Aktuelles Mais

Unkrautkontrolle bei eingeschränktem Einsatz von Bodenherbiziden

Maisfeld

Droht einem Erfolgsmodell das Aus?

Dr. Holger Weichert
Dr. Holger Weichert, Syngenta Agro GmbH

Das langjährige Erfolgsmodell für die Unkrautkontrolle im Mais droht an sein Ende zu kommen. Aufgrund des Fehlens neuer herbizider Wirkstoffe und Wirkmechanismen steigt der Druck auf die aktuell zur Verfügung stehenden Herbizide enorm.

Im Maisanbau ist die wirksame Bekämpfung der Unkrautkonkurrenz aufgrund der geringen Konkurrenzkraft der jungen Maispflanze unverzichtbar. Dafür werden bislang standardmäßig breitflächig Herbizide zu einer effektiven und zielgerichteten Kontrolle eingesetzt. Der Herbizideinsatz erfolgt dabei hauptsächlich im frühen Nachauflauf des Maises mit einer Kombination von boden- und blattaktiven Wirkstoffen. Üblicherweise werden mit solchen Kombinationen hohe Wirkungsgrade gegen die wichtigsten Schadhirsen und Unkräuter im Mais erreicht, wodurch nachfolgende herbizide Korrekturmaßnahmen im späteren Nachauflauf oft nur in Ausnahmefällen notwendig sind. Dieses langjährige Erfolgsmodell droht jedoch an sein Ende zu kommen.

Grenzen der aktuellen Unkrautbekämpfungsstrategie

Dies äußert sich insbesondere in Regionen mit einem hohen Anteil von Mais in der Fruchtfolge. Aufgrund zunehmender Resistenzen stößt der Maisanbau in diesen Regionen bereits an seine Grenzen, z. B. gegen ALS-Hemmer, aber auch aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit eines Eintrags von Wirkstoffen ins Grundwasser auf grundwasserempfindlichen Standorten infolge lokaler Übernutzung. Der Eintrag von Wirkstoffen und deren Metabolite in das Grundwasser ist vor allem für Bodenherbizide kritisch.

Vor diesem Hintergrund stehen wesentliche Wirkstoffe für eine effektive Kontrolle nur noch eingeschränkt oder zukünftig nicht mehr zur Verfügung. So wurde bereits im Anbaujahr 2021 die maximale Ausbringmenge des Wirkstoffs Terbuthylazin über die Anwendungsbestimmung NG 362 begrenzt und der langjährige zentrale Bodenwirkstoff S-Metolachlor wird nur noch in der Maissaison 2024 zur Verfügung stehen.

Weitere Einschränkungen sind zu erwarten

Es ist auch davon auszugehen, dass im Zuge der Neubewertungen von Wirkstoffen der Einsatz der Bodenherbizide zukünftig weiter eingeschränkt werden wird. Das gilt insbesondere für Chloracetamide, eine bislang tragende Säule der Hirsedauerwirkung im Mais. Es müssen demnach perspektivisch Strategien mit verringertem Einsatz von Bodenherbiziden entwickelt und in der Praxis etabliert werden. 

Um den reduzierten Einsatz von Bodenherbiziden praxistauglich zu gestalten, sind grundsätzlich zwei Strategien denkbar, die in den vergangenen  Versuchsjahren in Feldversuchen getestet wurden:

  • Ausschließlicher Einsatz von blattwirksamen Herbiziden und gänzlicher Verzicht auf klassische Bodenwirkstoffe
  • Kombination von chemischen und mechanischen Maßnahmen

Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen zu beiden Verfahren werden im Folgenden dargestellt.

Hirse- und Unkrautkontrolle im Mais, ausschließlich mit blattwirksamen Herbiziden ohne Bodenwirkstoffe

Prosulfuron: Für Strategien ohne Bodenwirkstoffe sind blattwirksame Herbizide mit möglichst breiter Wirkung gegen Hirsen und Unkräuter eine wichtige Voraussetzung. Außerdem sollte zusätzlich zur dominierenden Blattwirkung idealerweise auch eine begrenzte Wirkstoffaufnahme über den Boden (Wurzelaufnahme) erfolgen, um die Wirkungssicherheit zu erhöhen und eine höhere Flexibilität beim Einsatztermin zu gewährleisten. Frühere Untersuchungen ergaben, dass der Wirkstoff Prosulfuron durch seine breite und flexible Wirkung gegen Unkräuter über Blatt und Boden ein geeignetes Basisherbizid für derartige Strategien sein kann. Neben seiner breiten Unkrautwirkung zeichnet sich der Wirkstoff Prosulfuron durch seine Wirkungsstärke gegen ausgewiesene Problemunkräuter im Mais (z. B. Knöterich-Arten, Ampfer) und Zwischenfruchtarten (z. B. Senf-Arten, Buchweizen, Ölrettich, Klee-Arten, Phacelia, Ramtillkraut, Sonnenblumen) aus.

Mesotrione: Als geeigneter Herbizidpartner zu Prosulfuron bietet sich unter anderem der Wirkstoff Mesotrione an. Er vervollständigt das Wirkungsspektrum gegen Unkräuter (z. B. Schwarzer Nachtschatten, Gänsefuß-Arten, Melde-Arten) und ergänzt eine Basiswirkung gegen Hirsen (z. B. Hühner- und Fingerhirse). Zusätzlich wird durch Kombination von ALSHemmern mit Triketonen (z. B. Mesotrione) die Ausbreitung von ALS-resistenten Biotypen nachhaltig unterdrückt.

Damit bilden Kombinationen aus Prosulfuron und Mesotrione eine geeignete Wirkstoffbasis für blattaktive Strategien ohne Bodenwirkstoffe. Potenzielle negative Wechselwirkungen zwischen Mesotrione und Prosulfuron auf die Wirkung gegen Schadhirsen (Hühnerhirse, Fingerhirse) wurden im Vorfeld im Gewächshaus geprüft und können ausgeschlossen werden.

Blattaktive Kombinationen im Feldversuch

In der Saison 2023 wurden blattaktive Kombinationen auf Basis von Prosulfuron und Mesotrione in deutschlandweiten Feldversuchen getestet. Dabei wurde Callisto® (100 g/l Mesotrione, SC) als Basisherbizid mit Prosulfuron-haltigen Herbiziden (Casper® = 50 g/kg Prosulfuron + 500 g/kg Dicamba, WG; Spandis® = 40 g/kg Prosulfuron + 100 g/kg Nicosulfuron + 400 g/kg Dicamba; WG) als Tankmischung oder Spritzfolge kombiniert. Die Ergebnisse belegen, dass ausreichende Wirkungsgrade gegen Hirsen, Ungräser und Unkräuter auch mit rein blattwirksamen Herbizidkombinationen grundsätzlich erreichbar sind (Abb. 1).

Kontrolle von Hirsen, Ungräsern und Unkräutern im Mais ohne Bodenwirkstoffe
Abb. 1: Kontrolle von Hirsen, Ungräsern und Unkräutern im Mais ohneBodenwirkstoffe
Standorte: Neukloster (MV), Robertsdorf (MV), Erxleben (ST), Barwedel (NI), Lübbertsfehn (NI), Thiemendorf (TH), Merfeld (NRW), Liebersdorf (BY), Thundorf (BY).
Versuchsjahr 2023, 9 Versuche (DE), Spritzfolge aus Callisto (ca. BBCH 12) und Casper oder Spandis (ca. BBCH 14/15).

Für eine wirkungsvolle Kontrolle von Hirsen und Ungräsern ohne Bodenwirkstoffe ist aber die Einbeziehung eines gräserwirksamen ALS-Hemmers (z. B. Nicosulfuron) zwingend erforderlich. Jedoch sollte der Einsatz von gräserwirksamen ALS-Hemmern niemals prophylaktisch erfolgen, sondern nur bei entsprechender Notwendigkeit, um die Ausbreitung von ALS-resistenten Biotypen zu vermeiden. Da diese weiterhin empfindlich auf Triketone als wenig resistenzgefährdete Wirkstoffgruppe reagieren, ist dies ein weiteres Argument zur Verwendung von Triketonen als Basiswirkstoff in rein blattaktiven Strategien.

