Wirkung

Die Bedeutung leistungsstarker Windhalm- und Unkrautbekämpfung nimmt zu.

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Die Bedeutung der Windhalmbekämpfung wird immer wichtiger!

Wissenswertes zur Windhalmproblematik

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Der Gemeine Windhalm ist von Europa bis Sibirien verbreitet. Meist ist er auf kalkarmen Böden mit hohem Sandgehalt zu finden.

Durch eine Kalkung des Bodens kann der Windhalm daher zurück gedrängt werden. Windhalm ist auf Ackerflächen oft mit der Kornblume vergesellschaftet, da diese ähnliche Ansprüche hat. Windhalm ist im Vergleich zum Ackerfuchsschwanz eher spätreifend und führt im Getreide wegen der noch feuchten Halme zu Druschproblemen. Zusätzlich wird der Samen beim Drusch stark verbreitet und das Samenpotential des Bodens wird erhöht (10 –15.000 Samen pro Pflanze!). Daher kann Windhalm wegen der Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe und wegen der erhöhten Druschkosten zu immensen Schäden führen.

Auch Windhalm bleibt vor Herbizidresistenzen nicht verschont. Resistenzen haben sich bei Windhalm vorrangig gegenüber den ALS-Hemmern entwickelt, wodurch es zu Wirkungsverlusten kommt, jedoch auch bei PS-II-Hemmer und ACCase-Hemmern.

Steckbrief Windhalm

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  • Gemeiner Windhalm (Apera spica-venti)
  • Sehr lange, tief gefranste Blatthäutchen (weiß-grün)
  • Lockere Rispe, Grannen bis zu 3 x so lang wie die Ähren
  • Kurzlebige Samen, 1-2 Jahre im Boden
  • Meist überjähriges Ungras, Keimung fast ausschließlich im Herbst (ab 3°C)
  • Bevorzugt saure, leichte Böden
  • Wird durch Fruchtfolgen mit einem hohen Anteil Winterungen und pflugloser Bodenbearbeitung begünstigt
  • Ertragsschäden durch Überwachsen der Getreidebestände und Lichtkonkurrenz (bis zu 30 %)

Vergesellschaftete Unkräuter erhöhen Problematik

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Windhalmstandorte mit leichten Böden bieten gute Standortbedingungen für Mischverunkrautung von Kamille, Klatschmohn und Kornblume wodurch ergänzend zum Windhalm der Konkurrenzdruck um Wasser, Licht und Nährstoffe steigt.

Wirkungssicherheit durch Blatt- und Bodenwirkung

Die richtige Wirkstoffkombination für eine starke Bodenwirkung!

Die beiden vorwiegend bodenwirksamen Wirkstoffe Flufenacet und Diflufenican bilden die Basis der Ungras und Unkrautbekämpfung in Getreide und sind sehr kulturverträglich.

Die Wirksamkeit aller bodenaktiven Wirkstoffe kann durch trockene Bedingungen im Herbst eingeschränkt sein, aber nach der Behandlung einsetzender Regen ,,reaktiviert’’ die Wirkstoffe.

Die Aktivität eines Bodenwirkstoffes hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Humus- und Tongehalt
  • Absorption - Desorption
  • Flüchtigkeit
  • Metabolisierung
  • Mobilität und Bodenbearbeitung

Die relevante Zone für die Wirkung von Bodenherbiziden sind die obersten 2 - max. 3 cm des Bodens. Achten sie daher auf ein feines und gut abgesetzes Saatbett, damit die Wirkstoffe gut nachverteilt und an den Ort der Wirkung gelangen können.

