Vorsicht vor Colletotrichum an Gaultherien
Colletotrichum gloeosporioides verursacht an Gaultherien ein Triebsterben, was unter feucht-warmen Bedingungen sehr schnell zum Ausfall ganzer Pflanzen führen kann.
Dabei verfärben sich zunächst einzelne Triebe fahlgrün, beginnen zu welken und schließlich einzutrocknen. Auf den abgestorbenen Trieben kommt es im unteren Bereich zu schwarz-braunen Läsionen. Auch bildet der Pilz an dieser Pflanze braune Blattflecken mit deutlicher Zonierung aus, an denen sich im späteren Stadium schwarze Fruchtkörper bilden. Wenn die roten Früchte befallen sind, treten dort braune Flecken auf, die sich schnell vergrößern. Die gesamte Beere wird von einer Weichfäule überzogen, trocknet ein und bleibt als Fruchtmumie am Trieb hängen. Die Ausbreitung des Befalls erfolgt u.a. durch Spritzwasser kreisrund im Bestand. Entnehmen Sie die geschädigten Pflanzen großzügig und zeitnah aus dem Bestand!
Schäden durch UV-Strahlung sowie Phytotox können ähnliche Symptome hervorrufen. Nur eine Untersuchung im Labor führt zu einer sicheren Diagnose!
Colletotrichum bei Gaultherien erfordert eine prophylaktische Pflanzenschutzstrategie. Jetzt, zur Beerenbildung, sind regelmäßige Applikationen im 14-tägigen Rhythmus notwendig.
Mit ASKON®, DYNALI® sowie SWITCH® stehen ausreichend Präparate mit vorbeugender und heilender Wirkung zur Verfügung.
Tipp: Eine Applikation mit Spritzbalken sowie Flachstrahlinjektordüsen sorgen für eine zielgerichtete Anwendung und sicheren Schutz.