Erfolgreicher Getreideanbau

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Erfahrung macht den Unterschied.

Beraten ist unsere Mission: Wichtiges Know-How für den erfolgreichen Getreideanbau rund ums Frühjahr.

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Beraten ist unsere Mission

Wichtiges Know-How für den erfolgreichen Getreideanbau rund ums Frühjahr

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Das nützliche Nachschlagewerk für alle Praktiker: Das Syngenta Handbuch für erfolgreichen Getreideanbau im Frühjahr

Wertvolle Hinweise rund um alle wichtigen Arbeitsschritte im Frühjahr. Jetzt downloaden.

Syngenta_Handbuch_Erfolgreicher Getreideanbau_FJ.pdf (5532.174 KB)

Düngung im Frühling

Mit den folgenden Informationen und Kennziffern zur Nährstoffbedarf, -versorgung und –berechnung machen Sie Ihre Felder fit fürs Frühjahr.

Wintergetreide: Aufbau- und Reduktionsphasen der Ertragsorgane

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Zielwerte der Bestandesentwicklung in Winterweizen und Wintergerste

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Bestand Trieb-/Sollährenzahl
BBCH 25 „Doppelring“ min. 200 %
BBCH 30 200 – 300 %1
BBCH 32 150 – 200 %
BBCH 65 100 – 120 %

1Je nach Sorte und Standort: Weizen 200 – 250 %, Gerste 250 – 300 %

Kennzahlen für die Ertragsbildung
am Beispiel von Winterweizen
Optimum
Vegetationstage Feldaufgang – Doppelring 60 - 75
Vegetationstage Doppelring – Große Periode > 30
Vegetationstage Große Periode – Ährenschieben > 20
Vegetationstage Ährenschieben – Reife > 50
Temperatur Tagesmittel Oktober – April (°C) 4 - 8
Temperatur Tagesmittel Juni (°C) 14 - 16
Tage im Juni > 27°C Tagesmittel 0
Niederschläge Nov. – Feb. (mm) 150 - 250
Niederschläge Mai (mm) > 40
Niederschläge Juni (mm) > 50

1Je nach Sorte und Standort: Weizen 200 – 250 %, Gerste 250 – 300 %

Düngung im Getreide – Was ist wichtig? Was ist im Frühjahr zu tun?

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1. Startgabe = das Fundament

Ziel: Optimale Triebzahl, Wurzelwachstum

Wichtige Nährstoffe: N, P, S

n

Stickstoff

  • N-Aufnahme bis BBCH 29 = 25 – 30 %

  • Wintergetreide: Höhe 1. Gabe ~ Triebzahl zu Vegetationsbeginn1

    • < 3 Triebe=60 – 80 kg N/ha

    • 3 – 6 Triebe = 50 – 70 kg N/ha

    • > 6 Triebe = 30 – 40 kg N/ha

  • Priorität Termin (BBCH 21– 27): Gerste, Roggen > Triticale > Weizen

  • Sommergetreide: früh, hohe Menge

N-Form im Frühjahr

Nitrat-betont:

  • Später Vegetationsbeginn

  • Schwach entwickelte Bestände mit geringer Wurzelmasse (z. B. Spätsaat nach Mais, ZR)

  • Schwere kalte Böden

  • Wassergesättigte Böden, Nitrat-Stickstoff aus der Krume verlagert

Ammonium-betont:

  • Gut entwickelte Ausgangsbestände

  • Mittlere und leichte Böden

s

Schwefel

  • Düngung in wasserlöslicher und pflanzenverfügbarer Sulfat-Form

  • Bedarf frühzeitig 20 – 30 kg S/ha

  • Positive Wechselwirkung mit Stickstoff-Düngung

p

Phosphor

  • P-Bedarf ab Dreiblattstadium, Förderung Jugendentwicklung, v. a. in schwierigen Situationen, kalte Böden

  • P-Düngung im Frühjahr, v. a. bei schwach entwickelten Beständen mit wenig Wurzelmasse: 25 – 40 kg P2O5/ha

2. Gabe = Vitalität fördern

Ziel: optimale Kornzahl / Ähre und Korndichte/m2, intakter Blattapparat

Wichtige Nährstoffe: N, K, Mg

N

Stickstoff und

Mg

Magnesium

  • Fördern Chlorophyllgehalt ~ Ertrag

  • Verfügbarkeit im Schossen relevant!

  • Termin 2. N-Gabe = BBCH 30 – 31

  • In dichten Beständen = BBCH 32

  • Priorität bei der 2. N-Gabe: frühzeitiger Termin >> Höhe der N-Menge (40 – 50 %)1

  • Mg: Niträt fördert, Ammonium und Kalium hemmen die Mg-Aufnahme

k

Kalium

  • Zentrale Rolle für Wasserhaushalt

  • Sehr hohe Priorität in Trockengebieten

  • K-Aufnahme hauptsächlich im Frühjahr

  • Positive Effekte auf Kornzahl / Ähre

  • Empfehlung Frühjahr: 30 – 60 kg K2O/ha

3. Gabe = Ertrag & Qualität sichern

Ziel: Kornzahl / Ähre erhalten, Förderung Kornfüllungsphase

Wichtiger Nährstoff: N

Höhe: 1

  • 40 – 70 kg N/ha

Termin 3. N-Gabe im Qualitätsweizen:

  • Ährenschieben: qualitätsbetont, Erhöhung des Proteingehaltes

Termin 3. N-Gabe im Futtergetreide:

  • Fahnenblatt-Stadium: Förderung Korngewicht

  • Ertrag absichern

Zusammenfassen von 2. und 3. N-Gabe:

  • Futtergetreide oder bei unsicherer Wasserversorgung bzw. in Trockengebieten

1Bitte DüVO und Nmin berücksichtigen.

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Nährstoffgehalte ausgewählter Mineraldünger
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Mikronährstoffe im Getreide

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Ziel: hohe Ausnutzung der (reglementierten) Hauptnährstoffe (N, P, K, S)

Wichtige Mikronährstoffe: Mangan, Zink, Kupfer und Bor

M

Mangan

  • Schlechte Verfügbarkeit bei nicht optimalen pH-Werten im Boden, bei Trockenheit und sehr lockerer Bodenstruktur

  • Mangel-Symptome: verdichtete Fahrspuren deutlich grüner, Verfärbungen/Streifen an jüngeren Blättern, schlechtes Wurzelwachstum

  • Wintergerste sehr dankbar: Herbstdüngung u. U. sinnvoll

  • Empfehlung Mangan-Düngung:
    200 – 650 g/ha, ab Beginn der Schossphase

zn

Zink

  • Ursachen für Zinkmangel: niedriger Bodengehalt, gestörtes Wurzelwachstum, Trockenheit, ein nicht an die Bodenart angepasster pH-Wert, kalte Böden, P-Überversorgung

  • Mangel-Symptome: Wachstumsstörungen, aufgehellte Blätter

  • Empfehlung Zink-Düngung:
    100 – 325 g/ha , ab Beginn der Schossphase

cu

Kupfer

  • Ursachen für Kupfer-Mangel: hohe Boden-pH-Werte, hoher Gehalt organischer Substanz

  • Mangel-Symptome: Einrollen der jüngsten Blätter, Aufhellen vom Rand bis zu den Spitzen

  • Empfehlung Kupfer-Düngung:
    30 – 60 g/ha, ab Beginn der Schossphase

B

Bor

  • Bedarf im Getreide gering, aber für Kornausbildung entscheidend

  • Ursachen für Bor-Mangel: starke Trockenheit, dann Blattdüngung ratsam

  • Mangel-Symptome: Einrollen der jüngsten Blätter, Aufhellen vom Rand bis zu den Spitzen

  • Empfehlung Bor-Düngung:
    40 – 50 g/ha , vor dem Ährenschieben

Nährstoffaufnahme – Die Verfügbarkeit beeinflussende Faktoren

Mg S Mn B Cu Zn Fe Stichwort
Bedarf Weizen, Roggen
Gerste
pH hoch (pH >7) Kalkung
niedrig
O2-Mangel Staunässe
Feuchtigkeit hoch Frühjahr
trocken Sommer
Temperatur hoch Sommer
niedrig Frühjahr
Einstrahlung hoch
Humusgehalt Sorption

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Einfluss: gering mittel - hoch hoch sehr hoch

Bestimmungshilfe Leitungräser im Frühjahr

Die frühzeitige, korrekte Bestimmung der Ungräser auf Ihren Feldern ist entscheidend für die Wahl des passenden Herbizids und der entsprechenden Aufwandmengen. Im folgenden finden Sie die wichtigsten Merkmale, um die Leitungräser im deutschen Getreideanbau bestimmen und anschließend behandeln zu können.

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Unterscheidungsmerkmale im blütenlosen Zustand

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An diesen Merkmalen können Sie die Gräser im nichtblühenden Zustand erkennen.

