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Tafari

TAFARI

Zuletzt aktualisiert:
21.09.2018

Insektizid

Zulassungsnummer: 
005223-60
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Pyridin-Azomethine
Wirkmechanismus: 
IRAC-Gruppe: 9B
Formulierung: 
Wasserdispergierbares Granulat
Wirkungsweise: 
TAFARI ist ein Insektizid mit einer spezifischen Kontakt- und Fraßgiftwirkung gegen Blattläuse und Weiße Fliegen.

Der Wirkstoff Pymetrozin dringt in das pflanzliche Gewebe ein und wird systemisch mit dem Saftstrom in der Pflanze, auch in den Neuzuwachs, verteilt. Aufgrund der translaminaren Aktivität von TAFARI werden auch versteckt sitzende Saugschädlinge sicher erfasst. Blattläuse stellen nach Aufnahme von TAFARI umgehend ihre Saugtätigkeit ein. Die Honigtauproduktion wird ebenfalls rasch eingestellt. Dennoch können die Saugschädlinge in den ersten Tagen nach der Behandlung noch am Leben bleiben, da sie aufgrund der speziellen Wirkungsweise verzögert absterben. Zu einer Vermehrung und Verbreitung kommt es nach Behandlung jedoch nicht mehr. Bei Blattläusen und Weißen Fliegen beschleunigen Temperaturen über 18 °C das Absterben deutlich.
Der Wirkmechanismus von TAFARI unterscheidet sich von dem aller bisher bekannten Insektizide und erfasst daher auch Schädlinge, die gegen bisher angewendete Wirkstoffe aus anderen Wirkstoffgruppen resistent sind.

Insektizid zur Bekämpfung von Blattläusen und Weißen Fliegen in Zierpflanzen.

Zierpflanzen (Freiland und Gewächshaus)

Blattläuse
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

bis 50 cm Höhe: 2,4 g/100 m²
50 - 125 cm Höhe: 3,6 g/100 m²
über 125 cm Höhe: 4,8 g/100 m²
(dies entspricht einer Anwendungskonzentration von 0,04%)
Maximale Aufwandmenge pro ha nicht überschreiten.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.

Maximal 3 Anwendungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen.

-

WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Weiße Fliegen (Mottenschildläuse)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

bis 50 cm Höhe: 3,6 g/100 m²
50 - 125 cm Höhe: 5,4 g/100 m²
über 125 cm Höhe: 7,2 g/100 m²
(dies entspricht einer Anwendungskonzentration von 0,06%).
Maximale Aufwandmenge pro ha nicht überschreiten.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen.

Maximal 3 Anwendungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen.

-

WW764: Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel im Wechsel mit anderen Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.

Mischbarkeit

Im Zierpflanzenbau ist TAFARI mischbar mit Insektiziden (z.B. PIRIMOR®-GRANULAT, VERTIMEC PRO) und Fungiziden (z.B. ORTIVA).
Mischpartner in fester Form werden als Erstes in den Tank gegeben.
Mischungen mit borhaltigen Blattdüngern sind möglich.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Entsprechende Menge des Produktes kontinuierlich zugeben. Beim Abmessen der Produktmenge mittels Messbecher kann es durch veränderliche Schüttdichten zu Abweichungen kommen. Es wird empfohlen zur Kontrolle eine Waage einzusetzen.
4. Granulate bei laufendem Rührwerk auflösen lassen. Bei Anwendung in Tankmischung mit anderen Produkten, den Mischpartner erst nach vollständiger Dispergierung des Granulates hinzufügen.
5. Tank mit Wasser auffüllen.
6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von TAFARI ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Pflanzen zu achten.
Die Wassermenge ist an die Entwicklung der jeweiligen Kultur so anzupassen, dass eine gute, gleichmäßige Benetzung der Pflanzen erreicht wird. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmengen (Zierpflanzen): 600-1200 l/ha

Nachbau

Nach dem Einsatz von TAFARI können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

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