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Botrytis-Rechner

Die Botrytizidbehandlung wird in der Praxis unterschiedlich durchgeführt: Neben der standardmäßigen Applikation der gesamten Laubwand, zusammen mit Oidium- und Peronospora-Präparaten, gibt es die separate Traubenzonenbehandlung (Einsatz der Standardtechnik mit reduzierter Aufwandmenge) sowie die Zweistoff-Tank-Technik, bei der zwei getrennte Spritzbrühen in einer Überfahrt ausgebracht werden kann.

Die drei Verfahren unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich der verursachten Kosten. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft einen Kostenvergleich: Dabei wurden in der Praxis gängige Größen zur Berechnung verwendet.

In der letzten Spalte der Tabelle haben Sie die Möglichkeit, die Rechnung mit Ihren eigenen Zahlen durchzuführen. Aufgelistet sind die Kosten, die für den speziellen Botrytizideinsatz zusätzlich anfallen. Die Standardbehandlung ist die reguläre Fungizidmaßnahme, es entstehen also keine extra Arbeits- und Maschinenkosten, sondern lediglich die Kosten für das Botrytizid. Als Basis wurde hier das Produkt Switch gewählt, die Arbeitszeit bei der Applikation wurde mit 2 Stunden pro Hektar und die Lohnkosten mit 20 Euro je Hektar veranschlagt.

KostenpunktStandardbehandlungZweistoff-Tank (50%)separate Traubenzonen-behandlung (50%)Rechnen Sie selbst...
Mittelaufwand / ha0,96 kg/ha0,96 kg/ha0,96 kg/ha kg/ha
Preis Botrytizid115,00 €/kg115,00 €/kg115,00 €/kg €/kg
Parzellengröße10000 m210000 m210000 m2 m2
tatsächlicher Mittelaufwand in %100 %50 %50 % %
Mittelkosten110,40 €/ha55,20 €/ha55,20 €/ha €/ha
Geräte- und Maschinenkosten
feste & variable Kosten€/ha40 €/ha€/ha €/ha
feste & variable Schlepperkosten
(25 €/ha; 2 h/ha)
€/ha€/ha50 €/ha €/ha
variable Kosten Sprühgerät
(2 €/h)
€/ha€/ha4 €/ha €/ha
Arbeitskosten
Rüstzeiten zusätzlich
(0,2 h/ha; 20 €/h)
€/ha4 €/ha€/ha €/ha
Lohn Schlepperfahrer
(20 €/h; 2 h/ha)
€/ha€/ha40 €/ha €/ha
Kosten Gesamt110,40 €/ha99,20 €/ha149,20 €/ha €/ha
Sie können hier zwischen einer vereinfachten Ansicht für mobile Endgeräte sowie der kompletten Tabelle in der Webansicht wechseln.
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Beraten ist unsere Mission

Gemeinsam entwickeln wir Ihre optimale Erfolgsstrategie

Die Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern wird immer schwieriger!

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    Resistenzentwicklung

    • Bei Gräsern vor allem ALS- und ACCase-Inhibitoren: von A wie Ackerfuchsschwanz bis W wie Windhalm…
    • Bei Unkräutern vor allem ALS-Inhibitoren: z.B. Klatschmohn
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    Regulatorische Einschränkungen

    • Anzahl verfügbarer Wirkstoffe nimmt ab (Isoproturon, Flupyrsulfuron,…)
    • Anwendungseinschränkungen (z.B. Häufigkeit 1 x in 3 Jahren, Aufwandmengenbegrenzung, Pufferzonen…)
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    Innovationsdefizit

    • Für die nächsten Jahre, vor allem in Bezug auf die chemische Kontrolle der Ungräser
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    Alternative Methoden

    • Zeitaufwendig und/oder kostenintensiv
    • In den Ackerbaukulturen nicht ausreichend entwickelt

Eine konsequente Anti-Resistenz Strategie ist unerlässlich.