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Ackerfuchsschwanz Alopecurus myosuroides, ALOMY

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  • Keimtemperatur: bereits ab 3°C (geringerer Temperaturanspruch als Wintergetreide)

  • Keimt hauptsächlich im Herbst (September, Oktober), aber Gefahr von Nachläufern im Frühjahr (aus z. B. Bodenspalten, Kluten), Bestandeskontrolle notwendig

  • Resistenzgefahr: sehr hoch

  • Bekämpfung Herbst: z. B. Flufenacet, Prosulfocarb, Chlortoluron

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Clodinafop, Mesosulfuron, Pinoxaden, Pyroxsulam

Erkennungsmerkmale

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: gerieft, meist mit deutlicher Rille in der Mitte, unterseits matt, unbehaart

Blattscheide: offen (nicht bis zum Blattgrund geschlossen), basalwärts rötlich gefärbt

Blatthäutchen: lang, unregelmäßige Zähnung

Blattöhrchen: keine

Andere: Ährenrispe: lang gestreckt, schmal (fuchsschwanzartig)

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Gemeiner Windhalm Apera spica-venti, APESV

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  • Flachkeimer, sehr hohes Samenpotenzial: bis zu 15.000 Samen/Pflanze

  • Das sehr lange, tief gefranste Blatthäutchen ist im Frühjahr ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal

  • Resistenzgefahr: hoch

  • Bekämpfung Herbst: z. B. Chlortoluron, Flufenacet, Pendimethalin, Prosulfocarb

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Pinoxaden, Pyroxsulam, Iodosulfuron

Erkennungsmerkmale

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: Oberseite: gerieft, matt; Unterseite: matt bis schwach glänzend; meist kahl

Blattscheide: anliegend, glatt

Blatthäutchen: lang, tief gefranst, weiß bis grünlich weiß

Blattöhrchen: keine

Andere: Halm glatt, meist aufrecht, manchmal knickig aufsteigend

Sind Sie unsicher, ob Sie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm auf Ihren Flächen haben? Dann schauen Sie bereits im Herbst kurz nach der Getreideaussaat nach! Graben Sie die gekeimten Gräser inkl. Wurzel aus und suchen Sie nach Resten des Samens, ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal.

Alopecurus myosuroides

Apera spica-venti

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Jährige Rispe Poa annua, POANN

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  • Weit verbreitetes Ungras, hohe Bestockungsleistung

  • Häufig unterständig wachsend, geringe Konkurrenzkraft (Ausnahme: sehr hohe Besatzdichten)

  • Die Blätter erinnern an einen „Schiffsrumpf“ = eindeutiges Erkennungsmerkmal

  • Bekämpfung Herbst: z. B. Flufenacet, Pendimetalin, Prosulfocarb

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Iodosulfuron, Mesosulfuron

Erkennungsmerkmale

Jüngstes Blatt: gefaltet

Blattspreite: Doppelrille, Spitze kahn- oder kanuförmig

Blattscheide: kahl, zusammengedrückt und gekielt

Blatthäutchen: lang, weiß, kragenförmig

Blattöhrchen: keine

Andere: Halm kahl, stielrund, am unteren Halmknoten wurzeltreibend, daher oft knickig aufsteigend

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Weidelgras-Arten Lolium spp. (Abb.: Welsches Weidelgras Lolium multiflorum), LOLSS

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  • Sehr konkurrenzstark

  • Alternativer Wirt für Krankheiten (Roste, BaYDV, Rhizoctonia, Mutterkorn)

  • Resistenzgefahr: sehr hoch

  • Bekämpfung Herbst: z. B. Flufenacet, Prosulfocarb

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Mesosulfuron, Pinoxaden, Pyroxsulam, Iodosulfuron

Erkennungsmerkmale: Einjähriges Weidelgras

(Welsches Weidelgras oder Italienisches Raygras) Lolium multiflorum (LOLMU)

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: Oberseite gerieft

Blatthäutchen: 1– 4 mm, membranartig, gezackt

Blattöhrchen: schmal, spitze

Ährchen: längs zur Spindelachse, begrannt

Andere: stets auch nichtblühende Triebe

Erkennungsmerkmale: Ausdauerndes Weidelgras

(Deutsches Weidelgras oder Englisches Raygras) Lolium perenne (LOLPE)

Jüngstes Blatt: gefaltet

Blattspreite: Oberseite gerieft

Blatthäutchen: kurz, 1– 2,5 mm, membranartig, gestutzt

Blattöhrchen: schmal, spitze

Ährchen: längs zur Spindelachse, unbegrannt

Andere: Rhizome und wurzelnde Seitentriebe, stets auch nichtblühende Triebe

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Trespe-Arten Bromus spp. (Abb.: Dachtrespe Bromus tectorum), BROSS

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  • Sichere Bestimmung der Art in der stehenden Kultur

  • Taube Trespe: lange, locker und schlaff hängende Grannen

  • Roggentrespe, Weiche Trespe: kurze, feste, stabil stehende Grannen

  • Resistenzgefahr: mittel

  • Bekämpfung Herbst: nicht möglich, Nebenwirkung Flufenacet

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Mesosulfuron, Propoxycarbazone, Pyroxsulam

Erkennungsmerkmale: Roggen-Trespe

Bromus secalinus (BROSE)

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: an Rändern und oberseits verstreut behaart, schwach gerieft

Blattscheide: geschlossen und kahl, stark nervig, ältere Blattscheiden oft gelblich bis rötlich und aufgerissen

Blatthäutchen: kurz (1– 2 mm), gezähnt

Blattöhrchen: keine

Erkennungsmerkmale: Weiche Trespe

Bromus mollis (BROMO)

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: oberseits weich behaart, am Rand bewimpert

Blattscheide: geschlossen, samtig weich, Blattgrund nach unten gekrümmt

Blatthäutchen: bis 2,5 mm lang, weiß, in der Regel ganzrandig

Blattöhrchen: keine

Erkennungsmerkmale: Taube Trespe

Bromus sterilis (BROST)

Jüngstes Blatt: gerollt

Blattspreite: behaart, im unteren Fünftel am Rand bewimpert

Blattscheide: geschlossen und behaart, mit zunehmender Reife rot-braun gefärbt

Blatthäutchen: groß, weiß, tief gezähnt bis gefranst

Blattöhrchen: keine

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Flughafer Avena fatua, AVEFA

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  • Leitungras in Sommergetreide

  • Keimzeit: Februar bis Mitte Mai

  • Keimtiefe 3 – 20 cm

  • Auflauf über einen langen Zeitraum bzw. spät in der Kultur möglich: Den Behandlungszeitpunkt darauf abstimmen!

  • Resistenzgefahr: mittel

  • Bekämpfung Frühjahr: z. B. Iodosulfuron, Pinoxaden

Erkennungsmerkmale

Jüngstes Blatt: gerollt, links drehend

Blattspreite: Ränder zum Blattgrund hin deutlich bewimpert

Blattscheide: offen, kahl

Blatthäutchen: 3 – 6 mm, weißlich-gelblich, gefranst

Blattöhrchen: keine

Andere: im Gegensatz zum Kulturhafer: Rispe mit sehr lockerem Aufbau, feine Haare an Blattspitzenrändern, gedrehte und gekniete Granne am Korn

Leitfaden Wachtumsregulierung

Wachstumsregulierung ist ein entscheidender Baustein für profitablen Getreideanbau. Ein stabiler Getreidebestand ist einerseits wichtig für hohe Erträge und Qualitäten und andererseits von großer Bedeutung für eine kosteneffiziente Ernte. Hinter unseren Tipps und Tricks für erfolgreiche Wachstumsregulierung stehen mehr als 25 Jahre Erfahrung als Marktführer in diesem Segment.

Checkliste Wachstumsreglereinsatz

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Einfache Regeln für erfolgreiche Wachstumsregulierung

Perfekter Moddus® ME Termin BBCH 31/32
Witterung Wüchsige Bedingungen (Temperaturen > 8°C) Voraussetzungen für die Anwendung: Wurzelwachstum, Bodenfeuchte, kein Nachtfrost vor und nach der Anwendung.
Was tun bei Stress? Nichts!
Wir wollen Wachstum regeln!
Aufwandmenge Situativ festlegen
Was zeichnet Moddus ME aus?

BBCH 31 = exzellente Dauerwirkung und zuverlässig auch bei kühlen Temperaturen.

BBCH 32 = schnelle Anfangswirkung und sehr hohe Verträglichkeit.

Nachkontrolle In BBCH 37– 39, ggf. in diesem Stadium nachlegen.
Erfolgskontrolle Internodienabstände 5 –10 –15 cm = optimal
Erfolg mit dem zuverlässigsten Produkt = Moddus ME!

Wachstumsregulierung im Getreide – wann muss ich behandeln?

Wenn 2 der folgenden 4 Fragen positiv beantwortet werden können, sollte Moddus ME eingesetzt werden.

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Wirkungsbeeinflussende Faktoren

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Bitte bei der Entscheidung zu Intensitäten und Aufwandmengen folgende Faktoren einbeziehen:

Erhöhen

Einflussfaktoren1 auf Moddus ME Aufwandmenge

Reduzieren

hoch Bestandesdichte Bestandesdichte
hoch Lageranfälligkeit der Sorte gering
sehr wüchsig Vitalität des Bestandes leicht geschwächt2
gering Reaktion der Sorte auf Wachstumsregler stark
Frühsaaten < 20.09. Saatzeit Spätsaat >15.10.
Früh < 10.04. Termin Schossbeginn -
Leguminosen, Mais > Raps Vorfrucht WW nach Getreide
normal – hoch aktuelle Bodenfeuchtigkeit gering, nFk < 60 %
hoch Wasserspeichervermögen gering
hoch, Nitrat-betont N-Versorgung / N-Nachlieferung reduziert

1 Moddus ME ist in der Schossperiode sehr gut wirksam und verträglich, unabhängig von den Anwendungsbedingungen. Die Einstrahlung, Temperatur und das Entwicklungsstadium bitte bei der Bemessung der Aufwandmenge berücksichtigen. Das hohe Maß an Kulturpflanzenverträglichkeit in Mehrfachmischungen zeichnet Moddus ME aus und grenzt es von anderen Formulierungen klar ab. Gerade in Tankmischungen von Moddus ME mit anderen Fungiziden und Herbiziden kommt die besondere Verträglichkeit von Moddus ME zum Tragen.

2 Bei geringer Vitalität bitte die Wachstumsregleranwendung verschieben, zumindest die Aufwandmenge beherzt reduzieren und ggf. auf eine Spritzfolge ausweichen.

Bestimmungshilfe der entscheidenden Wachstumsstadien für den Wachstumsreglereinsatz

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BBCH 29: Die Ähre ist weniger als 1 cm vom ersten
Knoten entfernt
BBCH 31: Der 1. Halmabschnitt hat sich deutlich
gestreckt
BBCH 30: Schossbeginn = der Halm beginnt sich zu
strecken
BBCH 32: Der zweite Knoten ist > 2cm vom ersten
Knoten entfernt

Sortenspezifische Anwendungsempfehlungen zur Wachstumsregulierung 2026

Winterweizen

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
0,2 l/ha Moddus ME + 0,75 l/ha CCC
1,2-0,8 l/ha CCC
BBCH 31/323
0,3 l/ha Moddus ME2 + 0,5 l/ha CCC
0,4-0,2 l/ha Moddus ME
Sorten-Einstufung4
intensive Krankheits-
bekämpfung
empfehlenswert
Adrenalin, Asory, Cayenne,
Complice, Euclide, Kashmir,
Patras, SU Willem
Agil, Apostel, Attribut,
Chevignon, Debian, Foxx,
KWS Donovan, LG Atelier,
LG Initial, Moschus, Opal,
RGT Kreation, RGT Reform,
Winner
Absolut, Akteur, Emmerto,
Exsal, LG Kermit, Ponticus,
SU Magnetron, SU Tarroca
reduzierte
Fungizidintensität möglich
Findus, KWS Keitum,
LG Character, LG Optimist
Ambientus, Filius, Informer,
KWS Mintum, Knut,
Polarkap, Pontiform,
SU Fiete, SU Jonte
Axaro, Euforia, Intensity,
KWS Emerick, RGT Kreuzer,
Spectral, Spontan

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. In der Wintergerste überlagern diese Faktoren die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der vorherrschenden Witterung anpassen.

2 Es besteht die Zulassung für eine zweimalige Moddus ME-Anwendung ab BBCH 29 in Winterweizen (2x 0,4 l/ha) und in Wintergerste (0,8 l/ha + 0,4 l/ha).

3 Bei anhaltender wüchsiger Witterung und weiteren die Lagergefahr fördernden Einflussfaktoren sollte die Nachbehandlung der Wintergerste in BBCH 37/39 stattfinden. Spätere Applikationen in BBCH 41/49 reduzieren vorrangig die Neigung zu Halm- und Ährenknicken. Im Winterweizen sollte der Erfolg der Maßnahme in BBCH 37 kontrolliert werden, ggfs. in BBCH 39 nachbehandeln.

4 Quelle: Eigene Ergebnisse aus Syngenta-Versuchen, Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025 sowie BSA: Beschreibende Sortenliste 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten, die Reaktion der Sorten auf Wachstumsregler sowie in Praxis etablierte sortenspezifische Standorte, Vorfrüchte und Saatzeiten.

Wintergerste

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 31/32
0,6-0,7 l/ha Moddus ME
0,5-0,4 l/ha Moddus ME
BBCH 39/493
0,2-0,3 l/ha Moddus ME2
0,2-0,3 l/ha Cerone 660
0,2-0,4 l/ha Cerone 660
Sorten-Einstufung4
Halm-/Ährenknicken hoch
KWS Higgins, Lomerit, Melia
RGT Mela, Sandra, Kashmir,
Sensation, SY Baracooda,
SY Heroo
California, KWS Flemming,
KWS Kosmos, SU Midnight,
SY Colyseoo, SY Galileoo,
SY Kestrel, SY Loona,
SY Kingsbarn
Avantasia, SY Dakoota,
SY Zoomba, Winnie
Halm-/ Ährenknicken
mittel-gering
Goldmarie, KWS Chilis
Bordeaux, Esprit,
KWS Donau, KWS Exquis,
KWS Faro, KWS Orbit,
KWS Somerset, SU Majella,
SY Kingston
Almut, Arthene, Fascination,
Julia, KWS Tardis, SU Hetti,
SU Jule

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1 asserversorgung variieren. In der Wintergerste überlagern diese Faktoren die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der vorherrschenden Witterung anpassen.

2 Es besteht die Zulassung für eine zweimalige Moddus ME-Anwendung ab BBCH 29 in Winterweizen (2x 0,4 l/ha) und in Wintergerste (0,8 l/ha + 0,4 l/ha).

3 Bei anhaltender wüchsiger Witterung und weiteren die Lagergefahr fördernden Einflussfaktoren sollte die Nachbehandlung der Wintergerste in BBCH 37/39 stattfinden. Spätere Applikationen in BBCH 41/49 reduzieren vorrangig die Neigung zu Halm- und Ährenknicken. Im Winterweizen sollte der Erfolg der Maßnahme in BBCH 37 kontrolliert werden, ggfs. in BBCH 39 nachbehandeln.

4 Quelle: Eigene Ergebnisse aus Syngenta-Versuchen, Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025 sowie BSA: Beschreibende Sortenliste 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten, die Reaktion der Sorten auf Wachstumsregler sowie in Praxis etablierte sortenspezifische Standorte, Vorfrüchte und Saatzeiten.

Wintertriticale

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/302
1,2-1,5 l/ha CCC
0,8-1,0 l/ha CCC
BBCH 31/32
0,5 l/ha Moddus3
0,3-0,4 l/ha Moddus
Sorten-Einstufung4
intensive Krankheits-
bekämpfung
empfehlenswert
Brehat,
Ramdam,
Rivolt,
Trisem
Lombardo,
Trias
Cedrico,
Fantastico
reduzierte
Fungizidintensität möglich
Allrounder PZO,
Bicross,
Lumaco
Belcanto,
Charme,
Promiso,
Tributo
-

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der vorherrschenden Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten

3 Falls in wüchsigen Triticale-Beständen keine CCC-Vorlage erfolgte, in wüchsigen, heterogenen Roggen-Beständen, oder bei frühen Einsatzterminen in BBCH 31 empfehlen wir Moddus ME + CCC. Über die Aufwandmengen bitte situativ entscheiden: z. B. 0,4-0,3 l/ha Moddus ME + 0,8-1,0 l/ha CCC. Auf leichten Böden mit Fingerspitzengefühl agieren: z. B. 0,3 l/ha Moddus ME + 0,5-0,7 l/ha CCC.

Tankmischungen von Moddus ME + CCC-Produkt nur bei gesicherter Wasserversorgung applizieren. Bei unsicherer Wasserversorgung im Zweifelsfall Moddus ME solo anwenden.

4 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Winterroggen

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 31/322
0,6 l/ha Moddus3
0,4-0,5 l/ha Moddus
BBCH 39/49
0,7 l/ha Cerone 660
0,3-0,5 l/ha Cerone 660
Sorten-Einstufung4

Halm-/
Ährenknicken
hoch
Inspector,
KWS Receptor,
KWS Serafino,
SU Bepop,
SU Performer
SU Bendix,
SU Glacia,
SU Karlsson,
SU Perspectiv
KWS Tayo
Halm-/
Ährenknicken
mittel-gering
-
Dukato
ridor,
KWS Emphor,
SU Erling

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der vorherrschenden Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Falls in wüchsigen Triticale-Beständen keine CCC-Vorlage erfolgte, in wüchsigen, heterogenen Roggen-Beständen, oder bei frühen Einsatzterminen in BBCH 31 empfehlen wir Moddus ME + CCC. Über die Aufwandmengen bitte situativ entscheiden: z. B. 0,4-0,3 l/ha Moddus ME + 0,8-1,0 l/ha CCC. Auf leichten Böden mit Fingerspitzengefühl agieren: z. B. 0,3 l/ha Moddus ME + 0,5-0,7 l/ha CCC.

Tankmischungen von Moddus ME + CCC-Produkt nur bei gesicherter Wasserversorgung applizieren. Bei unsicherer Wasserversorgung im Zweifelsfall Moddus ME solo anwenden.

4 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Dinkel

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Dinkel
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
-
-
BBCH 31/32
0,4 l/ha Moddus
0,4-0,3 l/ha Moddus
BBCH 37/49
0,3 l/ha Cerone 660
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
Albertino,
Frankenkorn
Badenjuwel,
Badenkrone,
Badensonne,
Frankentop,
Zollernperle
Alliente,
Badenglanz,
Rheingold,
Zollernfit,
Zollernspelz
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
Oberkulmer
Rotkorn
Connforte
-

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Durum

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Durum
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
1,0 l/ha CCC2
-
BBCH 31/32
0,5-0,4 l/ha Moddus
0,3 l/ha Moddus
BBCH 37/49
-
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
Durofinus
Diadur,
RGT Voilur,
Wintergold,
Wintersonne,
Sambadur
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
Winterstern
Anvergur
-

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Hafer

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Hafer
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
0,5 l/ha CCC2
-
BBCH 31/32
0,3-0,4 l/ha Moddus
0,2-0,3 l/ha Moddus
BBCH 37/49
-
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
-
-
-
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
Caledon,
Fritz,
Magellan,
Max,
Stephan
Asterion,
Erlbeck,
Karl,
Platin,
Scotty
Apollon,
Lion,
Waran

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Sommerweizen

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Sommerweizen
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
0,75 l/ha CCC2
-
BBCH 31/32
0,3 l/ha Moddus
0,2 l/ha Moddus ME
BBCH 37/49
-
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
KWS Sharki,
Winx
Anabel,
Kapitol,
KWS Starlight,
Licamero,
Patricia,
Quintus
Servus
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
Laudatio,
WS Carusom,
KWS Expectum,
Lobster,
Mohican
KWS Jordum

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Sommergerste

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Sommergerste
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
-
-
BBCH 31/32
0,4-0,5 l/ha Moddus
0,3 l/ha Moddus
BBCH 37/49
0,3 l/ha Cerone 660
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
RGT Planet
Amidala,
Avalon,
Barke,
Excalibur,
Lexy,
Prospect,
Sting
-
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
-
Belladonna,
Leandra,
LG Rumba,
Ostara
LG Caruso

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Sommertriticale

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Sorteneigenschaften und Empfehlungen

Kultur
Sommertriticale
Empfehlung1
Intensität: hoch
Intensität: mittel-gering
BBCH 29/30
0,75 l/ha CCC2
-
BBCH 31/32
0,3 l/ha Moddus
0,2 l/ha Moddus
BBCH 37/49
-
-
Sorten-Einstufung3

höhere
Fungizidintensität
empfehlenswert
Dublet
Mazur,
Somtri
-
reduzierte
Fungizidintensität
möglich
-
Santos,
Toristo
Mamut,
Tomcat

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1 Die sortentypische Lageranfälligkeit kann standortspezifisch aufgrund von Saatzeit, Vorfrucht, Bestandesdichte, Termin Schossbeginn, Stickstoff-Düngung -und Nachlieferung, Bodengüte und Wasserversorgung variieren. Diese Faktoren überlagern die sortenspezifischen Eigenschaften teilweise erheblich. Die Aufwandmengen bitte entsprechend der individuellen Situation und der aktuellen Witterung anpassen.

2 Bitte die Zulassung des geplanten CCC-Produkts hinsichtlich Indikation für die Kultur, Einsatzstadien und Anwendungshäufigkeit beachten.

3 Quelle: Amtlicher Pflanzenschutzdienst der Länder B, BB, S, S-A und TH: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland (2025), Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste (2025) sowie Saatgut 2000: Sortenkatalog Herbst 2025. Die Einstufungen erfolgen mit Blick auf unsere Erfahrungen unter Praxis-üblichen Anbauintensitäten.

Fungizide

Gesundhaltung der Halmbasis sowie des Blattapparats ist absolut unerlässlich, um Erträge abzusichern. Ohne entsprechende Behandlung führt das Schadpotenzial von Pilzkrankheiten bei ungebremstem Wachstum unweigerlich zum Totalausfall. Mit den 7 Erfolgsfaktoren und den entsprechenden Anleitungen für eine wirtschaftliche Krankheitsbekämpfung gelingt Ihnen diese wichtige Pflanzenschutzmaßnahme.

7 Erfolgsfaktoren für eine wirtschaftliche Krankheitsbekämpfung

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Erfolgsfaktor Nr. 1:

Denken Sie in BBCH-Stadien statt im Kalenderdatum

Treffen Sie Ihre Entscheidungen und Maßnahmen in den für die Ertragsbildung relevanten Entwicklungsstadien des Getreides.

  • Schossbeginn (BBCH 30 – 32): Halmbasis und unterer Blattapparat gesund?

  • Erscheinen des Fahnenblattes (BBCH 37– 39): Schutz des oberen Blattapparates sichergestellt?

  • Ährenschieben und Blüte (BBCH 55 – 69): Notwendigkeit einer Ährenbehandlung?

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Erfolgsfaktor Nr. 2:

Intensitäten sind nicht mehr planbar

Bleiben Sie flexibel: Empfehlungen lassen sich nicht verallgemeinern. Investieren Sie in Schlagkraft und Zeit zum Beobachten.

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Erfolgsfaktor Nr. 3:

Situativer Pflanzenschutz

Orientieren Sie die Notwendigkeit einer Krankheitsbekämpfung am Infektionsgeschehen. Kontrollieren Sie regelmäßig, hinterfragen Sie, welche Erreger von der Witterung profitieren.

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Erfolgsfaktor Nr. 4:

Schützen Sie das Wichtigste – die Blätter!

Wir empfehlen Ihnen immer eine Blattbehandlung mit Dauerwirkung, sobald die ertragsrelevanten Blätter erscheinen (BBCH 32 – 49). Das ist planbar. Ebenfalls die Leistung von Elatus® Era: hervorragend!

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Erfolgsfaktor Nr. 5:

Vorbeugen ist besser als heilen

Sobald Bekämpfungsrichtwerte erreicht sind oder Infektionsgefahr absehbar ist, handeln Sie frühzeitig. Schöpfen Sie dabei die Wirkstoffvielfalt optimal aus: Setzen Sie hochwertige Produkte bei Krankheiten ein, gegen die sie ihre Stärken voll ausspielen können, (z. B. Septoria-starke Produkte in T1). Protektiv handeln! Die Carboxamide entfalten nur dann ihre volle Dauerwirkung.

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Erfolgsfaktor Nr. 6:

Sortenspezifische Eigenschaften im Fokus

In der Praxis kann die Krankheitstoleranz einzelner Sorten von Faktoren wie Vorfrucht, Saatzeit, Bestandesdichte, Ausgangsbefall und Witterung überlagert werden. Bitte auch gesunde Sorten im Blick behalten. Krankheitsanfällige Sorten benötigen in jedem Fall eine intensivere Überwachung.

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Erfolgsfaktor Nr. 7:

Entscheidungshilfe für optimale Applikationstermine

Um den richtigen Termin zu finden, stellen Sie sich 4 Fragen:

grid-image grid-image

Müssen Sie 2 dieser 4 Fragen klar mit „Ja“ beantworten, dann ist eine Krankheitsbekämpfung nötig!

Befallsprognose Halmbruch

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Abschätzung der Notwendigkeit einer Bekämpfung in BBCH 30 – 32

Szenario 1
Saatzeit bis 20.09.
Szenario 2
Saatzeit bis 30.09.
Landkreis keine Höhenlage
Szenario 3
Saatzeit bis 30.09.
Vorfrucht Getreide
Szenario 4
BBCH am 06.04. 31
Szenario 5
BBCH am 06.04. 30
Landkreis keine Höhenlage
Szenario 6
Saatzeit bis 15.10.
Landkreis wärmebegünstigt
Szenario 7
Saatzeit bis 15.10.
BBCH am 06.04. 30
Szenario 8
Saatzeit bis 15.10.
Wetterprognose Niederschläge
Szenario 9
Saatzeit bis 15.10.
Sorte anfällig
Szenario 10
Saatzeit nach 15.10.
Landkreis wärmebegünstigt
Sorte anfällig
Szenario 11
Saatzeit nach 15.10.
Vorfrucht Getreide
Szenario 12
Saatzeit nach 15.10.
Vorfrucht Raps, Mais u. a.
  • Günstige Infektionsbedingungen, Bekämpfung in der Regel notwendig, v. a., wenn weitere Risikofaktoren1 zutreffen.

  • Moderate Infektionsbedingungen, über Bekämpfung situativ anhand weiterer Risikofaktoren1 entscheiden.

  • Keine ausreichenden Infektionsbedingungen.

1Risikofaktoren: bindige schlecht abtrocknende Böden, windgeschützte Lage, Mulchsaat, hoher Getreideanteil in der Fruchtfolge, hohe Bestandesdichte, tiefe Saatgutablage, Niederschläge und Bodenfeuchte im März /April, schlechte Wirkung des Wachstumsreglers, lagergefährdete Standorte, Hochertragslagen mit langer Abreife.

Quelle: Abgeleitet aus H. Hanhart, Top Agrar, 03/2001

Infektionsfördernde Witterungsbedingungen und Risikofaktoren für Pilzkrankheiten in Getreide

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Infektionsfördernde Witterungsbedingungen für Pilzkrankheiten in Getreide

Blattkrankheiten
Infektionsfördernde
Witterung1
Mehltau Septoria
tritici
Septoria
nodorum
DTR Gelbrost Braunrost Zwergrost Rhyncho
sporium
Netzflecken Ramularia
Kultur2 W G R T W T W T W W T G W R T G G R T G G
Inkubationszeit (Tage) warm moderat warm warm kühl warm warm kühl warm warm
Optimum 18 – 22°C 8 – 25°C >15°C > 20°C 10 –15°C 20 – 26°C 15 – 20°C 0 – 20°C 12 –18°C 15 – 22°C
Temperatur Tag-Nacht geringe
Schwan-
kungen
    warme
Nächte
< 15°C
nachts
>12°C
nachts
       
Feuchtigkeit trocken nass feucht wechsel-
feucht
feucht trocken feucht feucht feucht feucht
Niederschlag   häufig /
andauernd
Blattnäss
Regen-
schauer
Tau /
Regen-
schauer
Tau /
Wasser-
film
Tau /4 h
Benetzung
Tau /
Benetzung
andauernd
Blattnässe
Benetzung  
Luftfeuchtigkeit hoch hoch moderat trocken hoch   100%   hoch  
Sonneneinstrahlung gering fördernd     hoch hoch     hoch sehr hoch

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1 Quellen: Obst und Gehring: Getreide: Krankheiten – Schädlinge – Unkräuter, 1. Auflage: Th. Mann, 2002 Hoffmann und Schmutterer: Parasitäre Krankheiten und Schädlinge an landwirtschaftlichen Kulturpflanzen, 2. Auflage: Ulmer, 1999

2 Legende: W = Weizen, G = Gerste, R = Roggen, T = Triticale

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Infektionsfördernde Witterungsbedingungen für Pilzkrankheiten in Getreide
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Risikofaktoren für Pilzkrankheiten in Getreide

Blattkrankheiten
Risikofaktoren
Mehltau Septoria
tritici
Septoria
nodorum
DTR Gelbrost Braunrost Zwergrost Rhyncho
sporium
Netzflecken Ramularia
Vorfrucht Weizen  
           
Vorfrucht Gerste              
Frühsaat
 
 
Sortenanfälligkeit
   
 
 
Erntereste / pfluglos  
     
Bestandesdichte hoch hoch hoch     gering gering      

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Risikofaktoren für Pilzkrankheiten in Getreide
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Boniturschemata der wichtigen Getreidekrankheiten

Den richtigen Behandlungszeitpunkt zu treffen ist für den Erfolg der Maßnahme entscheidend. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle des Blattapparates Ihres Getreides unerlässlich.

