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Pflanzenschutz in Poinsettien

Aktuelles Zierpflanzen
05.09.2018
Pflanzenschutz in Poinsettien

Botrytis vermeiden

Während im ersten Kulturabschnitt eine höhere Luftfeuchte bewußt erzeugt wurde, um die Pflanzen im Wuchs zu halten, so kann dies jetzt zu Problemen mit Botrytis führen. Gegen Botrytis kann Switch* 1,0 kg/ha bzw. 0,1% eingesetzt werden, solange die Brakteen noch nicht gefärbt sind. Netzmittel optimieren die Verteilung. Rhizoctonia tritt häufig nur in den ersten zwei Kulturmonaten auf und wird ebenfalls mit Switch* sehr gut erfasst.

* genehmigt nach §18a PflSchG. (alt) bzw. Art. 51 Verordnung (EG) Nr. 1107/2009

Wachstumshemmung mit Bonzi

Bis zu 10 Spritzapplikationen pro Jahr mit bis zu 2,5 l/ha Bonzi sind in Poinsettien zugelassen. In der Regel reichen aber wesentlich geringere Aufwandmengen aus. Die Rückstandsbilanz von Bonzi in den Pflanzen fällt auch bei häufigen Anwendungen positiv aus. Rückstandsanalysen von mit Bonzi produzierten verkaufsfertigen Poinsettien ergaben nur sehr geringe bis kaum nachweisbare Rückstände des Wirkstoffes Paclobutrazol.

Anwendungsempfehlung

Die erste Behandlung mit Bonzi findet nach dem Stutzen (✂) statt, wenn der Neuaustrieb ca. 1-2 cm groß ist. Je nach Zuwuchs wird weiterhin ein- bis zweimal wöchentlich Bonzi appliziert. Die Wirkung ist schnell erkennbar und hält mehrere Tage an.

Empfohlene Aufwandmengen von Bonzi je nach Wuchstyp:

  • Schwach – bis mittelstark wachsende Sorten: 0,25 -1,0 l/ha in 1000 - 2000 l Wasser/ha (100 – 200 ml Wasser/m²) = 0,025 - 0,1% bei 100 ml/m² Brühe
  • Starkwachsende Sorten: 0,5 -1,5 l/ha in 1000 – 2000 l Wasser/ha (100 – 200 ml Wasser/m²) = 0,05 - 0,15% bei 100 ml/m² Brühe

Der Brüheaufwand je m² wird an die Pflanzengröße angepasst, um ein Ablaufen ins Substrat zu vermeiden, was zu unerwünschten Hemmwirkungen führen könnte.

Details dazu finden Sie hier: