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REGLONE

Zuletzt aktualisiert:
15.11.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
050287-00
Gebindegröße: 
4 x 5 Liter, 20 Liter
Zusammensetzung: 
Chemische Familie:
Bipyridilium-Derivate
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: D
Formulierung: 
Wasserlösliches Konzentrat
Wirkungsweise: 
REGLONE mit dem Wirkstoff Deiquat aus der Gruppe der Bipyridyle ist ein rasch wirkendes Kontaktherbizid, das zur Abreifebeschleunigung, zur Krautabtötung und zum Hopfenputzen eingesetzt werden kann.

Schon wenige Minuten nach der Anwendung wird REGLONE über das grüne Pflanzengewebe aufgenommen. Die Symptome an der Pflanze (Welkeerscheinungen, Nekrosen) treten bereits innerhalb weniger Stunden auf.

Kontaktherbizid zur Abreifebeschleunigung und Krautabtötung in verschiedenen Kulturen.

Zulassungsende: 
30.06.2019

Ackerbohne, Futtererbse

Sikkation in Beständen zur Futter- und Saatguterzeugung
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

3 l/ha

zur Spätanwendung vor der Ernte (ab BBCH 89).

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Ackerbohnen behandeln, wenn die Hülsen schwarz, die Samen hart, die Stängel aber noch grün sind. Futtererbsen behandeln, wenn die Hülsen gelblich, Samen dunkel, aber noch plastisch sind. Vor der Behandlung von Beständen zur Saatguterzeugung muss die Embryonalentwicklung bis zur Keimfähigkeit abgeschlossen sein (Vollreife), da keine Nachreife stattfindet. Die Ernte ist etwa 5-10 Tage nach der Behandlung möglich. Keimproben nur in Erde oder nach Waschung in Ton- oder Kohleaufschwemmung durchführen, da sonst Verfälschungen der Ergebnisse durch anhaftende Rückstände möglich sind.

Hopfen

Hopfenputzen einschließlich Unkrautbekämpfung
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

5 l/ha

Spritzen als Reihenbehandlung ab Erreichen der Gerüsthöhe.
Auf den Bifängen (ca. 1/3 der Fläche) liegt die Aufwandmenge bei 5 l/ha.
Berechnungsbeispiel:
In einem Hopfengarten (1 ha) soll 1/3 der Fläche behandelt werden. Es werden 1,67 l REGLONE in 500 l Wasser angesetzt. Auf den Bifängen beträgt die Aufwandmenge dann 5 l REGLONE in 1500 l Wasser. Das Mittel besitzt keine nachhaltige Wirkung.

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Anwendung nur in der Zeit vom 01. Juli bis 31. August.

Kartoffel (Speise-, Wirtschafts- und Industriekartoffeln ausgenommen Pflanzgut)

Krautabtötung
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

2,5 l/ha

Spritzen vor der Ernte.

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Jede mechanische oder chemische Krautbeseitigung stellt einen Eingriff in die Physiologie des Wachstums der Kartoffel dar und wird um so eher zu Störungen führen, je früher sie vorgenommen wird, d. h. je unreifer die Kartoffel ist. Deshalb nicht spritzen, ehe die physiologische Reife der Knollen erreicht ist, sonst sind Stoffwechselstörungen möglich. Verfärbungen des Gefäßbündelringes können auftreten, wenn bei starkem Feuchtigkeitsdefizit die Blätter welk herunterhängen. Deshalb nicht bei Trockenheit auf welkes Laub spritzen. Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit und sehr trockenen Böden sollte bis zur Beseitigung des Bodenwasserdefizits durch Regen oder Beregnung mit der Krautbeseitigung gewartet werden. Während die besten Ergebnisse bei der REGLONE-Anwendung zur Krautbeseitigung der Kartoffel normalerweise bei Spritzungen spät nachmittags oder abends erzielt werden, kann es ratsam sein, die Spritzung bei großer Trockenheit in die frühen Morgenstunden zu verlegen, um den Pflanzen die Möglichkeit zu geben, das Wasserdefizit über Nacht zu verkleinern oder abzubauen. Keine Anwendung auf taunasse Bestände, um ein Ablaufen der Spritzbrühe von den Blättern zu vermeiden! Bei völlig abgestorbenem Kraut kann etwa 10-20 Tage nach der Spritzung oder auch später gerodet werden. Vor der Ernte sollte auf jeden Fall die Schalenfestigkeit überprüft werden. Je nach Witterung, Sorte usw. kann es auch 5 Wochen dauern, bis die Knollen eine ausreichende Schalenfestigkeit erreicht haben. Gelegentliche Schäden an Knollen nach Frührodung sind physiologisch bedingt und nicht auf REGLONE zurückzuführen.