Die folgenden Boniturschemata sowie Bekämpfungsrichtwerte der großen Getreidekrankheiten sind ein nützliches Instrument, um nachhaltigen Schaden rechtzeitig abzuwenden.

Boniturschema

Echter Mehltau an Weizen, Gerste, Triticale und Roggen

Erysiphe graminis
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Bekämpfungsrichtwert:

60 % Befallshäufigkeit auf den oberen 3 Blättern in BBCH 32 – 61 (Weizen), BBCH 32 – 51 (Gerste, Roggen, Triticale)

Boniturschema

Septoria-Blattdürre an Weizen und Triticale

Septoria tritici / Zymoseptoria tritici
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Bekämpfungsrichtwert für Septoria-Blattdürre an Weizen und Triticale:

30 % Befallshäufigkeit in BBCH 32 – 37 auf den oberen 4 Blättern

10 % Befallshäufigkeit in BBCH 39 – 61 auf den oberen 4 Blättern

Boniturschema

Gelbrost an Weizen und Triticale

Puccinia striiformis
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Bekämpfungsrichtwert:

Befallsbeginn: Auftreten erster Befallsnester in BBCH 31– 61 auf den oberen drei Blättern

Boniturschema

Braunrost an Weizen, Roggen und Triticale sowie Zwergrost an Gerste

Puccinia recondita, Puccinia hordei
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Bekämpfungsrichtwert für Braunrost an Weizen, Roggen und Triticale:

30% Befallshäufigkeit (> 1 Pustel auf 3 Pflanzen) am Haupttrieb bzw. auf den oberen drei Blättern ab BBCH 37 bis BBCH 69

Bekämpfungsrichtwert für Zwergrost an Gerste:

30 % Befallshäufigkeit in BBCH 37– 59 auf den oberen 3 Blättern

Boniturschema

DTR-Blattdürre an Weizen

Drechslera tritici-repentis
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Bekämpfungsrichtwert:

5 –10 % Befallshäufigkeit auf den oberen 3 Blättern in BBCH 32 – 61

Vorfrucht Weizen und pfluglos bestellt: Befallsbeginn auf den oberen drei Blättern in BBCH 32 – 61

Boniturschema

Netzflecken an Gerste

Drechslera tritici-repentis
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Bekämpfungsrichtwert:

20 % Befallshäufigkeit in BBCH 37– 51 auf den oberen 3 Blättern

Boniturschema

Ramularia-Sprenkelkrankheit an Gerste

Ramularia collo-cygni
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Ramularia kann nur vorbeugend bekämpft werden.
Optimaler Termin = BBCH 37– 49.

Risikofaktoren:

Nicht verrottete Erntereste, insbesondere einer Gersten-Vorfrucht

Niederschlagsreiche Anbaugebiete mit längerer Abreife

Feuchtes, warmes Mikroklima und hohe Einstrahlung im April und Mai

Auftreten von Stressreaktionen und physiologischen Blattflecken

Boniturschema

Rhynchosporium-Blattflecken an Gerste, Roggen und Triticale

Rhynchosporium secalis
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Jeder Abschnitt entspricht 10 % eines Blattes.
Schwarze Flächen entsprechen 1, 2 und 5 % eines Blattes.

Bekämpfungsrichtwert:

50 % Befallshäufigkeit in BBCH 37– 51 auf den oberen 3 Blättern

Bekämpfungsrichtwerte Pilzkrankheiten – Quelle: Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland 2020. Eine Information der Pflanzenschutzdienste der Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Beraten ist unsere Mission

Wichtiges Know-How für den erfolgreichen Getreideanbau rund den Herbst

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Das nützliche Nachschlagewerk für alle Praktiker: Das Syngenta Handbuch für erfolgreichen Getreideanbau im Herbst

Wertvolle Hinweise rund um die entscheidenden Arbeitsschritte zum Beginn des Anbaujahres. Jetzt downloaden.

Syngenta_Handbuch_Erfolgreicher_Getreideanbau_HE.pdf (3489.881 KB)

Düngung im Herbst

Mit der novellierten Düngeverordnung gelten unter anderem strengere Vorschriften in Bezug auf die Stickstoffdüngung. Ziel muss es deshalb sein, ausgewogen und für die Kultur bedarfsgerecht zu düngen. Eine Düngung mit Kalium, Magnesium und Schwefel schließt Nährstofflücken und ermöglicht ein höheres Ertragsniveau. So können zuvor entstandene Stickstoffüberhänge reduziert werden.

Makronährstoffe und ihre Funktionen

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n

Stickstoff

  • Essenziell für alle Wachstumsphasen und für die Bestandesentwicklung zum Herbst

  • Bestandteil von Aminosäuren und damit in Nukleinsäuren (DNA, RNA) enthalten

  • Bestandteil von Enzymen, die wichtige Aufgaben im Stoffwechsel der Pflanze erfüllen

  • Baustein des Chlorophylls

p

Phosphor

  • Wichtig für die Keimung, wird dazu in Form von Phytin gespeichert

  • Fördert die Bestockung

  • Ist erforderlich für die Übertragung chemisch gebundener Energie in verschiedensten Stoffwechselprozessen

  • Wichtiger Bestandteil der Biomembran

k

Kalium

  • Beeinflusst den Wasserhaushalt und die Winterfestigkeit der Pflanze

  • Essenziell für besseren Schutz vor dem Eistod der Zellen

  • Verbessert die Bildung von Assimilaten in den Blättern

  • Erhöht die Zellfestigkeit der Pflanzen

mg

Magnesium

  • Sichert die Jugendentwicklung der Getreidepflanzen

  • Führt zu einem optimalen Wurzelwachstum

  • Ist erforderlich für die Photosynthese (Mg ist Zentralatom des Chlorophylls)

  • Hat hydratisierende Eigenschaften, beeinflusst damit den Wasserhaushalt und die Enzymwirksamkeit

s

Schwefel

  • Funktionen im Stickstoffstoffwechsel ➜ Verbessert die Nutzungseffizienz des vorhandenen Stickstoffs im Boden

  • Aktiviert wichtige Enzyme im Energie und Fettsäurestoffwechsel

  • Ist wichtig für die Produktion pflanzeneigener Abwehrstoffe (Phytoalexine, Glutathion)

Herbstdüngung - Was ist bei Stickstoff und Phosphor noch möglich?

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Zusätzliche Auflagen durch überarbeitete Düngeverordnung 2020 (Informationsauszug)

  • Keine Ausbringung von N- oder P-haltigen Stoffen auf gefrorenem Boden

  • Sperrfrist für die Aufbringung von Festmist von Huf- oder Klauentieren und Kompost auf Acker- und Grünland vom 01.12. bis 15.01.

  • Sperrfrist für die Aufbringung von P-haltigen Düngemitteln auf Acker- und Grünland vom 01.12. bis 15.01

  • Begrenzung des Einsatzes von flüssigen organischen Düngemitteln auf Dauergrünland und mehrjährigem Feldfutter auf 80 kg N pro Hektar vom 01.09. bis Beginn der Sperrfrist

  • Bei der Berechnung der 170 kg/ha N-Obergrenze für den Einsatz organ. Dünger: Abzug bzw. Teilanrechnung aller Flächen, die Düngungsverboten oder -einschränkungen unterliegen

  • Beachtung der Abstände zu Gewässern bei Hanglagen

Übersicht der Sperrfristen für die Stickstoffdüngung

chart-1-1

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Zusätzliche Auflagen in den Roten Gebieten seit 01.01.2021

  • N-Düngung - Reduktion des errechneten Düngebedarfes um 20 %

  • Keine Herbstdüngung! - Ausnahmen sind:
    Winterraps: < 45 kg Nmin im Boden
    Zwischenfrüchte ohne Futternutzung; 120 kg N mit Festmist von Huf- und Klauentieren

  • N-Obergrenze Einhaltung der 170 kg/ha N-Obergrenze jetzt auf Schlagebene

  • Begrenzung der N-Düngung im Herbst auf Grünland (60 kg Ges.-N/ha; 01.09. bis Start der Sperrfrist)

  • Zwischenfruchtanbau als Pflicht zur N-Düngung (gesonderte Regeln beachten!)

  • Sperrfristverlängerung für Festmist und auf Grünland

Mit dem Biostimulans Nutribio N sichern Sie auf nachhaltige und bilanzfreie Art Erträge und Qualitäten. Den Kulturen werden bedarfsorientiert bis zu 30 - 40 kg/ha zusätzlicher Stickstoff zur Verfügung gestellt.

