Resistenzen gegen Herbizide

Wirkstoffschutz ist wichtiger denn je!

Nahaufnahme eines Weizenblatts

Resistenzbildung – ein evolutionärer Prozess

Die Entwicklung von Herbizidresistenz ist ein natürlicher Vorgang. Sie tritt bevorzugt auf, wenn Herbizide gegen Ungräser und Unkräuter mit starker geographischer Verbreitung, massiven Besatzdichten im Acker und hoher Vermehrungsrate eingesetzt werden. Herbizidwirkstoffe, die nur an einem Zielort in der Pflanze angreifen, sind deutlich stärker gefährdet, als Wirkstoffe mit mehreren Ansatzpunkten.

Wie funktioniert Resistenz?

  • Ähre

    Der Wirkstoff gelangt nicht mehr zum Wirkort durch z.B. chemischen Abbau in der Pflanze, beeinträchtigten Transport in der Pflanze oder verminderter Aufnahme in die Pflanze. Der Abbau des Wirkstoffes ist die häufigste Ursache. Ferner geht metabolische Resistenz oft mit Kreuzresistenz einher, d.h. mehr als eine Wirkstoffgruppe wirkt nicht mehr ausreichend.

  • Ähre

    Der Wirkstoff gelangt zum Wirkort, kann dort aber nicht mehr wirken, da sich der Wirkort strukturell verändert hat.

Risikofaktoren für die Entwicklung von Herbizidresistenzen

Resistenzstatus bei Ackerfuchsschwanz und Windhalm

Die aktuelle Resistenzsituation ist für die beiden Leitungräser getrennt zu betrachten

  • Ackerfuchsschwanz

    Die blattaktiven Wirkstoffe aus den Gruppen der ACCase- und ALS-Inhibitoren stehen unter starkem Resistenzdruck. Um die Problematik zu beschreiben, kann das Bundesland Niedersachsen als Beispiel herangezogen werden. Von 408 untersuchten Ackerfuchsschwanz-Proben der Jahre 2007 bis 2015 zeigen knapp 50 % eine ausgeprägte Resistenz gegen ACCase-Inhibitoren und 28 % eine Resistenz gegen ALS-Inhibitoren. Beide oben beschriebenen Resistenzmechanismen wurden gefunden, wobei die metabolische Resistenz im Getreideanbau ein größere Rolle spielt.

  • Windhalm

    Bei Windhalm ist eine Resistenz gegen die Wirkstoffklasse der ALS-Inhibitoren deutlich ausgeprägter im Vergleich zu den ACCase-Inhibitoren. Aktuelle Untersuchungen aus dem Bundesland Hessen beschreiben die Situation recht gut. Von 109 untersuchten Proben konnten lediglich 4 bzw. 12 Proben mit einem Herbizid der Wirkstoffklasse der ALS-Inhibitoren gut kontrolliert werden. Axial 50 aus der Wirkstoffklasse der ACCase-Inhibitoren dagegen konnte 93 Proben mit einem Wirkungsgrad zwischen 90 und 100 % kontrollieren. Auch für Windhalm können beide Resistenzmechanismen beschrieben werden.

Herbizide nachhaltig einsetzen – Wirkstoffe schützen

Anti-Resistenzmanagement mit Axial 50

Um die Wirkungsstärke von Axial 50 zu erhalten und weiterer Resistenzbildung vorzubeugen,
ist es zwingend notwendig, weitere Maßnahmen zu ergreifen.

  • Resistenzentwicklung vermeiden/verzögern:

    Wenn möglich, Wirkstoffgruppen in der Fruchtfolge bewusst wechseln und/oder Kombinationen unterschiedlicher Wirkmechanismen einsetzen.

  • Wirkungsgrade maximieren:

    • Früher bzw. optimaler Einsatzpunkt
    • Optimale Applikationstechnik
    • Leistungsstarke Produkte
    • Hohe Aufwandmenge
  • Pflanzenbau praktizieren:

    • Mechanische Unkrautbekämpfung durch Stoppelbearbeitung
    • Pflugeinsatz in der Fruchtfolge
    • Angepasste Aussaattermine

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