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Was zum Termin kurz vor Traubenschluss zu beachten ist

Aktuelles Spezialkulturen
20.06.2016

Wilfried Ebinger

Die Rebe befindet sich vor dem Traubenschluss weiterhin in ihrer Hauptwachstumsphase: Die Blattbildung geht weiter, das Stielgerüst streckt sich weiter und das Wachstum der Beeren nimmt zu. Die Behandlungen gegen Oidium und Botrytis sollten rechtzeitig vor dem Schließen der Trauben erfolgen, um das Stielgerüst und hier besonders die Übergangsstellen vom Stielgerüst zu Beere zu benetzen. Planen Sie diese Spritzungen rechtzeitig für Ihren Betrieb. Der Termin ist idealerweise wenn die frühesten Sorten dieses Stadium erreichen.

Zum Termin kurz vor Traubenschluss gilt der Botrytis-Bekämpfung besonderes Augenmerk. Der Erreger ist latent an Blütenresten vorhanden und kann sich über Wachstumsrisse und Verletzungen massiv ausbreiten, speziell bei feucht-warmer Witterung. Eine unterstützende Maßnahme ist die Teilentblätterung, die für eine gute Belüftung sorgt.

Neben Botrytis wird die Bekämpfung von Oidium und Peronospora fortgeführt. Erreger wie Erysiphe necator (Echter Mehltau) können sich in dieser Phase an Blättern, Stielgerüst oder Beeren festsetzen; die noch empfindlichen Beeren müssen durch hochwertige Mehltau-Fungizide geschützt werden.

Meine Produktempfehlungen für Sie:

Gemeinsam kurz vor Traubenschluss

Botrytis-Fungizide mit Nebenwirkungen gegen den schwer zu bekämpfenden Erreger reichen zum Termin kurz vor Traubenschluss nicht aus.

Die Mehltau-Bekämpfung muss auch zum Termin kurz vor Traubenschluss mit hochwertigen Fungiziden durchgeführt werden. Dynali besitzt zu diesem Termin eine Vorzüglichkeit, da es neben Blättern und Beeren auch die Übergangsstellen vom Stielgerüst zur Beere erreicht.

Beide Fungizide ergänzen sich und sind ausgesprochen gut kulturverträglich. Die Kombination von Switch mit Dynali bietet effektive Wirksamkeit auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen durch die rasche Antrocknung und die hohe Regenfestigkeit.

Wirtschaftlichkeit des Botrytizideinsatzes

Jeder Botrytizideinsatz ist kostenintensiv und muss dabei trotzdem wirtschaftlich bleiben. Vielfach wird deshalb eine Traubenzonenbehandlung durchgeführt. Diese Maßnahme rechnet sich allerdings nur, wenn sie mit der entsprechenden Technik (Zweistofftank) in einem Arbeitsgang mit der standardmäßigen Behandlung gegen Peronospora und Echten Mehltau durchgeführt wird. Wird die Traubenzonenbehandlung dagegen mit der Standardtechnik in einer separaten Überfahrt durchgeführt, steigen die Gesamtkosten trotz Einsparung der Mittelmenge aufgrund der doppelten Maschinen- und Arbeitszeitkosten deutlich gegenüber einer kompletten Laubwandbehandlung in nur einem Arbeitsgang an. Rechnen Sie für Ihren Betrieb hier nach.