Erfahren Sie alles dazu hier!

Die Getreidebestände optimal auf den Winter vorbereiten

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Bis zum 3-Blatt-Stadium nutzt Getreide die Nährstoffe aus dem eigenen Korn. Danach muss die junge Pflanze selbst Nährstoffe über die Wurzel aus dem Boden aufnehmen und sich gleichzeitig auf den Winter und die Vegetationsruhe vorbereiten. Dazu muss sich der Bestand effizient für den Winter akklimatisieren. Hierbei hilft sonniges Wetter vor Frostbeginn für eine hohe Photosyntheserate und vor allem eine optimale Versorgung mit Nährstoffen.

Ein optimaler Bestand sollte bis zum Winter:

  • Eine hohe Photosyntheseleistung aufweisen, da diese die Basis für die Bildung von organischen Verbindungen jeglicher Art ist

  • Ausreichend Kohlenhydrate, Stickstoffverbindungen und osmotisch wirksame Substanzen wie Kalium in den Zellen für die kalte Zeit einlagert haben, um den Gefrierpunkt des Zellsaftes abzusenken und die Zellen vor einem möglichen Eistod zu schützen

Deshalb sind vor allem Kalium- und Magnesium essenziell. Denn Nährstoffmängel führen zur Beeinträchtigung der Pflanzenentwicklung und der Photosyntheserate und damit zu:

  • Einer schlechteren Keimung

  • Einer schlechteren Bestandes- und Wurzelentwicklung

  • Einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Kälte und Frost

  • Einem ungünstigen Spross / Wurzel-Verhältnis

Je besser der Bestand in der Vorwinterphase mit Kalium und Magnesium versorgt ist, desto effizienter kann er über die Photosynthese die Basis für die Akklimatisierung legen.

Eistod: Zucker und Kalium als Frostschutzmittel

Kalium

Assimilate (z.B. Zucker)

Eiskristall

Mit dem Biostimulans Megafol können Sie ihr Wintergetreide gegen abiotischen Stress wie z.B. Kälte schützen. So kommt Ihr Bestand besser durch den Winter und startet optimal in das Frühjahr.

Erfahren Sie hier alles zu Megafol!

Warum braucht Getreide Mikronährstoffe auch im Herbst?

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Damit Getreide den Winter gut übersteht, braucht es bereits im Herbst ausreichend Mikronährstoffe. Die Wichtigsten im Getreide sind Mangan, Kupfer und Zink, damit der Bestand fit in den Herbst startet und gefestigt in die Winterruhe gehen kann.

m

Mangan

  • Aktiviert eine Vielzahl an Enzymen und ist daher wichtig für einen aktiven Stoffwechsel in der Akklimatisierung für den Winter

  • Wird sowohl bei der Chlorophyll- und Photosynthese als auch bei der Nitratreduktion und Aminosäurebildung benötigt

  • Fördert die Krankheitsresistenz der Pflanzen

  • Nimmt in seiner Verfügbarkeit mit steigendem pH-Wert deutlich ab

  • Empfehlung Mangan-Düngung: 200 – 400 g/ha Mangan als Blattdüngung

zn

Zink

  • Mangel tritt häufig in Phasen intensiven Wachstums sowie bei Kälte und Trockenheit auf

  • Ist wichtig für das Längenwachstum der Pflanzen

  • Ist wichtig für die Proteinbildung

  • Empfehlung Zink-Düngung: 30 – 60 g/ha Zink als Blattdüngung

Cu

Kupfer

  • Ist wichtig für die Lignifizierung und damit für die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen

  • Stabilisiert die Funktion der Chloroplasten und steuert den photosynthetischen Elektronentransport

  • Ist an der Bindung von Sauerstoffradikalen beteiligt, wodurch diese unschädlich gemacht werden

  • Empfehlung Kupfer: 30 – 60 g/ha Kupfer als Blattdüngung

Nährstoffaufnahme – Die Verfügbarkeit beeinflussende Faktoren

Bedarf B Mn Cu Zn Fe
Weizen, Roggen
Gerste
Negativer Einfluss auf Verfügbarkeit B Mn Cu Zn Fe
pH hoch (pH >7)
niedrig
O2-Mangel
trocken
Temperatur hoch
niedrig
Einstrahlung hoch
Humusgehalt

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Einfluss: gering mittel - hoch hoch sehr hoch

Tipp: Standorte rechtzeitig prüfen!

Für viele Standorte ist die Kombination von Mangan, Zink und Kupfer ideal zur Unterstützung der Winterakklimatisierung. Mangan fördert das Jugendwachstum, Zink muss für die Bildung von Wuchsstoffen zur Zellteilung verfügbar sein und Kupfer fördert die Stabilität der einzelnen Pflanzen. Bei Herbstanwendung von z. B. EPSO Profitop ®1 (Bittersalz-Blattdünger mit 5 % Mn, 2 % Zn, 1 % Cu) kann die Winterhärte von Getreidebeständen deutlich verbessert werden.

®1 = Registrierte Marken der K+S Minerals and Agriculture GmbH

Schwefel und andere Nährstoffgehalte in Düngemitteln richtig erkennen!

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Zur Berechnung der Nährstoffmengen gibt die Düngemitteldeklaration Aufschluss über Gehalte, Nährstoffformen und Löslichkeit der enthaltenen Nährstoffe. Die Deklaration der Nährstoffe erfolgt gemäß EU-Recht meist in Oxidform. Daher werden die Gehalte aller Hauptbestandteile als P2O5, K2O, MgO, SO3 angegeben. Einzige Ausnahme ist Stickstoff, der als N angegeben wird. Bei der Umrechnung der verschiedenen Nährstoffangaben in andere Formen helfen folgende Faktoren:

Praxis: Der Landwirt rechnet normalerweise beim Schwefel in der Form des Elementschwefels als S, angegeben wird er oft als SO3. Zum Umrechnen von S in SO3 wird der S-Wert mit dem Faktor 2,497 multipliziert.

Zum Umrechnen von SO3 in S wird der SO3-Wert mit 0,4 multipliziert.

Beispiel: EPSO Top®1 (Bittersalz) 16 % MgO und 32,5 % SO3. Es gilt der Umrechnungsfaktor 0,4 (siehe Tabelle). 32,5 % SO3> x 0,4 = 13 % S

®1 = Registrierte Marken der K+S Minerals and Agriculture GmbH

Gegeben Gesucht Faktor
NO3 N 0,226
NH3 N 0,822
(NH4)2SO4 N 0,212
NH4NO3 N 0,350
CaCN N 0,350
N NO3 4,427
N NH3 1,216
N (NH4)2SO4 4,717
N NH3NO3 2,857
N CaCN2 2,860
K2O K 0,830
K K2O 1,205
KCl K2O 0,632
K2SO4 K2O 0,541
K2O KCl 1,583
K2O K2SO4 1,850
Na2O Na 0,742
NaCl Na 0,393
Na Na2O 1,348
NaCl Na2O 0,530
Na NaCl 2,542
Na2O NaCl 1,886
Gegeben Gesucht Faktor
CaO Ca 0,715
Ca CaO 1,399
CaCO3 CaO 0,560
CaSO4 CaO 0,412
CaCl2 CaO 0,505
CaO CaCO3 1,785
CaO CaSO4 2,428
CaO CaCl2 1,979
MgO Mg 0,603
Mg MgO 1,658
MgO MgSO4 2,986
MgO MgSO4 · H2O 3,433
MgO MgSO4 · 7H2O 6,114
MgO MgCl2 2,362
MgO MgCO3 2,092
MgSO4 MgO 0,335
MgSO4 · H2O MgO 0,291
MgSO4 · 7H2O MgO 0,164
MgCl2 MgO 0,423
MgCO3 MgO 0,478
Gegeben Gesucht Faktor
P2O5 P 0,436
P P2O5 2,291
Ca3(PO4)2 P2O5 0,458
P2O5 Ca3(PO4)2 2,185
SO2 S 0,501
SO3 S 0,400
SO4 S 0,334
K2SO4 S 0,184
MgSO4 · H2O S 0,232
MgSO4 · 7H2O S 0,130
CaSO4 S 0,236
(NH4)2SO4 S 0,243
S SO2 1,998
S SO3 2,497
S SO4 2,996
S K2SO4 5,435
S MgSO4 · H2O 4,316
S MgSO4 · 7H2O 7,687
S CaSO4 4,246
S (NH4)2SO4 4,121
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Bei beschränkter N-Düngung und Stickstoffverfügbarkeit - insbesondere in roten Gebieten - können Sie mit dem Biostimulans Nutribio N auf nachhaltige Art Erträge und Qualitäten sichern.

Es fixiert bis zu 30-40 kg/ ha natürlichen Stickstoff und stellt ihn der Pflanze bedarfsorientiert über Blatt und Wurzel bilanzfrei zur Verfügung. Erfahren Sie alles dazu hier!

Checkliste der Erfolgsfaktoren für die Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern in Getreide

Erfolgsfaktoren für die Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern

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Die Wurzel verankert die Pflanzen im Boden und ermöglicht die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Daher sollte eine Förderung des Wurzelsystems in allen pflanzenbaulichen Maßnahmen berücksichtigt werden. Bereits mit der Produktentwicklung von Moddus wurde intensiv der Einfluss auf die Wurzel beobachtet. Umfangreiche Versuche unter kontrollierten Bedingungen sowie im Freiland haben die hohe Kulturverträglichkeit und die positiven Einflüsse von Moddus auf das Wurzelsystem der Pflanze bestätigt.

