Kiefernschütte
Kiefernschütte an Pinus banksiana
Die pilzlich bedingte Kiefernschütte an zwei-nadeligen Kiefer-Arten wird durch Lophodermium seditiosum hervorgerufen. Infektionen durch die Sporen des Pilzes finden im August / September nach Niederschlägen statt, die Symptome - Verbräunung der Nadeln und Nadelfall -werden jedoch erst im nächsten Frühjahr sichtbar. Insbesondere bei jungen Bäumen kann die Kiefernschütte zu einem starken Nadelverlust und dadurch bedingten Wachstumseinbußen führen.
Vorbeugend sollten feuchte Standorte und zu dichte Pflanzungen vermieden und optimale Kulturbedingungen gewährleistet werden. Um den Infektionsdruck zu senken, sind abgefallene Nadeln spätestens bis Juni zu entfernen.
Bei starkem Befall ist der Einsatz von Fungiziden in regelmäßigen Abständen von ca. 2 – 3 Wochen zum Zeitpunkt des Sporenfluges ab August erforderlich. Auch andere Pilze wie Diplodia oder Kabatina werden durch diese Behandlungen mit erfasst.
Vorbeugend können kupfer-haltige Mittel wie Coprantol Duo (2,7 kg/ha in 600 l Wasser/h, max. 4 Anwendungen) bzw. Ortiva* (1 l/ha in 600 l Wasser/ha, max. 2 Anwendungen) angewendet werden. Bei ersten Anzeichen von Befall ist das Produkt der Wahl Askon* (1 l/ha in 200 – 1000 l Wasser, max. 1 Anwendung).