Wirkungsgrade gegen Windhalm und Mischverunkrautung

 Flufenacet + DFF
120 + 60 g/ha
Gemeiner Windhalm [6]93%
Ackerfrauen [1]99%
Ausfallraps [4]93%
Windenknöterich [1]96%
Storchschnabel [1]100%
Taubnessel [2]100%
Vogelmiere [3]96%
Ehrenpreis [2]96%
Stiefmütterchen [4]96%
Kletten-Labkraut [1]92%
Kamille [2]94%
Klatschmohn [2]94%

Getreideherbizid-Versuche: Wirkungsspektum von Flufenacet + Diflufenican, Versuchssaison 2019, Standorte Blumberg (BB) / KWS Kosmos, Wittenberg (ST) / KWS Daniello, Wermsdorf (SN) / KWS Quadriga, Haibach (BY) / California, Beidendorf (SH) / WG, Sehnde (NS) / Johnny, Groß Kussewitz (MV) / Tobak, Herbst bzw. Frühjahrsbonitur

Breites Wirkspektrum durch blattaktiven Wirkstoff!

Der in der Packkomponente Trimmer WG enthaltene blattaktive Wirkstoff Tribenuron sorgt für eine extrem breite Unkrautwirkung. Alle Dikotyle wie Klatschmohn, Kamille oder Kornblume werden wirkungsvoll bekämpft.

Blattaktive Wirkstoffe wie Tribenuron sind generell unempfindlicher gegen Bodentrockenheit und zeichnen sich durch eine sofortigen Wachstumsstillstand von Spross und Wurzel aus. Das vollständige Absterben des Unkrauts erfolgt dann in den folgenden Wochen.

Die beste Wirkung zeigt sich bei einem Einsatz gegen kleine, wüchsige Unkräuter, dies spiegelt sich in unserer Einsatzempfehlung von Broadcast Duo wieder.


Wirkungsspektrum

 Broadcast 0,4 l/haTrimmer WG 0,02 kg/haBroadcast Duo 0,4 l/ha + 0,02 kg/ha
Ackerfuchsschwanz
Weidelgras
Windhalm
Jährige Rispe
Ausfallraps
Ehrenpreis
Kamille
Klatschmohn
Klette
Kornblume
Stiefmütterchen
Storchschnabel
Taubnessel
Vogelmiere
Hirtentäschel
A.-Hellerkraut
A.-Vergissmeinnicht
Erdrauch
Wirksamkeit:
sehr gut,
gut,
Teilwirkung,
keine Wirkung,

Wirkungsspektrum

 
Broadcast
0,4 l/ha
Trimmer WG
0,02 kg/ha
Broadcast Duo
0,4 l/ha + 0,02 kg/ha
Ackerfuchsschwanz
Weidelgras
Windhalm
Jährige Rispe
Ausfallraps
Ehrenpreis
Kamille
Klatschmohn
Klette
Kornblume
Stiefmütterchen
Storchschnabel
Taubnessel
Vogelmiere
Hirtentäschel
A.-Hellerkraut
A.-Vergissmeinnicht
Erdrauch
Wirksamkeit:
sehr gut,
gut,
Teilwirkung,
keine Wirkung,

Resistenzvermeidung beim Windhalm

Auch bei Windhalm verstärkt sich die Resistenzproblematik zunehmend:

Quelle: Syngenta Resistenzmonitoring Windhalm, durchgeführt an der TH Bingen, insgesamt 1447 Biotypen analysiert

Durch häufige Verwendung der immer selben Wirkstoffklasse haben sich bei Windhalm vorrangig Resistenzen gegenüber den ALS-Hemmern entwickelt. Hierdurch kommt es zu spürbaren Wirkungsverlusten. Die sogenannten ACCase Hemmer wie Axial 50 oder Axial Komplett sind im Frühjahr wirkungssicherer.
Um die zukünftige Entwicklung von Herbizidresistenz zu vermeiden, sollten Ungräser bereits im Herbst mit wenig resistenzgefährdeten Wirkstoffen (z.B. Flufenacet) kontrolliert werden. Alleinige Frühjahrsbehandlungen mit blattaktiven Wirkstoffen sind oftmals nicht ausreichend.

Windhalm-Versuch (Bisztynek, Polen): Wirkung von Residualherbiziden gegen schwer bekämpfbaren Windhalm, 2017. Unveröffentlicht, TH Bingen.

Syngenta hat im Rahmen der 4D Strategie 4 einfache Prinzipien für einen Einsatz von Herbiziden formuliert, um die Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern nachhaltig zu gestalten:

Produktprofil

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