Getreideflächen kontrollieren und bei Bedarf blattaktiv nachbehandeln
Für Flächen mit Ungras-Problemen gilt:
Situation 1: erneut keine Aussaat von Wintergetreide möglich
Nutzen Sie die Zwischenvegetationszeit bis zur Aussaat der Sommerung bewusst für ackerbauliche Maßnahmen zur Reduzierung des Ackerfuchsschwanz-Besatzes.
Situation 2: Getreideaussaat witterungsbedingt verspätet erfolgt
Auch wenn die späte Aussaat nicht geplant war, ein positiver Effekt in Form eines verringerten Ungras-Aufkommens wird sich einstellen. Die milde Witterung erlaubt auch jetzt noch eine Anwendung von Bodenherbiziden - z.B. in Winterweizen, der erst in der zweiten Oktoberhälfte gesät werden konnte.
Situation 3: Aussaat ortsüblich erfolgt – anschließend schlechte Befahrbarkeit der Flächen
Auch hier gilt: die Anwendung eines Bodenherbizids ist noch möglich – es ist aber davon auszugehen, dass die Ungräser dem optimalen Anwendungszeitpunkt bereits entwachsen sind: Wirkungsabsicherung durch eine Tankmischung mit 0,9 l/ha Axial 50 in Wintergerste oder 1,2 l/ha Traxos in Winterweizen (Winterroggen, Wintertriticale).
Situation 4: Aussaat ortsüblich erfolgt, Bodenherbizid-Maßnahme direkt im Anschluss
In diesem Fall ist die Erfolgskontrolle der Bodenherbizid-Maßnahme wichtig. Ist die Wirkung nicht ausreichend, kann in den nächsten Wochen (bis in eine mögliche Vegetationsruhe hinein) eine gezielte Nachbehandlung mit 0,9 l/ha Axial 50 in Wintergerste oder 1,2 l/ha Traxos in Winterweizen (Winterroggen, Wintertriticale) erfolgen.