Kartoffel (ln Beständen zur Pflanzguterzeugung)

Krautabtötung
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

5 l/ha oder Splitting in 2 x 2,5 l/ha

Spritzen vor der Ernte.

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Aussortiertes Erntegut darf für Lebens- und Futtermittelzwecke verwendet werden. Pflanzkartoffeln werden, sobald die physiologische Reife (Farbumschlag von blaugrün auf gelbgrün) erreicht ist, mit 5 l/ha REGLONE behandelt. Amtliche Termine und Zulassungsbestimmungen sind zu beachten. Bei sehr dichten Beständen Aufwandmenge von 5 l/ha splitten und statt dessen im Abstand von 3 Tagen zweimal 2,5 l/ha spritzen. (Siehe weitere Hinweise unter "Kartoffeln, ausgenommen Pflanzgut")

Lein, Phacelia, Ölrettich, Futterleguminosen (Wicken, Serradella, Lupine- , Klee- und Luzerne-Arten)

Sikkation in Beständen zur Saatguterzeugung
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

3 l/ha

zur Spätanwendung vor der Ernte (ab BBCH 89).

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Anwendung nur in Beständen, die der Saatguterzeugung dienen. Klee und Luzerne behandeln, wenn die Hülsen bräunlich und die Körner gefärbt sind. Vor der Behandlung muss die Embryonalentwicklung bis zur Keimfähigkeit abgeschlossen sein (Vollreife), da keine Nachreife stattfindet. Die Ernte ist etwa 5-10 Tage, bei Klee und Luzerne 7-10 Tage nach der Behandlung möglich. Keimproben nur in Erde oder nach Waschung in Ton- oder Kohleaufschwemmung durchführen, da sonst Verfälschungen der Ergebnisse durch anhaftende Rückstände möglich sind. Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.

Sommerraps, Winterraps

Sikkation
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Sommerraps 3 l/ha, Winterraps 2 l/ha

zur Spätanwendung vor der Ernte (ab BBCH 89).

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Raps spritzen, wenn die Schoten gelblich und die Körner dunkel, aber noch plastisch sind. Vor der Behandlung von Beständen zur Saatguterzeugung muss die Embryonalentwicklung bis zur Keimfähigkeit abgeschlossen sein (Vollreife), da keine Nachreife stattfindet. Die Ernte ist etwa 5-10 Tage nach der Behandlung möglich. Keimproben nur in Erde oder nach Waschung in Ton- oder Kohleaufschwemmung durchführen, da sonst Verfälschungen der Ergebnisse durch anhaftende Rückstände möglich sind.

Mischbarkeit

Ernteerleichterung von Kartoffeln:
REGLONE ist mischbar mit Fungiziden (z.B. SHIRLAN®). Mischungen mit Ölen oder Netzmitteln sind in Kartoffeln nicht möglich.
Abreifebeschleunigung von Raps und Futterleguminosen: REGLONE ist mischbar mit Ölen oder Netzmitteln.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind unbedingt zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von REGLONE ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Pflanzen zu achten.
Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

Wartezeiten

Sommerraps, Winterraps, Ackerbohne, Futtererbse: 5 Tage
Kartoffel: 10 Tage
Hopfen: 14 Tage
Saatguterzeugung bei Futterleguminosen, Lein, Phacelia, Serradella, Ölrettich: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: in Ackerbau-Kulturen 400-800 l/ha, zum Hopfenputzen 1200-1800 l je ha tatsächlich behandelter Fläche [Bifang] (entspricht ca. 400-600 l je ha Hopfen einschl. unbehandelter Flächen zwischen den Bifängen).

Nachbau

Nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von REGLONE können alle Kulturen (auch nach vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

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