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Pflanzenschutz in Stauden

Aktuelles Zierpflanzen
01.09.2020

Zur Zeit wird ein breites Sortiment an frühjahrsblühenden Stauden getopft, die für eine Kultur im Gewächshaus oder im Freiland vorgesehen sind. Beispiele sind Lavendel, Saxifraga, Aubrieta und Iberis.

Pythium / Phytophthora häufig als Mischinfektion

In Lavendel und vielen frühjahrsblühenden Stauden, die für eine Kultur im Gewächshaus oder im Freiland vorgesehen sind, können sich verstärkt Pythium und Phytophthora entwickeln, verursacht durch hohe oder stark schwankende emperaturen in Verbindung mit hoher Substratfeuchte.

  • Jungpflanzen, die später im Freiland kultiviert werden, können vor dem Topfen gegen Pythium mit Fonganil Gold 0,013% (Notzulassung gegen Pythium vom 1.6.-28.9.20201) gegossen werden.
  • Im Gewächshaus wird Fonganil Gold nach dem Topfen mit angepasster Brühemenge gegossen. 13 ml Fonganil auf 100 l Wasser (0,013%) mit
    • 50 ml Flüssigkeit/Topf – bei Töpfen mit einem Durchmesser < 9 cm.
    • 100 ml Flüssigkeit/Topf – bei Töpfen mit einem Durchmesser von 10–14 cm

Falscher Mehltau in Stauden

Nach längeren Niederschlagsperioden und bei wechselwarmer Witterung nimmt der Befall von Falschem Mehltau in Stauden zu. Wird eine Fläche neu belegt, sollte dringend auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden. Die Dauersporen vom Falschen Mehltau überdauern in alten Pflanzenresten und können Neubestände infizieren.Mangelernährte Pflanzen sind besonders infektionsgefährdet. Hohe Niederschlagsmengen können zu Nährstoffmangel führen.

Vorbeugende Maßnahmen: Wird eine Fläche neu belegt, sollte dringend auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden. Die Dauersporen vom Falschen Mehltau überdauern in alten Pflanzenresten und können Neubestände infizieren. Mangelernährte Pflanzen sind besonders infektionsgefährdet. Einige Wochen nach dem Topfen, wenn die Pflanzen genügend Blattmasse gebildet haben, kann Revus* (0,6 l/ha in 1000 l Wasser/ha) angewendet werden. Die Wirkung hält einige Wochen an und kann bei Bedarf wiederholt werden.

Botrytisgefahr in dichten Beständen

Schneller Zuwachs und dichter werdende Bestände erhöhen im Herbst die Gefahr von Botrytis. Die Pflanzen trocknen nach Niederschlägen und Wässern von oben nur langsam oder gar nicht mehr ab. Einzelne Triebe schlappen, obwohl der Wurzelballen feucht ist.

Vorbeugende Maßnahmen: Bestände rechtzeitig rücken, morgens wässern, damit die Pflanzen über Tag schnell abtrocknen können. Vor kritischen Witterungsphasen vorbeugend behandeln mit z.B. Switch* 1,0 kg/ha oder Geoxe* WG 0,45 kg/ha. Die Wassermenge ist so zu wählen, dass auch innerhalb der dichten Pflanzen alle Pflanzenteile benetzt werden.

*Genehmigt in Zierpflanzen nach Artikel 51

Details zu Bekämpfungsmaßnahmen in Stauden finden Sie hier: