Winterraps im Frühjahr richtig andüngen!
Die Düngeverordnung setzt der Düngung im Winterraps enge Grenzen. Je nachdem wie die Bestände entwickelt sind, sollte die Stickstoffdüngung geplant werden.
Gut entwickelte Bestände können, sobald der Oberboden ausreichend abgetrocknet ist, normal geführt werden. Wenn sich bereits typische N-Mangelsymptome zeigen, sollte diesen mit schnellwirkendem N, z.B. KAS oder ASS, entgegengewirkt werden. Dadurch wird eine zu starke Verzweigung gemindert und die Knospenbildung gefördert.
Auf wassergesättigten Flächen und verdichteten Böden kann es zu einer verzögerten Mineralisation und einer mäßig bis schlechten Wurzelentwicklung kommen. Daher sind diese Flächen und Bestände, die schwach entwickelt sind, gezielt zu düngen. Dafür empfiehlt sich eine starke erste N- und eine ausreichende Schwefelgabe (30-40 kg S/ha), damit die die Stickstoffaufnahme gewährleistet werden kann. Auch weitere Qualitätsparameter werden durch eine gute Schwefelversorgung sichergestellt.
Betriebe, die eine organische Düngung durchführen, sollten damit so früh wie möglich starten. Bei der organischen Düngung werden neben Stickstoff auch weitere Makro- und Mikronährstoffe ausgebracht. Bei einer frühen Ausbringung hat organisch gebundener Stickstoff mehr Zeit zur Umsetzung und damit pflanzenverfügbar zu werden. Es ist aber darauf zu achten, dass eine Düngung bei gefrorenem Boden und Frost nicht erlaubt ist.
Für die Ermittlung der Stickstoff-Düngermenge ist die N-Düngerbedarfsermittlung der Länder zwingend zu beachten!