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Pflanzenschutz in Zweijährigen

Aktuelles Zierpflanzen
30.10.2019
Zierpflanzenschutz in Zweijährigen

An Viola, Myosotis und Ranunkeln kommt es verstärkt zu Falschem Mehltau im geschützten Anbau. Im Freiland sind besonders Stauden wie Iberis und Aubrieta betroffen. Bei häufig wechselnden Temperaturen, hoher Luftfeuchte und trüber Witterung sind die Pflanzen besonders gefährdet. Darüber hinaus breitet sich bei hoher Luftfeucht und Nässe auch die Blattfleckenkrankheit Ramularia aus.

Ramularia bei Primeln und Viola

Ramularia äussert sich durch braune Flecken, meist eingelagert in gelbe Höfe, oft am Blattrand. Die Sporen werden durch Tropf- und Spritzwasser übertragen. Daher die Blätter möglichst trocken halten und die Luftfeuchte senken. Ramularia kann leicht mit Pseudomonas - Arten verwechselt werden, die Infektionsbedingungen sind die gleichen. Vor einer chemischen Bekämpfung sollte die Ursache für die Blattflecken geklärt sein.

Bekämpfung: 
Gute Wirkung wird durch Askon (1 l/ha, wirkt kurativ + protektiv) oder Ortiva (1 l/ha, wirkt vorwiegend protektiv) erzielt. 

Mit Revus gegen Falschen Mehltau 

Viele Bestände haben durch häufige Gießvorgänge in den vergangenen Wochen ein geringes Nährstoffniveau der durch Hemmbehandlungen überdeckt ist. Pflanzen, die mit Falschem Mehltau infiziert sind, zeigen auf den ersten Blick fahlgrüne ältere Blätter, unter denen sich, abhängig von der Pflanzenart, ein rötlich-brauner bis grauer Sporenbelag bildet. Die Blätter werden sehr schnell gelb und sterben ab.

Bekämpfung: 
Einige Wochen nach dem Topfen, wenn die Pflanzen genügend Blattmasse gebildet haben, kann vorbeugend Revus (0,6 l/ha in 600 l Wasser/ha) angewendet werden. Revus kann schon bei Temperaturen um 5°C eingesetzt werden und hat eine gute vorbeugende Dauerwirkung.

Thripse immer noch aktiv! 

Thripse, die sich in den warmen September- und Oktoberwochen stark vermehrt haben, treten immer noch in Beständen von Viola, Bellis und Ranunkeln auf. Sie können Virosen übertragen und vermehren sich im Frühjahr stark, wenn sie im Gewächshaus überwintern und nicht behandelt werden. 

Bekämpfung:  
Bei Thripsbefall kann jetzt noch Mainspring (50 g/ha in 500 l Wasser/ha) im Gewächshaus auf versiegelten Flächen angewendet werden. Treten Eulenraupen auf, werden sie ebenfalls durch Mainspring erfasst. Nach der ersten Blockbehandlung muss der Wirkstoff gewechselt werden und eventuelle Folgespritzungen können mit Vertimec Pro (0,6 l/ha in 600 l Wasser/ha), erfolgen. 

Mehr Details dazu finden Sie hier:

Wenden Sie sich gerne bei Fragen an unseren Zierpflanzenberater Herrn Ludwig Opitz (mobil: 0160 90612262).