Virusvektorenbekämpfung im Getreide
Ausgangsbefall hoch – Virusvektoren in Getreide bekämpfen
Die auf über 100 Standorten durchgeführten Beprobungen des Syngenta Virusmonitoring zeigen einen sehr hohen Ausgangsbefall in den grünen Brücken sowohl bei BYDV als auch WDV.
Bestände im Auge behalten und Virusvektorenbekämpfung für den Herbst einplanen
Der Zuflug von Blattläusen scheint sich witterungsbedingt verlangsamt zu haben. Dies resultiert in einer aktuell gemäßigten Befallsquote bei BYDV in der Zweitprobe aus den jungen Beständen. Der Ausgangsbefall im Ausfallgetreide war jedoch deutlich höher, daher raten wir Ihnen Ihre Gerstenbestände weiterhin engmaschig zu kontrollieren und bei Erreichen der Schadschwellen gegen Virusvektoren zu behandeln, um unliebsame Überraschungen im Frühjahr zu vermeiden.
Steigende Tendenz zeigt hingegen der Befall mit WDV – aktuell sind über 50% der gezogenen Zweitproben aus der Kultur positiv. Die Zikaden sind also nach wie vor in Bewegung und bringen den Virus in die jungen Weizenbestände. Der Ausgangsbefall in der Erstprobe war mit nahezu 90% exorbitant hoch. Eine Bekämpfung dieses saugenden Insekts ist daher weiterhin sehr sinnvoll.
Grundsätzlich gilt bei der Bekämpfung von Virusvektoren: beim Überschreiten der jeweiligen Schadschwellen in der Kultur, ist eine Behandlung mit Karate Zeon mit 75 ml/ha dringend angezeigt.
Die Karten des Syngenta Virusmonitorings werden wöchentlich mit neuen Ergebnissen ergänzt. Den aktuellen Stand können Sie hier überprüfen.
Blattaktive Herbizidbehandlung im Blick behalten!
Die Bestände entwickeln sich jetzt zügig, die Bodenbehandlungen sollten mittlerweile abgeschlossen sein. Kontrollieren Sie jetzt Ihre Bestände, ob die Behandlung ihre Wirkung zeigt.
Wenn doch noch in größerem Umfang Ungräser auflaufen, empfiehlt sich eine blattaktive Nachbehandlung, die sogenannte „Winterspritzung“.
Hier sind Axial 50 in der Gerste, bzw. Traxos im Weizen optimal geeignet aufgrund der Eigenschaften des Wirkstoffs Pinoxaden.
Alles rund um die „Winterspritzung“ erfahren Sie im Feld-Report Spezial unseres Fachberaters Ralf Becker.