Rein blattaktive Herbizidstrategie – Was gilt es zu beachten?

Grundsätzlich müssen im Vergleich zu herkömmlichen Strategien mit Bodenwirkstoffen bei der rein blattaktiven Kontrolle von Hirsen und Unkräutern einige Faktoren beachtet werden:

  • Der Einfluss des Einsatztermins auf den Wirkungserfolg ist bei rein blattaktiven Herbizidmaßnahmen deutlich größer, da ohne Bodenherbizide spätere Aufläufe von Hirsen und Unkräutern nur unzureichend erfasst werden. Das bedeutet, dass im Idealfall blattwirksame Präparate eingesetzt werden, wenn die Schaderreger auflaufen bzw. bereits aufgelaufen sind. Jedoch muss darauf geachtet werden, dass die Hirsen und Unkräuter beim Einsatztermin noch klein sind (allgemein bis maximal drei Blätter). Der optimale Einsatztermin von blattwirksamen Herbiziden muss also situativ in Abhängigkeit von Witterung und Auflauf erfolgen. Eine Orientierung des Einsatztermins am Entwicklungsstadium des Maises funktioniert mit hauptsächlich blattaktiven Produkten nicht.
  • Meist sind beim ausschließlichen Einsatz von blattwirksamen Herbiziden Spritzfolgen wirkungssicherer als Einmalbehandlungen. Durch die sehr begrenzte Dauerwirkung von vorwiegend blattaktiven Wirkstoffen kann mit einer Spritzfolge ein längerer Auflaufzeitraum der Hirsen bzw. Unkräuter abgedeckt und damit die Wirkungssicherheit erhöht werden. Besonders in Wellen auflaufende Schadpflanzen (z. B. Hirsen, Gänsefuß, Nachtschatten) und fortlaufend aus tieferen Bodenschichten auflaufende Tiefkeimer (z. B. Winden-Knöterich) können mit Spritzfolgen deutlich besser kontrolliert werden. Gute Wirkungsergebnisse konnten mit einer Spritzfolge aus Triketon im frühen Nachauflauf (z. B. Callisto zu ca. BBCH 12) gefolgt von einer breit wirksamen blattaktiven Nachlage im späteren Nachauflauf (z. B. Spandis zu ca. BBCH 14/15) erzielt werden (Abb. 1).
  • Wirkungsschwankungen sind bei rein blattaktiven Maßnahmen allgemein im Vergleich zu Varianten mit Bodenwirkstoff deutlich größer, insbesondere wenn witterungsbedingt weitere Auflaufwellen von Hirsen oder Unkräutern nachfolgen. Demzufolge ist eine späte Restverunkrautung in rein blattaktiven Strategien stärker zu erwarten als bei der Einbeziehung von Bodenherbiziden, die jedoch ab Reihenschluss oftmals toleriert werden kann.

Verzicht auf Bodenherbizide ist möglich

Es konnte gezeigt werden, dass eine wirkungsvolle Kontrolle von Hirsen, Ungräsern sowie Unkräutern im Mais auch dann erzielt werden kann, wenn gänzlich auf Bodenherbizide verzichtet wird und ausschließlich blattwirksame Wirkstoffe eingesetzt werden. Darüber hinaus bieten ausschließlich blattwirksame Herbizidstrategien wichtige Vorteile, wie eine geringere Abhängigkeit der Wirkung von der Bodenfeuchte und eine bessere Kontrolle von Problemunkräutern, die von Bodenherbiziden nur unzureichend erfasst werden (z. B. Winden-Knöterich, Winden, Ampfer, Kartoffeldurchwuchs).

