Gesunde Traubenreife für hohe Qualität
Sehr frühzeitig wurde in vielen Lagen und Rebsorten bereits der Traubenschluss erreicht. Auch spätere Bestände werden das Stadium bis Ende dieser Woche erreichen.
Trotz der anhaltenden Hitzephase bis Anfang des Monats ist Oidium-Befall verbreitet zu finden. Peronospora-Symptome treten dagegen nur in einzelnen Lagen auf. Dann vor allem an den jungen Trauben, wo sich Feuchtigkeit von der Nacht oder nach Gewitterschauern länger halten konnte.
Jetzt heißt es, am Ball zu bleiben, um gesunde Trauben für eine hohe Erntequalität zu gewährleisten.
Aufgrund der bisherigen Infektionssituation steht der lückenlose Schutz vor Oidium jetzt im Vordergrund.
Wo der zweimalige Einsatz in der Spritzfolge noch nicht ausgeschöpft wurde, empfehlen wir Ihnen jetzt rund um den Traubenschluss gegen den Echten Mehltau noch einmal Dynali mit 0,8 l/ha. Durch die Mischung zweier Wirkstoffe erzielen Sie damit selbst bei hohen Temperaturen eine verträgliche Wirkungssicherheit gegen Oidium und schützen Ihre Reben gleichzeitig vor Schwarzfäule und Rotem Brenner.
Alternativ bzw. im weiteren Verlauf der Reife können Sie auch das langjährig bewährte Topas mit 0,32 l/ha mit seinem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis einsetzen.
Um den Schutz gegen den Falschen Mehltau aufrecht zu erhalten, reicht es jetzt, ein entsprechendes Kontaktmittel zuzusetzen.
Botrytis-Schutz für gefährdete Sorten
Rebsorten, die aufgrund ihrer kompakten Traubenstruktur anfällig für Botrytis sind, sollten Sie jetzt mit dem leistungsstärksten Spezialbotrytizid Switch (0,96 kg/ha) schützen.
Da es in der Phase der Traubenreife bis zur Ernte immer wieder zu länger anhaltenden Regenphasen mit daraus resultierender Fäulnisbildung kommen kann, ist diese Maßnahme grundsätzlich eine Qualitätssicherung für hochwertige Weine.
Weitere Informationen zu den Fungiziden im Wein: Dynali | Topas | Switch
Die biologische Alternative gegen Oidium und Botrytis nach Traubenschluss
Vom Traubenschluss bis zur Lese kann unser biologisches Präparat Taegro (Bacillus amyloliquefaciens, Stamm FZB24) seine Stärken für den Schutz von befallsfreien Anlagen vor Befall mit Oidium und Botrytis ausspielen. Da TAEGRO aufgrund seiner multplen Wirkungsweise kaum resistenzgefährdet und nicht kreuzresistent mit anderen Wirkstoffklassen ist, leistet es auch einen wichtigen Beitrag, die Wirksamkeit der chemisch-synthetischen Fungizide langfristig zu erhalten.
Bei den aktuell sommerlichen Temperaturen können sich die Bakterien nach der Applikation rasch vermehren und das zu schützende Gewebe zügig besiedeln. Durch die sehr kurze Wartezeit von nur einem Tag ermöglicht TAEGRO Schutz eine sehr flexible Lese.
TAEGRO ist mit allen gängigen Produkten im Weinbau problemlos mischbar.
Um eine hohe Wirksamkeit zu erreichen, sollten Sie die Applikation von TAEGRO entweder abends oder morgens durchführen, um Tau oder hohe Luftfeuchte auf den Blättern für eine optimale Aufnahme und Besiedelung zu nutzen. Auf eine gute Benetzung aller zu schützenden Bereiche ist zu achten. Das wird am besten mit driftreduzierter Düsentechnik erzielt, die eine sehr gute Belagsstruktur und Bestandesdurchdringung garantiert, z. B. mit der Injektor-Flachstrahldüse IDK90-015.
Für den vorbeugenden Schutz vor Oidium bis zu Lese setzen Sie TAEGRO mit 185 g/ha mehrfach im Abstand von 7 Tagen ein.
Wenn der Schutz vor Botrytis im Vordergerund steht, beträgt die Aufwandmenge 370 g/ha.