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Gesunde und kompakte Weihnachtssterne

Aktuelles Zierpflanzen
13.09.2019
Pflanzenschutz in Poinsettien

Botrytis in Poinsettien vermeiden!

Die Gefahr von Botrytis steigt mit zunehmender Bestandsdichte und wechselhafter Witterung mit niedrigen Nachttemperaturen. Der Luftaustauch bei engem Stand ist gering, gute Bedingungen für die Entwicklung von Stängelbotrytis. Gegen Botrytis kann Switch* mit 1,0 kg/ha bzw. 0,1% eingesetzt werden, solange die Brakteen noch nicht gefärbt sind. Netzmittel optimieren die Verteilung. 

Weiße Fliege mit Mainspring bekämpfen 

Weiße Fliegen müssen von Beginn an konsequent kontrolliert und bekämpft werden. Dazu ist ein sorgfältiges Monitoring durch Einsatz gelber Leimtafeln und Kontrolle der unteren Blattseiten unerlässlich. Der zeitige Einsatz von Encarsia formosa kann die ersten auftretenden Weißen Fliegen kontrollieren. Bei stärkerer Populationsentwicklung des Schädlings sollte Mainspring (Wirkstoffgruppe 28 / Diamide) zwei Mal innerhalb von 7 Tagen eingesetzt werden. Dabei ist mit geeigneter Applikationstechnik darauf zu achten, dass die gesamte Blattoberfläche gleichmäßig benetzt wird. Netzmittel, die das Eindringen des Wirkstoffes in das Blatt unterstützen, verstärken die Wirkung. Sollten im Verlauf der Kultur weitere Bekämpfungsmaßnahmen nötig sein, sind diese mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen, z.B. Tafari1, durchzuführen.

Mainspring hat eine sehr gute Wirkung gegen Bemisia tabaci, die Wirkung gegen Trialeurodes vaporariorum hingegen ist vergleichsweise gering. 

Mainspring ist raubmilbenschonend eingestuft und kann auch zusammen mit Schlupfwespen wie Eretmocerus und Encarsia gegen die Weiße Fliege eingesetzt werden. Encarsia-Populationen können nach der Anwendung von Mainspring leicht beeinträchtigt werden, erholen sich aber innerhalb kurzer Zeit wieder und parasitieren den Schädling weiter.

Wachstumshemmung mit Bonzi

Bis zu 10 Spritzapplikationen pro Jahr mit bis zu 2,5 l/ha Bonzi sind in Poinsettien zugelassen. In der Regel reichen aber wesentlich geringere Aufwandmengen aus. Die Rückstandsbilanz von Bonzi in den Pflanzen fällt auch bei häufigen Anwendungen positiv aus. Rückstandsanalysen von mit Bonzi produzierten verkaufsfertigen Poinsettien ergaben nur sehr geringe bis kaum nachweisbare Rückstände des Wirkstoffes Paclobutrazol. 

Anwendungsempfehlung

Die erste Behandlung mit Bonzi findet nach dem Stutzen statt, wenn der Neuaustrieb ca. 1-2 cm groß ist. Je nach Zuwuchs wird weiterhin ein- bis zweimal wöchentlich Bonzi appliziert. Die Wirkung ist schnell erkennbar und hält mehrere Tage an. Um die Brakteengröße nicht zu beeinflussen, sollte Bonzi nach der ersten Kurztagswoche nicht mehr eingesetzt werden! 

Empfohlene Aufwandmengen von Bonzi je nach Wuchstyp: 

  • Schwach – bis mittelstark wachsende Sorten: 0,25 -1,0 l/ha in 1000 - 2000 l Wasser/ha (100 – 200 ml Wasser/m²) = 0,025 - 0,1% bei 100 ml/m² Brühe
  • Starkwachsende Sorten: 0,5 -1,5 l/ha in 1000 – 2000 l Wasser/ha (100 – 200 ml Wasser/m²) = 0,05 - 0,15% bei 100 ml/m² Brühe

Weitere technische Informationen zu Mainspring und Bonzi können Sie hier abrufen:

 


 

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*genehmigt nach §18a PflSchG. (alt) bzw. Art. 51 Verordnung (EG) Nr. 1107/2009. Hinweise zu dieser Anwendung in der Gebrauchsanleitung unbedingt beachten! 1 Aufbrauchfrist von Tafari endet am 30.1.2020.