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Die Syngenta Rebschutzstrategie Empfehlung: Vorbeugend und konsequent zum Erfolg

Aktuelles Spezialkulturen
10.04.2017

Grundsätzlich gilt immer: Orientieren Sie sich mit den Spritzabständen am Wachstum der Rebe, der Witterungslage und dem potentiellen Infektionsrisiko. Nutzen Sie für Ihre Entscheidungen regionale Prognosesysteme und achten Sie auf die Empfehlungen der örtlichen Beratung. Die zahlreich vorhandenen Fungizide erlauben die Grundsätze des Anti-Resistenzmanagements (u.a. Wirkstoffklassenwechsel, nicht zweimal hintereinander Einsatz eines Präparate einer Wirkstoffklasse) gut einzuhalten.

Zu Beginn der Saison sind Behandlungen (Austriebsspritzung + 1. Vorblüte-Spritzung) v.a. schwefelhaltiger Produkte (z.B. Thiovit Jet) sinnvoll. Dadurch erhalten Sie eine Mehltauwirkung. Gegen Peronospora können zu Beginn Kontaktwirkstoffe eingesetzt werden.

Ab der letzten Vorblütespritzung erfolgt der Wechsel auf die Oidium Fungizide (z.B. Dynali) bzw. tiefenwirksamen Peronospora-Fungizide. Der vorbeugende Einsatz im Mehltaufenster ist auch hier die Basis der sicheren Bekämpfung. Der Zusatz von phosphonathaltigen Pflanzenschutzmittel erhöht in der Hauptwachstumsphase den Schutz der zuwachsenden Blätter. Den höchsten, mitwachsenden Beerenschutz liefern tiefenwirksame Mittel. Achten Sie in dieser Phase des rasanten Laubzuwachses besonders darauf, die Mittelmenge anzupassen (Basisaufwand-Multiplikator).

Der Behandlungszeitpunkt kurz vor Traubenschluss ist mit die wichtigste Rebschutzmaßnahme: Setzen Sie hier zuverlässige und verträgliche Produkte gegen Oidium, Peronospora und Botrytis ein. Der termingerechte Einsatz eines Spezialbotrytizids (z.B. Switch) schützt die Trauben von innen heraus über eine lange Zeitdauer. Die zusätzliche Kombination von weinbaulichen und indirekten Maßnahmen (u.a. Entblätterung, später Laubschnitt, mäßige Wüchsigkeit, Lockerung der Traubenstruktur) optimieren den Bekämpfungserfolg.

Ab Reifebeginn schützen Sie Beeren und den empfindlichen Neuwuchs vor Echtem Mehltau durch Einsatz eines systemischen Produkts, z.B. aus der Gruppe der Azole (z.B. Topas) und vor Peronospora durch die Anwendung eines Kontaktfungizids. Für besonders anfällige und kompakte Sorten ist eine weitere Botrytismaßnahme (Abschluss oder Spätbehandlung) einzuplanen.