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1. Kombination von Wirkungsmechanismen

Sie sollten alle verfügbaren Wirkstoffe in Bekämpfungsstrategien einbeziehen. Wechseln Sie wann immer möglich die Wirkmechanismen, denken Sie dabei fruchtfolgeübergreifend. Besonders dringlich erachten wir die Kombination von Wirkmechanismen bei schwer bekämpfbaren Ungräsern (Ackerfuchsschwanz, Weidelgras-Arten).

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2. Ungrasbekämpfung beginnt im Herbst

Um eine Ausweitung bzw. Intensivierung der Herbstbehandlung kommen wir nicht herum. Bei starkem Besatz mit Ackerfuchsschwanz und Weidelgras-Arten können wir uns auf Grund zunehmend multipler Resistenz nicht mehr überall auf die Frühjahrsprodukte verlassen. Und wo sie (noch) sehr gut funktionieren, riskieren wir diese vorteilhafte Situation. Zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz und Weidelgras ist der Einsatz von Bodenherbiziden, vorzugsweise im Vorauflauf, dringend zu empfehlen.

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3. Herbizidstrategien zur Ungrasbekämpfung enden nicht im 2-Blatt-Stadium des Getreides

Bei starkem Besatz mit Ungräsern ist im Herbst bei günstigem Wetter eine Nachbehandlung mit Axial 50® und Traxos® notwendig. Auf Standorten mit schwer bekämpfbaren Ackerfuchsschwanz oder Weidelgras (aufgrund metabolischer Resistenz) empfehlen wir die Anwendung in der Vegetationsruhe. Beide Produkte wirken temperaturunabhängig.

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4. Eigenschaften der Wirkstoffe gezielt ausnutzen

Die Wirkstoffe unterscheiden sich mit Blick auf ihre Ansprüche an die Anwendungsbedingungen (Bodenfeuchte, Temperatur, Licht, Luftfeuchte). Orientieren Sie sich an deren Stärken. Zum Beispiel glänzt Prosulfocarb (Boxer®) mit einer ausgeprägten Aufnahme über das Hypokotyl, Flufenacet (Cadou®1SC) dagegen mit einer sehr guten Dauerwirkung. Eine Kombination dieser Wirkstoffe im Vorauflauf oder frühen Nachauflauf führt zu höheren Wirkungsgraden im Vergleich zu den Einzelprodukten.

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5. Anwendungstechnik perfektionieren

Applizieren Sie robuste Wasseraufwandmengen ≥ 200 - 300 l/ha! Reduzierte Wasseraufwandmengen sind Kompromisse: Entweder Sie müssen Abstriche bei der Wirksamkeit oder beim Abdriftrisiko in Kauf nehmen. Wir sind gefordert, beide Aspekte zu berücksichtigen. Optimieren Sie Düsenwahl, Druck, Wassermenge und Fahrgeschwindigkeit, um das Potenzial der Herbizide auszuschöpfen.

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6. Herbizide können nur ein Baustein sein

Bei Diskussionen um Herbizide und deren optimale Anwendung müssen wir die begleitenden ackerbaulichen Maßnahmen wie Feldhygiene, Fruchtfolgegestaltung inkl. Sommerungen, mechanische Bekämpfung (in den Zwischenvegetationszeiten oder mit dem Striegel in der Kultur) und den Saatzeitpunkt berücksichtigen.

® eingetragene Marke einer Gesellschaft der Syngenta Gruppe

®1 Registrierte Marke der Bayer CropScience

Auflaufverhalten ausgewählter Ungräser und Unkräuter in Getreide

Um Ungräser und Unkräuter im Rahmen eines integrierten Bekämpfungskonzeptes, wie wir es in der 4D-Strategie beschreiben, mit Herbiziden möglichst wirkungsvoll kontrollieren zu können, ist es wichtig die Biologie der wichtigen Arten zu kennen. Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über das Keimverhalten ausgewählter Ungräser und Unkräuter im Jahresverlauf und kann als Hilfestellung für die richtige Terminierung der Herbizidapplikationen dienen.

Auflaufverhalten ausgewählter Ungräser und Unkräuter in Getreide

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G = Keimung ganzjährig, H = Keimung vorwiegend im Herbst, H+F = Keimung im Herbst und Frühjahr

Entwicklungsperiode Hauptkeimzeit in der Mitte (links und rechts geringe Keimung)

Quelle: Verändert nach Zwerger & Ammon, (2003): Unkraut, Ökologie und Bekämpfung. Verlag E. Ulmer, Stuttgart. www.weedscout.com. *abhängig von Bodenzustand und Jahreszeit

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G = Keimung ganzjährig, H = Keimung vorwiegend im Herbst, H+F = Keimung im Herbst und Frühjahr

Entwicklungsperiode Hauptkeimzeit in der Mitte (links und rechts geringe Keimung)

Quelle: Verändert nach Zwerger & Ammon, (2003): Unkraut, Ökologie und Bekämpfung. Verlag E. Ulmer, Stuttgart. www.weedscout.com. *abhängig von Bodenzustand und Jahreszeit

Hintergrundwissen Dormanz:

Per Definition: Dormanz ist das Ausbleiben der Keimung eines lebensfähigen Samens unter Bedingungen, die für die Keimung eigentlich günstig sind.

Primäre Dormanz: vererbt, entsteht während der Samenbildung und -reifung auf der Mutterpflanze ➞ Schutz vor Auswuchs. Brechung der primären Dormanz i. d. R. irreversibel. Primäre Dormanz ist weniger tief, wenn die Abreife bei trockener Witterung, hohen Temperaturen und guter Nährstoffversorgung stattfindet.

Sekundäre Dormanz: nach dem Samenfall durch Umwelteinflüsse induzierte Keimruhe (z. B. Temperatur).

Achtung Ackerfuchsschwanz: Durch Bodenbedeckung treten ausgefallene Samen in eine ausgeprägte sekundäre Dormanz und bilden das Samenpotenzial der nächsten Anbaujahre. Durch z. B. einen Lichtreiz kann die sekundäre Dormanz schließlich wieder gebrochen werden und es kommt zur Keimung.

Bestimmungshilfen der wichtigen Ungräser in Getreide

Die Wahl der richtigen Herbizid-Lösung und der erforderlichen Aufwandmenge ist vor allem bei der Bekämpfung von Ungräsern im Getreide von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Früher Einsatz bodenwirksamer Präparate im Herbst zeigt dabei das höchste Wirkpotenzial. Doch gerade im frühen Entwicklungsstadium (Keimblatt- bis 2-Blatt-Stadium) sind die verschiedenen Ungrasarten nicht leicht zu unterscheiden. Die folgende Bestimmungshilfe soll Ihnen bei der Unterscheidung helfen, um so die richtige Produktwahl treffen zu können.

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Ackerfuchsschwanz

Alopecurus myosuroides

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Ein- bis überjähriges horstbildendes Ährengras, häufig auf feuchten mittleren bis schweren kalkhaltigen Böden. Halme aufrecht, bis 50 cm hoch.

Besonderes Unterscheidungsmerkmal:

Blatthäutchen lang, mit meist unregelmäßiger Zahnung

Keimzeit:

Herbst bis Frühjahr, hauptsächlich Herbst

Samen

8 Tage alt – Keimblatt: zart, korkenzieherartig gewunden, am Grund oft violett, unbehaart

16 Tage alt – Laubblätter: schmale, scharfkantige Blätter ohne Blattöhrchen

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Gemeiner Windhalm

Apera spica-venti

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Meist überjährig, selten einjährig, stark bestockend. Leichte, frische Böden. Kalkmangelanzeiger. Halme aufrecht. Ährchen in großer, lockerer Rispe, Deckspelze rau, begrannt.

Besonderes Unterscheidungsmerkmal:

Blattgrund: Häutchen mittelgroß, tief ausgefranst, keine Öhrchen, Blattscheide unbehaart

Keimzeit:

Vorwiegend Herbst

Samen

10 Tage alt – Keimblätter: zart, korkenzieherartig gewunden

23 Tage alt – Laubblätter: flach, rau, schraubenartig gedreht, unbehaart, kein Blattöhrchen

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Italienisches Raygras

Lolium multiflorum

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Ein- bis zweijährig, Horste bildend, auf nährstoffreichen sandigen Lehmböden. Halme unterhalb des Ährenansatzes glatt. Vielblütige Ährchen mit kurzer Granne, längs zur Achse gestellt, zweireihig.

Besonderes Unterscheidungsmerkmal:
Ährchen längs zur Achse gestellt

Keimzeit:
Frühjahr

Samen

10 Tage alt – Keimblätter: sehr schmal, hellgrün

16 Tage alt – Laubblätter: geriefte Blattspreiten, unbehaart, Unterseite stark glänzend

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Taube Trespe

Bromus sterilis

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Ein- bis überjährig, lockere Horste bildend, auf frischen Böden. Halme aufrecht, kahl, glatt, 20 – 80 cm. Ährchen groß in Rispen, mit langen Rückengrannen.

Besonderes Unterscheidungsmerkmal:
Große, tief gefranste Blatthäutchen

Keimzeit:
Herbst, Frühjahr

Samen

10 Tage alt – Keimblätter: rötliche Blattscheide, links drehend, deutlich genervt

16 Tage alt – Laubblätter: hellgrün bis purpur, behaart, unterseits glänzend, keine Blattöhrchen

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Einjähriges Rispengras

Poa annua

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Ein- bis überjährig, Horste bildend, büschelig wachsend. Liebt schwach feuchte Böden. Verzweigte Halme, an den Knoten oft wurzelschlagend.

