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Syngenta Kohlhernie-Monitoring mit ersten Ergebnissen

Aktuelles Raps
24.07.2015

Kohlhernie ist kein norddeutsches Problem

Seit dem Frühjahr 2013 führt Syngenta in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock ein bundesweites Kohlhernie-Monitoring durch. Im Rahmen dieses Projektes werden Verdachtsflächen auf Kohlhernie-Befall untersucht. Herr Georg Leufen, technischer Experte für Winterraps erläutert die bisherigen Ergebnisse.

Herr Leufen, welche Ergebnisse haben Sie aus dem Monitoringprogramm erhalten?
Georg Leufen: Deutschlandweit haben wir bisher von etwa 450 Rapsanbauflächen, auf denen ein Kohlhernie-Befall vermutet wurde, Bodenproben genommen. Die Erhebungen fanden in fast allen Bundesländern statt, insbesondere aber in Mecklenburg-Vorpommern (MV), Niedersachsen (NI), Nordrhein-Westfalen (NW) und Schleswig-Holstein (SH). Circa 50% der beprobten Flächen waren mit Kohlhernie befallen. Die Bundesländer unterschieden sich signifikant im Krankheitsvorkommen und in der Befallsstärke. In SH waren 80 % der untersuchten Flächen mit Kohlhernie befallen im Gegensatz hierzu waren ungefähr 50 % der beprobten Flächen in MV, NI und NW mit Kohlhernie befallen. SH wies eine mittlere Befallsstärke von 0,49 auf, während in MV, NI und NW mittlere Befallsstärken von 0,22 bis 0,32 vorlagen.

Welche Faktoren begünstigen einen Kohlhernie-Befall?

Georg Leufen: Der bodenbürtige Parasit Plasmodiophora brassicae vermehrt sich über lebende Wirtspflanzen. Eine enge Rapsfruchtfolge erhöht die Sporenkonzentration im Boden. Unkräuter als Wirtspflanzen spielen bei der Verbreitung auch eine wichtige Rolle. Sogar auf Flächen, auf denen das letzte Mal vor 8 und 10 Jahren beziehungsweise nie Raps angebaut wurde, konnte der Erreger mit hohen Befallsstärken nachgewiesen werden.

Widerstandsfähige Dauersporen bleiben jahrelang keimfähig. Neuere Untersuchungen zeigen, dass bereits bei geringen Sporenkonzentrationen von 103 Sporen pro g Boden Rapsverluste von 60% entstehen können.

Feuchtwarme Bodenverhältnisse zur Aussaat des Winterrapses begünstigen einen Befall. Der stärkste Befall konnte bei mittleren Böden mit einem Sandgehalt von 30-35% und einem niedrigen pH Wert von unter 5,6 nachgewiesen werden. 

Die wichtigste Maßnahme, um den Erreger zu kontrollieren, ist der Anbau von resistenten Rapssorten. Aber auch weite Fruchtfolgen, die Bekämpfung von Ausfallraps und Kruziferen-Unkräutern, sowie nicht zu frühe Saattermine stellen vorbeugende Maßnahmen dar. Eine Verbreitung mit verseuchtem Boden auf angrenzende Flächen sollte durch das strenge Einhalten von Hygienemaßnahmen vermieden werden.

Wie sieht das Angebot an Kohlhernie-resistenten Sorten aus?

Georg Leufen: Auf ungefähr 23 % der Rapsanbaufläche in SH und 7 % der Rapsanbaufläche in MV werden Kohlhernie-resistente Sorten angebaut - Tendenz steigend. So verwundert es nicht, dass auch das Angebot an Hybridsorten mit rassenspezifischer Kohlhernie-Resistenz zunehmend steigt. Allein letztes Jahr hat das Bundessortenamt zwei neue Sorten für dieses Segment zugelassen.

Da alle bisherigen Sorten das gleiche Resistenzgen tragen, sollte der Landwirt bei der Sortenwahl neben der Ertragsleistung insbesondere auf die agronomischen Merkmale der Kohlhernie-resistenten Sorten achten. Hier bieten wir dem Landwirt mit SY Alister eine Sorte an, die aufgrund ihrer Früh- und Spätsaatverträglichkeit, der sehr hohen Standfestigkeit sowie gleichmäßigen Abreife und guten Winterhärte überzeugt. In den Landessortenversuchen 2013 und 2014 in NI, SH und MV war SY Alister die beste Kohlhernie-resistente Sorte in Kornertrag und Marktleistung. 

Landwirte, die ein Kohlernie-Problem haben, können vertrauensvoll auf SY Alister,den Marktfüher im Kohlhernie-Segment, setzen.

Herr Leufen vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen:

SY Alister

Syngenta Kohlhernie-Monitoring 2015 in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock, Arbeitsgruppe Phytomedizin