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PEAK

Zuletzt aktualisiert:
21.09.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
004788-00
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Sulfonylharnstoffe
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: B
Formulierung: 
Wasserdispergierbares Granulat
Wirkungsweise: 
Prosulfuron wird rasch aufgenommen und in der Pflanze im Saftstrom (Phloem, Xylem) vorwiegend zu den im Wachstum befindlichen Geweben transportiert.

Der Wirkstoff von PEAK, Prosulfuron, wird vor allem über die grünen Pflanzenteile, aber auch über die Wurzeln der Unkräuter aufgenommen. Daher besitzt er neben einer anfänglichen Kontakt- auch eine Bodenwirkung. Nach der Verteilung in der Pflanze greift der Wirkstoff hemmend in die Aminosäuresynthese ein. Empfindliche Unkräuter reagieren nach der Anwendung von PEAK mit sofortigem Wachstumsstillstand und sterben nach anfänglicher Gelb- oder Rotverfärbung allmählich ab.

Herbizid zur Bekämpfung breitblättriger Unkräuter in Mais im Nachauflaufverfahren

Zulassungsende: 
30.06.2019

Mais

Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeit

20 g/ha

Nach dem Auflaufen, von BBCH 12-17.

Maximal 1

60 Tage

Mischbarkeit

PEAK ist mit vielen Herbiziden im Maisanbau (z.B. CALARIS®, CALLISTO®, DUAL® GOLD, ELUMIS®, GARDO® GOLD, MAIS-BANVEL® WG, MILAGRO® FORTE, Bromoxynil-Herbiziden) mischbar.
Die Mischung mit Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung wird nicht empfohlen, da sie witterungsabhängig zu Schädigungen an der Kulturpflanze führen kann.
Die Anwendung von PEAK in Kombination mit Additiven auf Öl- oder Netzmittelbasis erweitert das Wirkungsspektrum und erhöht die Wirkungssicherheit auf bereits aufgelaufene Unkräuter. Gleiches gilt für öl- oder netzmittelhaltige Mischpartner.
Wegen der Unverträglichkeit des wasserlöslichen Folienbeutels darf PEAK nicht mit Düngesalzen, insbesondere Borsäure-haltigen Produkten, gemischt werden.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr.: 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Benötigte Anzahl wasserlöslicher Folienbeutel der Packung entnehmen und ungeöffnet in den Spritztank geben. Siebeinsatz ggf. herausnehmen, da Einspülen über ein Sieb nicht immer möglich ist.
4. Bei Anwendung in Tankmischung den Folienbeutel mit PEAK zuerst in den Tank geben und erst nach vollständiger Auflösung des wasserlöslichen Folienbeutels den Mischpartner zugeben.
5. Tank mit fehlender Wassermenge auffüllen.
6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Technische Hinweise

Breitblättrige Kulturen (z. B. Rüben, Raps, Sonnenblumen, Leguminosen, verschiedene Gemüsearten) sind sehr empfindlich gegenüber PEAK. Abdrift oder Verwehen von Spritzbrühe auf diese Kulturen oder Flächen, die in Kürze mit diesen Kulturen bestellt werden sollen, ist daher unbedingt zu vermeiden.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von PEAK ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Nachbau

Falls ein vorzeitiger Umbruch mit PEAK behandelter Maisbestände erforderlich wird, können nach vorherigem Pflügen nur Mais, Sorghum-Hirse und Weidelgräser nachgebaut werden. Dabei ist ein Zeitraum von 4 Wochen nach der Applikation einzuhalten.
Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von PEAK (Einsatz vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Hauptkulturen nachgebaut werden.
An noch im Anwendungsjahr nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten sind Schäden möglich. Unter ungünstigen Bedingungen (z.B. sandige, zur Austrocknung neigende Böden, Böden mit geringer biologischer Aktivität, schlechte Bodenstruktur, außerordentliche Sommer- oder Wintertrockenheit, Überlappung) können im Einzelfall Wachstumsbeeinträchtigungen an nachgebauten Zucker- und Futterrüben, Buchweizen, Sonnenblumen, Saatwicke, Luzerne, Kleearten und empfindlichen Gemüsearten (z.B. Fenchel, Kopfsalat, Linsen, Spinat, Mangold, Karotten, Petersilie, Rote Beete, Melone, Brunnenkresse, Chicorée, Endivie, Lauch) auftreten.

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