Wie schwierig es wird, wenn Pflanzenschutzmittel nicht mehr ausreichend wirken, weil sich flächendeckend Resistenzen ausgebildet haben, zeigt das warnende Beispiel Ackerfuchschwanz in Großbritannien. Hier wurde aufgrund eines lange Zeit sorglosen Umgangs mit den Pflanzenschutzmitteln – zu wenig Wasser im Tank, zu niedrige Aufwandmengen, zu seltene Wirkstoffwechel etc. – eine nachhaltige Leistungsfähigkeit der Wirkstoffe zunichte gemacht.

Auch bei uns ist die Situation mancherorts mittlerweile ähnlich schwierig, es bleibt aber noch die Möglichkeit zu reagieren. Dafür ist allerdings eine konsequente und integrierte Anti-Resistenz-Strategie vonnöten, die alle Aspekte der landwirtschaftlichen Praxis einschließt.

Integrierter Ansatz zur Optimierung der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz – agronomisch und chemisch.

Die folgende Grafik zeigt das Zusammenspiel von ackerbaulichen und chemischen Maßnahmen bei der Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz.

Anzahl Ackerfuchsschwanzähren/m²
graph
Quelle: ADAS Boxworth 2001, gefördert durch DEFRA und Syngenta

Fazit: Ackerbauliche Maßnahmen können die Ungraspopulation um 97% reduzieren. Der Herbizideinsatz optimiert die Ungrasbekämpfung.

Syngenta 4D-Strategie: für integrierte, nachhaltige Ungras- und Unkrautbekämpfung

Created with Sketch. 4 Kultur 3 Produkt- verantwortung 2 Pflanzen- schutz 1 Agronomie 4D Strategie
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Hier klicken und mehr über die Syngenta 4D-Strategie erfahren

1Agronomie

Optimale Ausschöpfung aller vorbeugenden pflanzenbaulichen Maßnahmen, um

  • den Besatz mit Gräsern und Unkräutern zu minimieren
  • die optimale Kulturentwicklung zu unterstützen
Mehr erfahren
2Pflanzenschutz

Basierend auf vier einfachen Regeln für eine effiziente Unkrautbekämpfung und ein gutes Management, hier exemplarisch für Getreide:

  • Mindestens ein wenig resistenzgefährdeter Wirkstoff pro Jahr
  • Zwei unterschiedliche Wirkstoffklassen pro Ungras pro Jahr anwenden
  • Maximal eine Anwendung mit ALS-Hemmer pro Jahr
  • Maximal eine Anwendung mit ACCase-Hemmer pro Jahr
3Produktverantwortung
  • Für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Anwendung von Herbiziden
  • Zum langfristigen Schutz der Wirkung von Herbiziden
4Kultur

Die Syngenta 4D-Strategie sichert die integrierte, nachhaltige Ungras- und Unkrautbekämpfung in allen großen Ackerbau-Kulturen:

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Ackerbauliche Bausteine für eine erfolgreiche Gräserbekämpfung im Herbst

1. Feldhygiene ist wichtig

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  • In Regionen mit hohen Besatzstärken an Ungräsern kommt der Feldhygiene eine große Bedeutung zu. Eine Verschleppung von Samen durch den überbetrieblichen Einsatz von Mähdreschern und Geräten zur Bodenbearbeitung ist unbedingt zu vermeiden.
  • Mähdrescher gut reinigen und befallene Problemflächen nach Möglichkeit zuletzt ernten.

2. Stoppelbearbeitung

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  • Stroh der Vorfrucht gut zerkleinern und gleichmäßig verteilen. Das fördert den einheitlichen Auflauf des Ackerfuchsschwanzes in der Folgekultur. Wichtig ist eine flache Bearbeitung. Werden Ackerfuchsschwanz-Samen hier zu tief vergraben, hemmt dies ihre Keimung. Sie laufen eventuell zu einem späteren Zeitpunkt auf und entkommen somit einer ersten Herbizidbehandlung im Herbst.
  • Mechanische Unkrautbekämpfung nutzen, um die erste Welle noch vor der Aussaat zu bekämpfen.
  • „Scheinbestellung“: Vorbereitung eines Saatbetts ca. 4 Wochen vor Aussaat. Bekämpfung des aufgelaufenen Ackerfuchsschwanzes mit Glyphosat.

