Aktuelles Zuckerrüben

Zweite Fungizidbehandlung in der Zuckerrübe – jetzt umsteuern

Zuckerrüben Feld

Die erste Fungizidapplikation liegt hinter Ihnen. Jetzt entscheidet der zweite Durchgang, ob Ihr Blattapparat bis zur Ernte stabil bleibt. Die aktuellen Temperaturen von >27 °C sind ideal für die Entwicklung von Cercospora, es fehlt nur die Blattnässe. Diese kann durch auftretende Gewitter rasch zu perfekten Bedingungen führen. Behalten Sie Ihre Bestände im Blick und handeln Sie gezielt nach Überschreiten der Schadschwelle. Wer bei der ersten Applikation auf ein alternatives Produkt ohne Strobilurin gesetzt hat, sollte jetzt gezielt den Wirkstoff wechseln und die physiologischen Effekte unter diesen Bedingungen nutzen.

Cercospora bleibt die entscheidende Krankheit – jetzt konsequent handeln

Cercospora beticola ist und bleibt der wirtschaftlich bedeutendste Blatterreger in der Zuckerrübe. Die typischen Blattflecken – helles Zentrum, roter Rand – breiten sich bei über 20 °C und hoher Luftfeuchtigkeit schnell aus und kosten nachweislich Zuckerertrag. Orientieren Sie sich daher weiterhin an den Bekämpfungsrichtwerten:

  • bis 31. Juli – 5 % befallene Blätter
  • bis 15. August – 15 % befallene Blätter
  • nach 15. August – 45 % befallene Blätter
Krankheiten in Zuckerrüben

Wer bei der ersten Behandlung auf ein reines Prothioconazol oder auf ein prothioconazolbetontes Fungizid gesetzt hat, sollte nun einen Wirkstoffwechsel im Sinne des Resistenzmanagements durchführen. Die zweite Applikation ist der richtige Moment, mit Amistar Gold gezielt auf Strobilurin umzusteigen. 

Amistar Gold

Amistar Gold enthält Difenoconazol und Azoxystrobin, die einzige verfügbare Strobilurinquelle in der Zuckerrübe. Es wirkt gegen Cercospora, Echten Mehltau, Ramularia und Rübenrost – und bringt über den Stay-Green-Effekt einen messbaren Mehrwert für die Pflanzengesundheit: 

  • Der Blattapparat bleibt länger grün und funktionsfähig – maximale Assimilationsleistung bis kurz vor der Ernte
  • Die Stresstoleranz der Pflanze gegenüberHitze und Trockenheit wird verbessert
  • Vitalere Bestände bilden mehr Zucker – der Effekt schlägt sich direkt im Rübenmassezuwachs nieder

Rübenrost tritt häufig in der zweiten Saisonhälfte auf, wenn die Bestände dicht sind und die Temperaturen moderat bleiben. Mit Amistar Gold bekämpfen sie die orangefarbenen Pusteln (= die ersten sichtbaren Zeichen des Rübenrosts) erfolgreich.

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Coprantol Duo – Der Kupferbaustein für nachhaltiges Resistenzmanagement

Pflanzenschutzspritze in Zuckerrüben

Kupfer bleibt auch bei der zweiten Applikation ein unverzichtbarer Baustein. Coprantol Duo ergänzt Amistar Gold optimal:

  • Multi-Site-Wirkungsweise – keine Resistenzgefahr, entlastet chemisch-synthetische Wirkstoffe
  • Schnelle Sofortwirkung + ausgeprägte Dauerwirkung – zuverlässiger Schutz auch nach Niederschlägen
  • Staubfreie WG-Formulierung – hervorragendes Mischverhalten mit Amistar Gold und anderen Komponenten

Hinweis zur Kupferauswahl: Entscheidend ist der Reinkupfergehalt, nicht der Produktpreis. Düngerbasierte Kupferpräparate erscheinen günstiger, enthalten meist deutlich weniger Wirkstoff. Coprantol Duo schneidet beim Vergleich je kg Reinkupfer wirtschaftlich stark ab.

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Die Empfehlung für die nächste Behandlung

Zuckerrübe Empfehlung mit Amistar Gold

Die Kombination 1.0 l/ha Amistar Gold + 1.8 kg/ha Coprantol Duo deckt das gesamte Krankheitsspektrum ab – Cercospora, Rübenrost, Echten Mehltau und Ramularia. Der physiologische Stay-Green-Effekt von Azoxystrobin sorgt zusätzlich für vitale Bestände bis zur Ernte.