Auf Problemstandorten mit besonders hohem Hirse- und Unkrautdruck, der meist in Regionen mit hoher Maisanbaudichte (z. B. Nordwest-Deutschland, Bayern, Baden-Württemberg) anzutreffen ist, kann der Einsatz von Bodenherbiziden aktuell weiterhin noch biologisch notwendig sein. Der im Rahmen der GAP angestrebte Fruchtwechsel sollte jedoch dazu beitragen, dass sich der bislang allgemein starke Druck von angepassten spezifischen Maisunkräutern auch in Mais- Intensivregionen zukünftig tendenziell verringert. Dadurch sollten rein blattaktive Herbizidstrategien perspektivisch auch in diesen Regionen denkbar sein.

Kombination von chemischen und mechanischen Maßnahmen

Die mechanische Unkrautbekämpfung (z. B. Hacke, Striegel) ist eine weitere Möglichkeit, um den Herbizideinsatz zu reduzieren und Wirkstoffe zu entlasten. In mehrjährigen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass mechanische Maßnahmen diesen zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen können.

Mit ausschließlich mechanischen Maßnahmen konnte grundsätzlich keine ausreichende Kontrolle von Hirsen und Unkräutern erzielt werden, selbst bei mehrmaliger Durchführung (Abb. 2). Durch die fehlende Dauerwirkung von mechanischen Maßnahmen ist der Bekämpfungserfolg stark abhängig von den aktuellen Standortbedingungen (Witterung, Bodenart). So waren mindestens zwei und in niederschlagsreichen Versuchsjahren sogar drei oder mehr Hackgänge notwendig. Eine zufriedenstellende Kontrolle der Hirsen und Unkräuter bis zur Maisernte konnte aber in keiner Weise mit ausschließlich mechanischen Maßnahmen erzielt werden. Dementsprechend waren die Erträge deutlich gegenüber chemischen Flächenbehandlungen unterlegen.

Starker Nachauflauf von Hirsen und Unkräutern nach 2-maligem Hacken
Abb. 2: Starker Nachauflauf von Hirsen und Unkräutern nach 2-maligem Hacken (BBCH 12 und 30/31), besonders in den Maisreihen (Standort Stapel, Niedersachsen).

Problemunkräuter und mechanische Unkrautregulierung

Besonders Schadhirsen (z. B. Hühner- und Borstenhirsen) sind aufgrund ihrer Fähigkeit zur Bestockung schwierig rein mechanisch zu bekämpfen. Dadurch können sie schnell wieder austreiben, wenn sie nicht vollständig herausgezogen oder verschüttet werden. Ebenso konnten in Wellen auflaufende Unkräuter (z. B. Gänsefuß, Nachtschatten, Amarant) und ausdauernde Arten (z. B. Winden-Knöterich, Winden, Ampfer, Distel, Quecke) nur unzureichend mechanisch bekämpft werden. Hinzu kommen ökonomische Nachteile (z. B. geringere Flächenleistung, höherer Energieaufwand) sowie ökologische (z. B. Erosionsgefährdung in Hanglagen, Gefährdung der Ackerfauna wie Feldlerche, Kiebitz, Feldhasen).

Mit Kombinationen aus Herbizideinsatz und mechanischer Bekämpfung konnten jedoch akzeptable Wirkungsgrade gegen Hirsen bzw. Unkräuter und signifikant höhere Maiserträge erzielt werden. Dabei wurden mit folgenden Kombinationen die besten Ergebnisse erzielt:

