Der Herbizid-Einsatz in Wintergetreide
Mit der Aussaat des Wintergetreides beginnt ein kurzes Zeitfenster für die Anwendung von Bodenherbiziden gegen Ungräser und Unkräuter. Die Herbizide von Syngenta bieten den passenden Baustein für jede Situation.
Boxer – Wirkungsverstärkung gegen Ackerfuchsschwanz. Basiswirkstoff gegen Windhalm, Jährige Rispe und Weidelgras (eigene Erfahrungen)
Broadcast Duo – Komplettlösung gegen Ungräser und Unkräuter
Axial 50 und Traxos – blattaktive Komponente in Spritzstrategien
Checkliste 1: Wirksamkeit der Bodenherbizide optimieren
- Ein gut abgesetztes Saatbett fördert die gleichmäßige Verteilung der Herbizide im Boden. Nach der Saat sollten 3 bis 5 Tage vergehen, bevor Bodenherbzide ausgebracht werden.
- Ist die Bodenstruktur nach der Saat zu grob (Kluten), kann die Walze zum Einsatz kommen, bevor das Bodenherbizid ausgebracht wird.
- Die Bodenherbizide werden überwiegend durch die Wurzel und / oder den Keimspross aufgenommen. Die Größe des Ungrases ist ein absolut kritischer Faktor. Planen Sie die Applikation direkt in den Auflauf der Ungräser (BBCH 07-10, erste Fahrgassen zu erahnen).
- Ideal ist die Herbizidanwendung vor einem Niederschlagsereignis. Alternativ kann die Applikation auch in den frühen Morgenstunden durchgeführt werden – Tau reicht häufig für eine erste Querverteilung der Spritzbrühe aus.
Checkliste 2: Höchste Verträglichkeit für das Getreide sicherstellen
- Wirkstoffmischungen sind notwendig, um Wirkungsbreite und hohe Wirkungsgrade zu realisieren. Die Mischung verschiedener Wirkstoffe kann aber gleichzeitig das Risiko für Unverträglichkeiten (insbesondere Blattaufhellungen) erhöhen. Besondere Vorsicht ist bei CTU, DFF und Picolinafen geboten.
- Das A und O ist die Ablagetiefe des Saatgutes. Das Saatkorn sollte min ~3 cm tief in den Boden gelegt werden, um einen direkten Kontakt mit dem Herbizid zu vermeiden. Erfolgt die Ablage zu flach, steigt das Risiko für Ausdünnung immens an.
- Eine Applikation von Bodenherbiziden unmittelbar vor Starkregen-Ereignissen ist unbedingt zu vermeiden. Ansonsten kann es zur Verlagerung der Wirkstoffe in den Saathorizont kommen – Ausdünnungen sind die Folge.
- Hohe Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperaturen bedeuten Stress für die Kulturpflanze. Wirkstoffe können in solchen Phasen schlechter abgebaut werden, die Folge sind Blattaufhellungen. Bei Nachauflaufanwendungen unbedingt die Temperaturvorhersage beachten.