3. Angepasste Saattermine und gut abgesetztes Saatbeet

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  • Ackerfuchsschwanz keimt stark von Mitte September bis Mitte Oktober und läuft mit der Getreidekultur auf. Spätere Saattermine reduzieren den Besatz signifikant (siehe Exaktversuch Rheinland-Pfalz).
  • Ein feinkrümeliges, gut abgesetztes und gewalztes Saatbett fördert die Wirkung von Bodenherbiziden.



Hierzu das Fazit aus einem Exaktversuch der amtlichen Beratung Rheinland-Pfalz:

  • Ein 3 Wochen späterer Saattermin konnte den Ausgangsbesatz mit Ackerfuchsschwanz von 2.038 Ähren/m² in der Frühsaat auf 413 Ähren/m² in der Spätsaat reduzieren.
  • Dies führt zu einer deutlich geringeren Rest-Verungrasung nach einer Herbstbehandlung in der Spätsaat und damit zu einem verringerten Selektionsdruck auf die Wirkstoffklassen der ACCase- und ALS-Inhibitoren in der Frühjahrsanwendung.

50 % Wirkungsgrad Frühsaat am 29.09.2015: 2.038 Ähren/m² (Ackerfuchsschwanz)

98 % Wirkungsgrad Spätsaat am 21.10.2018: 413 Ähren/m² (Ackerfuchsschwanz)

4. Die richtige Sortenwahl als wichtiger Faktor im Kampf gegen Ungräser

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In Großbritannien lässt sich Ackerfuchsschwanz aufgrund von flächendeckenden Resistenzen gegen die meisten Wirkstoffgruppen nur noch schwer mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen.
Hier haben sich die Hyvido Hybridgerstensorten von Syngenta als ein erstaunlich effektives Mittel gegen Ackerfuchsschwanz herausgestellt. Aufgrund der überlegenen Konkurrenzstärke von Hyvido kommt es allein durch die richtige Sortenwahl zu einer signifikanten Unterdrückung des Ackerfuchsschwanzes. In Fruchtfolgen wird der Winterweizen bereits teilweise durch Hybridgerste ersetzt.

Mehr zu den leistungsstarken Hyivdo Sorten finden Sie hier.

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Versuchsstandort Dietingen (BW)

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Quelle: Agrarberatung innovative Pflanzenprodukte GbR, Jens Heisrath, 78661 Dietingen Versuch zur Ackerfuchsschwanzunterdrückung 2016/2017; mittlere Saatstärke 270 (Wootan) bzw. 350 (Liniensorte) Körner/m²

Hybridgerste zeigte sich spätsaatverträglicher als die Liniensorte

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Ertragsleistung Wootan: 78.8 dt/ha
Ertragsleistung Liniensorte: 66.4 dt/ha

5. Herbizid-Maßnahmen optimieren

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  • Auf die stärksten Produkte setzen: So bringt z.B. die Kombination der Wirkstoffe Prosulfocarb und Flufenacet sehr hohe Wirkungsgrade gegen Ackerfuchsschwanz.
  • Einsatz von blattaktiven Produkten an die Größe des Ackerfuchsschwanzes (ab dem 3-Blatt-Stadium der Kultur) anpassen.

6. Fruchtfolgen auflockern

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  • Der Einbau von Sommerungen bringt mehr Zeit für ackerbauliche Maßnahmen zur Ackerfuchsschwanz-Unterdrückung und mindert so den Selektionsdruck auf Herbizide.

Informations-SymbolAnsprechpartner Außendienst

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