  • Herbizidanwendung nur in der Maisreihe (Bandbehandlung) gefolgt von einer Hackbehandlung zwischen den Reihen (Abb. 3).
  • Herbizide Flächenbehandlung mit reduzierter Aufwandmenge oder mit rein blattaktiven Herbiziden (Einsatztermin entsprechend dem Auflauf der Hirsen bzw. Unkräuter) und nachfolgende Zwischenreihenhacke (Abb. 4 + 5).
Gute Wirkung der chemischen Bandbehandlung
Abb. 3: Gute Wirkung der chemischen Bandbehandlung (1,25 + 0,02 + 1,25 l,kg/ha Elumis® P Dual®, BBCH 12) innerhalb der Maisreihen (witterungsbedingte Nachkeimer). Nachkeimer durch Hacken (BBCH 30/31) zwischen den Reihen möglich (Standort Stapel, Niedersachsen).
Akzeptable Gesamtwirkung durch chemische Flächenbehandlung mit reduzierter Aufwandmenge
Abb. 4: Akzeptable Gesamtwirkung durch chemische Flächenbehandlung mit reduzierter Aufwandmenge (0,75 + 0,012 + 0,75 l,kg/ha Elumis P Dual, 40 % reduziert), gefolgt von Zwischenreihenhacke (BBCH 30/31, Standort Stapel, Niedersachsen).
Wirkungsvolle Unkrautkontrolle durch Flächenbehandlung mit rein blattwirksamen Herbiziden
Abb. 5: Wirkungsvolle Unkrautkontrolle durch Flächenbehandlung mit rein blattwirksamen Herbiziden (1,25 + 0,02 l,kg/ha Elumis P, BBCH 14) und nachfolgender Zwischenreihenhacke (BBCH 30/31, Standort Stapel, Niedersachsen).

Anwendbarkeit in der Praxis

Mit diesen Kombinationen konnte der Herbizideinsatz um ca. 40–50 % reduziert werden, bei meist zufriedenstellendem Bekämpfungserfolg gegen die auftretenden Hirsen und Unkräuter. Der abschließende Hackgang sollte möglichst spät zwischen dem 8-Blatt-Stadium und dem Reihenschluss des Maises erfolgen, um das Risiko einer Wiederverunkrautung zu minimieren. Restverunkrautung durch nachauflaufende Hirsen und Unkräuter, insbesondere zwischen den Reihen, die ausschließlich mechanisch behandelt werden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Jedoch bestätigte sich auch in diesen Versuchen, dass eine späte Restverunkrautung nach dem Reihenschluss keinen signifikanten Einfluss mehr auf den Ertrag ausübt.

Damit wurde in mehrjährigen Versuchen nachgewiesen, dass mechanische Maßnahmen zur Entlastung von Herbiziden, insbesondere von Bodenwirkstoffen, geeignet sind. Durch die begrenzte Wirkungssicherheit aufgrund fehlender Dauerwirkung der mechanischen Unkrautbekämpfung, aber eine Kombination mit Herbizidwirkstoffen zwingend notwendig ist. Auch bei Kombinationen von mechanischer mit chemischer Unkrautbekämpfung ist die richtige Terminierung der Maßnahmen entscheidend für den Bekämpfungserfolg. Zudem muss auch hier eine späte Restverunkrautung toleriert werden.

Fazit

Die Verfügbarkeit von herbiziden Wirkstoffen für eine effektive Unkrautkontrolle im Mais droht zukünftig weiter eingeschränkt zu werden. Vor allem Bodenwirkstoffe mit langer Dauerwirkung stehen unter Druck. Komplettlösungen mit Blatt- und Bodenwirkung, die den Mais mit einer einzigen Überfahrt im frühen Nachauflauf anhaltend ausreichend vom Konkurrenzdruck der Unkräuter frei halten, werden wahrscheinlich bald der Vergangenheit angehören. Es müssen alternative Konzepte zur Unkrautregulierung entwickelt werden, die einen gezielteren und situativen Herbizideinsatz unterstützen. 

In dieser Hinsicht sind der Einsatz von ausschließlich blattwirksamen Herbiziden oder die Kombination von Herbizideinsatz mit mechanischen Maßnahmen mögliche zukünftige Strategien im Mais. Im Vergleich zum konventionellen breitflächigen Einsatz von Herbizidlösungen mit Blatt- und Bodenwirkung müssen aber stärkere Wirkungsschwankungen, eine größere Terminabhängigkeit der Maßnahmen und ein höheres Aufkommen an Restverunkrautung eingeplant werden.

Quelle: mais 02/2024

 

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