Besonderes Unterscheidungsmerkmal:
„Kahnspitze“ der Blätter"

Keimzeit:
Fast ganzjährig

Samen

10 Tage alt – Keimblätter: rötliche Blattscheide, links drehend, deutlich genervt

16 Tage alt – Laubblätter: hellgrün bis purpur, behaart, unterseits glänzend, keine Blattöhrchen

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Mit der Herbizidbehandlung im Herbst bzw. frühen Winter nehmen Sie nicht nur frühzeitig den größten Ungrasdruck von Ihren Feldern und Kulturen. Sie entlasten außerdem auch die Wirkstoffe der ALS- und ACCase-Hemmer, die in den Frühjahrsbehandlungen zum Einsatz kommen.

Hier finden Sie die passenden Herbizide, um frühzeitig höchste Wirkungsgrade zu erzielen und unliebsame Wasser- und Nährstoffkonkurrenten vom Feld zu verbannen:

Applikationstechnik

Maximale Wirkstoffanlagerung an der Zielfläche ist für hohe Bekämpfungserfolge beim Herbizideinsatz unerlässlich. Daher kommt der optimierten Applikationstechnik eine besondere Bedeutung zu. Erfahren Sie im folgenden, wie Sie durch angepasste Düsenwahl, Fahrgeschwindigkeit, Wassermenge und Druckeinstellung Ihre Wirkungsgrade verbessern und das Abdriftrisiko gleichzeitig minimieren können.

Abdrift verhindern durch optimale Applikationstechnik

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Für einen integrierten und umweltschonenden Pflanzenschutz ist es elementar wichtig, jeglichen Austrag von Spritzbrühe aus der Behandlungsfläche weitestgehend zu verhindern. Hierbei stehen natürlich Rückzugsgebiete von Tieren und Pflanzen, wie Feldgehölze, Gräben und Brachen, im Fokus. Zu sensiblen Bereichen gehören aber auch Siedlungsflächen sowie Gemüse- und Bioflächen, bei denen Abdrift zu Ärger und zu einem massiven Imageverlust der Landwirtschaft bzw. zu hohen wirtschaftlichen Schäden führen kann. Mit der heutigen Pflanzenschutzgeräte- und Düsentechnik sind optimale Voraussetzungen vorhanden, um sehr gute biologische Ergebnisse mit sehr abdriftarmer Technik zu realisieren.

Diese Punkte müssen beim Pflanzenschutz beachtet werden:

  • Gebrauchsanleitung der Pflanzenschutzmittel bei der Planung aufmerksam lesen und produktbezogene Auflagen berücksichtigen.

  • Nutzen Sie grundsätzlich nur Düsen, die vom JKI abdriftreduzierend eingestuft sind!

  • Produktbezogene Abstandsauflagen können durch den Einsatz driftreduzierender Düsen reduziert werden.

  • Driftreduzierende Injektordüsen verringern besonders den Ausstoß von sehr kleinen Tropfen < 100 μm. Sie sind die Hauptursache für Abdrift. Sehr kleine, leichte Tropfen schweben im Bestand und können leicht verdriften.

  • Nicht spritzen bei Windgeschwindigkeiten > 5 m/s.

  • Bei Temperaturen über 25°C und oder geringer relativer Luftfeuchtigkeit < 30 % die Maßnahme in den frühen Morgenstunden durchführen, um thermische Abdrift und Verflüchtigung zu vermeiden.

  • Fahrgeschwindigkeiten nicht über 8 km/h, darüber steigt die Abdriftgefahr stark an.

  • Führen Sie den Spritzbalken im richtigen Abstand von 50 cm zur Behandlungsfläche. Schon ein Abstand von 75 cm kann das Abdriftrisiko um 50 –100 % erhöhen!

Solch ein Feintropfenschleier sollte der Vergangenheit angehören

Herbizidapplikation im Herbst – Mit grobtropfigen Düsen Wirkungssicherheit in Getreide steigern!

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Für Herbizide mit dem Wirkstoff Prosulfocarb (Boxer) sind einige Anwendungsbestimmungen zu beachten:

  • Fahrgeschwindigkeit von max. 7,5 km/h nicht überschreiten (NT 146).

  • Auf gesamter Behandlungsfläche nur Düsen mit mindestens 90 % Abdriftminderung einsetzen (NT 145).

  • Wassermenge muss mindestens 300 l/ha betragen (NT 145).

  • Die Windgeschwindigkeit darf bei der Ausbringung des Mittels 3 m/s nicht überschreiten (NT 170).

Diese Anwendungsbestimmungen erscheinen auf den ersten Blick als „lästige Pflicht“.
Versuche zeigen aber, dass sich mit diesen Regeln die stabilsten Wirkungsgrade bei allen
Bodenherbiziden erzielen lassen!
Eine grobtropfige, abdriftarme Applikation hilft also nicht nur, eine Abdrift auf Nachbarflächen und damit
potenziellen Ärger zu vermeiden, sondern sie verbessert Ihren Bekämpfungserfolg.

Abdriftmindernde Additive vs. Düsentechnik: Was bringt mehr?

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Besonders bei der Verwendung von Bodenherbiziden im Vorauflauf oder im frühen Nachauflauf wird im Zusammenhang mit der Vermeidung von Abdrift die Zugabe von abdriftmindernden Additiven zur Spritzbrühe diskutiert. Additive als Zusatzstoffe haben oftmals multifunktionale Eigenschaften. Sie können als Aufnahmebeschleuniger, Spreiter oder Haftmittel fungieren.

Aber können Additive auch die Abdrift verringern?

Um nur die abdriftmindernden Eigenschaften und deren Einflüsse auf das Tropfenspektrum separat zu br untersuchen, wurden in Laborversuchen Tropfenmessungen von Spritzbrühen mit unterschiedlichen Düsentypen und bei unterschiedlichen Druckstufen durchgeführt. Hierzu wurde Boxer als Soloprodukt und in Kombinationen mit verschiedenen Additiven verglichen, denen abdriftmindernde Eigenschaften nachgesagt werden.
Als Düsen wurden Standard-Flachstrahlüdsen ohne Injektortechnik (vom Typ XR oder LU) gegen kompakte Injektordüsen (vom Typ IDKN oder AIXR) gleicher Größe bei 4 verschiedenen Druckstufen getestet.
Über alle 6 geprüften Additive konnte ein relativ einheitlicher Trend festgestellt werden.

1. Standard-Flachstrahhdüsen

Bei Standarddüsen ohne Abdriftminderungsklasse (XR-/ LU-Düsen) ist der Feintropfenanteil extrem hoch. Diese Düsen besitzen daher grundsätzlich ein sehr hohes Abdriftrisiko. Einige Additivzusätze können diesen Feintropfenanteil in unterschiedlicher Ausprägung in den unteren Druckbereichen von 1 bar oder 2 bar leicht reduzieren (Abb.1).

Messungen zu den Effekten von Additiven Standard-Flachstrahldüse „XR 110-06“, 300 l/ha, ohne Driftreduktion

2. Injektordüsen

Abdriftmindernde Injektordüsen (im Beispiel IDK-Düsen) haben bereits einen geringen Feintropfenanteil und sind mit bis zu 90 % Abdriftminderung anerkannt. Der gemessene Feintropfenanteil über alle Varianten ist bei diesem abdriftmindernden Düsentyp deutlich niedriger als in den Vergleichsmessungen in Abb. 1. Die Messungen bei Verwendung einer Injektordüse zeigten keine positiven Effekte durch den Additivzusatz. Injektordüsen haben generell ein gröberes Tropfenspektrum und können so bauartbedingt abdriftreduzierend eingesetzt werden. Abdriftmindernde Additivzusätze führen zu keiner weiteren Verbesserung (Abb. 2).

Messungen zu den Effekten von Additiven Antidriftdüse „IDK 120-06“, 300 l/ha, 50 % – 90 % Driftreduktion

Gesamtergebnis: Abdriftmindernde Düse schlägt Additiv!

Die Wahl einer Injektordüse und die Druckeinstellung für eine hohe Abdriftminderungsklasse bewirken einen größeren Effekt auf die Reduzierung des Feintropfenanteils als die Zugabe eines abdriftmindernden Additives.
Eine 90-% oder 95-%-Düse bei entsprechendem Druck ist folglich dem Zusatz derartiger Beistoffe immer vorzuziehen, um eine effektive und sichere Abdriftminderung zu erzielen.

Empfehlungen (Auswahl) für 90-%- oder 95-%-Düsen in der Vorauflauf- und frühen Nachauflauf-Applikation im Herbst:

Düse 90 % Abdriftminderung 95 % Abdriftminderung Wassermenge l/ha
ID-120-03 (ID3) 2 – 3 bar, 6 km/h - 216 – 240
IDTA 120-03 2 bar, 6 km/h - 200
ID-120-04 (ID3) 2 – 3 bar, 6 km/h - 260 – 310
IDTA 120-04 1,5 bar, 6 km/h - 225
TD HiSpeed 110-04 2 bar, 6 – 8 km/h - 200
AI, AIC 11005 2,5 bar, 7,3 km/h - 300
ID-120-05 (ID3) 2,6 bar, 7,4 km/h - 300
IDTA 120-05 - 1,5 bar, 5 km/h 300
Syngenta 130-05 - 2,0 bar, 6,9 km/h 300
TTI 110 05 2,0 bar, 6,4 km/h - 300