Isabell Rzeznik-Koldert im Interview: Engagement, Vielfalt und Verantwortung
Von der Ausbildung zur Vorsitzenden des Betriebsrats: Isabell hat seit 1997 viele Stationen bei Syngenta durchlaufen. Im Interview spricht sie über ihren abwechslungsreichen Alltag, warum sie Polnisch gelernt hat, ihre Leidenschaft für Engagement und was sie sich für die Zukunft des Unternehmens wünscht.
Zunächst ein Blick zurück: Seit wann arbeitest du bei Syngenta, Isabell?
„Ich habe 1997 eine Ausbildung als Landwirtschaftlich Technische Assistentin (LTA) bei Syngenta begonnen und war dann viele Jahre im Raps tätig – auf dem Feld und im Gewächshaus. Seit 2024 gehöre ich zum Processing-Team.“
Und wenn du uns jetzt einmal einen ganz „normalen“ Arbeitsalltag beschreiben müsstest? Wie sieht der aus bei dir?
"Sehr abwechslungsreich. Ich bin immer unterwegs zwischen meinem Büro, unseren Hallen und anderen Orten auf dem Betriebsgelände. Morgens erstmal Laptop an, dann runter in die Hallen – Vorbereitungen treffen, die Auszubildenden und Saisonkräfte einteilen, Meetings vorbereiten, Dokumente bearbeiten – es passiert immer sehr viel.“
Isabell Rzeznik-Koldert arbeitet seit über 25 Jahren für Syngenta am Standort Bad Salzuflen
Saisonkräfte scheinen mir ein gutes Stichwort – du hast vor einiger Zeit Polnisch gelernt. Deine Motivation?
„Ja, das stimmt. Ich habe zu Beginn meiner Ausbildung durch unsere polnischen Saisonkräfte die ersten Kontakte zur polnischen Sprache gehabt. Da dachte ich mir, wieso nicht einfach Polnisch lernen? Ich mag Sprachen generell und sehe so die Möglichkeit, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Mittlerweile spreche ich Polnisch sehr gut und bin seit 2003 auch mit einem Polen verheiratet. Er war seinerzeit als Student hier am Standort.
Seit Mai 2022 bist du neben deinem Beruf auch im Betriebsrat tätig, inzwischen als Vorsitzende. Was hat dich dazu bewegt?
„Es entspricht einfach meinem Naturell, mich zu engagieren, mich für andere einzusetzen. Und das lässt sich im Betriebsrat teilweise umsetzen, weshalb ich damals dachte, Isabell, diese Herausforderung nimmst du an. In der Tat bemühen wir uns, mit Human Resources und der Geschäftsführung sehr lösungsorientiert zu arbeiten. Aktuell setzt sich unser Betriebsrat aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen zusammen, was wirklich toll ist. Natürlich waren Themen wie Umstrukturierung in den letzten Jahren nicht immer einfach, aber auch die waren geprägt von einem konstruktiven Miteinander.“
Isabell Rzeznik-Koldert gibt ihr Fachwissen gerne weiter
Das heißt, du würdest im kommenden Jahr nochmals kandidieren?
„Ich weiß es noch nicht wirklich, spüre aber durchaus eine positive Tendenz in mir.“
Jetzt bist du als Betriebsrätin und als Technician im Processing am Standort in Bad Salzuflen. Was ist das Besondere an diesem Standort?
„Die Vielfalt ist besonders – hier gibt es diverse Bereiche wie etwa Production & Supply oder Research & Development, aber auch Commercial sowie Auszubildende, Saisonkräfte und Mitarbeitende aus den verschiedensten Ländern. Viele Kollegen und Kolleginnen sind schon lange Jahre dabei. Ich mag die Mischung aus jung und alt!“
Das hört sich nach einem tollen Arbeitsumfeld an. Was sagst du? Was bedeutet Syngenta für dich? In drei Worten?
„Abwechslung. Herausforderung. Verantwortung.“
Der Syngenta Standort Bad Salzuflen hat für Isabell Rzeznik-Koldert etwas ganz Besonderes
Isabell, abschließend der Blick nach vorne: Was wünscht du dem Unternehmen für die nächsten 25 Jahre?
„Ich wünsche uns, dass wieder mehr Stabilität in unser Arbeitsumfeld kommt, dass wir zu mehr Ruhe finden und nicht in diesem Tempo der Veränderungen weitermachen müssen. Für jeden Einzelnen hier wünsche ich mir, dass Ängste und Sorgen weniger werden und natürlich, dass wir auch weiterhin partnerschaftlich mit unseren Landwirten zusammenarbeiten können. Letztlich wünsche ich mir, dass Syngenta an diesem lebendigen, vielfältigen und besonderen Standort Bad Salzuflen festhält.“