Eine zuverlässige Ungras- und Unkrautbekämpfung gehört zu den wichtigen Maßnahmen im Getreideanbau im Herbst. In der Praxis hat sich die Herbizid-Applikation zeitnah nach der Getreidesaat bewährt. Einerseits kann man in diesem frühen Stadium den Grundstein für ein erfolgreiches Anti-Resistenzmanagement bei Gräsern legen, andererseits fördert ein früher Ausschluss von konkurrierenden Gräsern und Unkräutern die Jugendentwicklung des Getreides. Nur ein ungras- und unkrautfreier Bestand ist wirtschaftlich und garantiert die weitere problemlose Durchführung der Pflegemaßnahmen bis hin zur reibungslosen Beerntung.

Sachgerechte Anwendung von Boxer Cadou

Verschiedene wirkstoffabhängige Faktoren, insbesondere des Wirkstoffs Flufenacet, müssen bei der Applikation beachtet werden. Besonders bei der Ackerfuchsschwanzbekämpfung muss die Applikation daher frühzeitig im Vorauflauf oder bis spätestens BBCH 11 durchgeführt werden. Dies garantiert die optimale Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz.

Zu den wirkstoffabhängigen Faktoren zählen:
  • Die Fähigkeit zur Aufnahme über Wurzel/Hypokotyl der Schadpflanzen
  • Die Bindung im Boden
  • Die Geschwindigkeit des Wirkstoffabbaus im Boden
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Hinweise zur sachgerechten Anwendung von Boxer

Jens Luckhard (Leiter Applikationstechnik) und Ralf Brune (BeratungsCenter) fassen die wichtigsten Aspekte für eine sachgerechte Anwendung von Prosulfocarb zusammen:

    • Fahrgeschwindigkeit von max. 7,5 km/h nicht überschreiten (NT 146)
    • Spritzbalken max. 50 cm über der Kultur führen
    • Auf der gesamten Behandlungsfläche nur Düsen mit mindestens 90 % Abdriftminderung einsetzen (NT 145)
    • Wassermenge muss mindestens 300 l/ha betragen (NT 145)
    • Die Windgeschwindigkeit darf bei der Ausbringung des Mittels 3 m/s nicht überschreiten (NT 170)
    • Anwendungen in windärmeren Tageszeiten bewusst planen

Sachgerechte Anwendung des Resistenzbausteins Prosulfocarb

Für die Leistungsfähigkeit herbizider Bodenwirkstoffe wie z. B. Prosulfocarb ist die gleichmäßige Verteilung auf der Bodenoberfläche von entscheidender Bedeutung. Der Vorteil der „Zielfläche“ Boden ist auch, dass Wirkstoffe durch Feuchtigkeit und nachfolgende Niederschläge bis zu einem gewissen Grad nachverteilt werden können. Später keimende Ungräser und Unkräuter werden bei ausreichender Bodenfeuchte dadurch besser erfasst. Für die Wirkungsdauer und -höhe eines Bodenherbizids sind wirkstoffabhängige und umweltbedingte Faktoren verantwortlich.

  • Einfluss der Applikationstechnik auf die Wirkung

    Behandlung mit 3,0 l/ha Boxer + 0,6 l/ha Herold SC am 27.10.2016; Ackerfuchsschwanz: BBCH 09 –11; W-Weizen: BBCH 10 –11; Bonitur: 19.05.2017

  • Moderne Anwendungstechnik zum Schutz von Anwender und Umwelt

    Die sichere und gezielte Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln nimmt seit Jahren einen breiten Raum in der technischen Begleitung unserer Produkte ein. Syngenta unterstützt die ackerbauliche Praxis mit Schulungen zur Applikations- oder auch Beiztechnik zur Einhaltung hoher Standards. Dies schließt auch die Entwicklung spezieller Düsen in Kooperation mit Herstellern ein.

Das mit der Applikationstechnik erzeugte Tropfenspektrum ist dabei so abzustimmen, dass die Tropfen bei einer gleichmäßigen Verteilung rasch den Boden erreichen. Um Abdriftverluste zu vermindern, hat sich die Verwendung abdriftmindernder Düsen mit einem mittleren bis groben Tropfenspektrum bewährt. Eine ausreichende Wirkung ist nur dann gegeben, wenn der Wirkstoff auch da hinkommt, wo er wirken soll.

Versuche mit unterschiedlichen abdriftmindernden Düsen der Größe 05 und 300 l/ha Wasseraufwand zeigen, dass Anwendungen mit 90 % Abdriftminderung ein hervorragendes Wirkungsniveau erzielen, das sogar einer Düseneinstellung von 50 % Abdriftminderung überlegen sein kann (siehe Abbildung). Eine abdriftarme und effiziente Applikation unter Einhaltung der Auflagen von Prosulfocarb hinsichtlich der Abdriftminderung und des Wasseraufwandes ist demnach problemlos möglich.

Unsere Anleitung zum Schlussmachen mit Ackerfuchsschwanz im Herbst

Anleitung zum Schlussmachen mit Ackerfuchsschwanz im Herbst

In Abhängigkeit des Unkrautspektrums bzw. zur Absicherung der Unkrautwirkung des Boxer Cadou SC Packs können z. B. Diflanil 500 SC2, Alliance®3 oder Pendimethalin-haltige Herbizde zugemischt werden. Der Zulassungsumfang der Einzelprodukte ist zu beachten!

  ® Eingetragene Marke einer Syngenta Konzerngesellschaft
®1 Registrierte Markenzeichen der Bayer CropScience
   2 Marke der Plantan GmbH
®3 Eingetragene Marke der Nufarm GmbH

Wirkungsspektrum gegen Gräser und Unkräuter

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