31.05.2019

Lein

Hühnerhirse, Fingerhirse-Arten, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 l/ha

Vor dem Auflaufen der Kultur.

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Mais

Hühnerhirse, Fingerhirse-Arten, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 l/ha

Nach dem Auflaufen,
Stadium der Kultur BBCH 12 bis 18.

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Miscanthus (nachwachsender Rohstoff für technische Zwecke)

Hühnerhirse, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Fingerhirse-Arten
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 l/ha

Nach dem Auflaufen,
Stadium der Kultur: BBCH 12 bis 16.

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Mohn

Hühnerhirse, Fingerhirse-Arten, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,0 l/ha

Nach dem Auflaufen,
Stadium der Kultur: BBCH 16 bis 31.

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Zuckermais

Hühnerhirse, Fingerhirse-Arten, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 l/ha

Nach dem Auflaufen,
Stadium der Kultur BBCH 10 bis 18.

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Mischbarkeit

CALLISTO ist mit vielen Herbiziden im Maisanbau (z.B. DUAL GOLD®, GARDO® GOLD, MAIS-BANVEL® WG, MILAGRO® FORTE, PEAK®, flüssig formulierte Bromoxynil-Herbizide, Sulfonylharnstoffe) mischbar. Mischungen mit Bentazon-Präparaten, Ölen oder anderen Netzmitteln können zu Maisschäden führen.
CALLISTO ist nicht mischbar mit Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL).
Die Maisverträglichkeit von Tankmischungen ist stark witterungsabhängig.
Siehe auch Hinweise unter "Kulturverträglichkeit"!
Mischpartner in fester Form (z.B. PEAK) werden als erstes Produkt in den Tank gegeben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta-BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.

1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
Hinweis für die Entnahme von Teilmengen:
Produkt vor der Entnahme von Teilmengen wie folgt durchmischen, anderenfalls ist die homogene Verteilung des Wirkstoffes im Gebinde nicht sichergestellt:
- Es ist wichtig, den Kanisterinhalt sowohl in der Quer- als auch in der Längsrichtung gründlich zu durchmischen.
- Unabhängig von der Gebindegröße erreicht man eine gute Durchmischung durch Konstruktion einer einfachen Kippvorrichtung. Dazu wird der Kanister mit der Längsseite mittig auf z.B. ein Holzstück oder Rohr mit ca. 10 cm Durchmesser aufgelegt. Anschließend den Kanister an beiden Enden greifen und den Inhalt durch kräftige Auf- und Ab-Bewegungen intensiv durchmischen (mindestens 20 s je Längsseite). Diesen Vorgang über alle Längsseiten mehrfach wiederholen.
- Nähere Informationen finden Sie unter www.syngenta.de/service-beratung
Ausschließlich bei Verwendung des gesamten Gebindes kann das Produkt durch ein anderes als das oben beschriebene Durchmischungsverfahren kräftig geschüttelt werden.
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von CALLISTO ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten.
Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Wartezeiten

Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt bzw. Die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
Miscanthus: Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Nachbau

Falls ein vorzeitiger Umbruch mit CALLISTO behandelter Bestände erforderlich wird, kann auf diesen Flächen erneut Mais und Weidelgras 4 Wochen nach der Anwendung und nach flacher Bodenbearbeitung nachgebaut werden. Der Nachbau von Sorghum-Hirse kann 4 Wochen nach der Anwendung und nach tief wendender Bodenbearbeitung (Pflugfurche) erfolgen.

Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von CALLISTO (Einsatz vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Hauptkulturen nachgebaut werden.
Vor dem Nachbau zweikeimblättriger Zwischenfrüchte und empfindlicher zweikeimblättriger Hauptkulturen (z.B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Klee-Arten, Raps, Sonnenblumen, Gemüsekulturen und empfindlicher Winterkulturen) muss der Boden gepflügt werden. Der Nachbau von Getreide oder Gräsern ist auch nach flacher Bodenbearbeitung möglich.
Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Kulturen sind möglich:
Unter ungünstigen Bedingungen (sandige, zur Austrocknung neigende Böden, Böden mit niedrigem pH-Wert [< 6,0], Böden mit geringer biologischer Aktivität, geringer Bodengüte oder hohem Gehalt an organischer Substanz [> 4 %], schlechte Bodenstruktur, Kälte, außerordentliche Sommer- oder Wintertrockenheit, Überlappung, Stressbedingungen für das Pflanzenwachstum) können vorübergehende Blattaufhellungen, Wuchshemmungen oder Ausdünnungen an empfindlichen nachgebauten zweikeimblättrigen Kulturen (z.B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Klee-Arten, Raps, Sonnenblumen, Gemüsekulturen und empfindlicher Winterkulturen) auftreten. Eine tief wendende Bodenbearbeitung nach der Maisernte sowie Boden-pH-Werte über 6,0 mindern das Risiko von Nachbauschäden an Folgekulturen deutlich. Daher wird auf Flächen mit einem pH-Wert deutlich unter 6,0 oder nach außerordentlicher Sommertrockenheit der Nachbau empfindlicher zweikeimblättriger Kulturen nicht empfohlen, wenn CALLISTO in der Vorkultur eingesetzt wurde.

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