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THIOVIT JET

Zuletzt aktualisiert:
21.09.2018

Fungizid

Zulassungsnummer: 
050498-00
Gebindegröße: 
25 kg
Zusammensetzung: 
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: multi-site contact activity (M2)
Formulierung: 
Wasserdispergierbares Granulat
Wirkungsweise: 
Die Wirkung ist protektiv, das Produkt muss daher vor oder zum Infektionsbeginn eingesetzt werden.

Durch die Applikation von THIOVIT JET wird die Blattoberfläche mit einem Schutzbelag versehen, der die Keimung von Pilzsporen (Echter Mehltau, Schorf) reduziert bzw. verhindert.

Fungizid zur vorbeugenden Bekämpfung von pilzlichen Krankheiten an verschiedenen Kulturpflanzen

Arzneipflanzen, Gewürzkräuter, Teekräuter (Samen- und Fruchtnutzung)

Echte Mehltaupilze, pilzliche Doldenerkrankungen (nur zur Befallsminderung)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

3 kg/ha in 400 bis 600 l Wasser/ha

Entwicklungsstadium BBCH 69 bis 71, bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal 3 Behandlungen im Abstand von 7 bis 10 Tagen pro Jahr.

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In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.

Eiche (Sämlinge und Jungpflanzen im Forst)

Echter Mehltau (Microsphaera alphitoides)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,2 kg/ha in 200 - 600 l Wasser/ha.

Frühjahr bis Sommer. Nach dem Austrieb.

Maximal drei Anwendungen im Abstand von 10 - 14 Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Erbse (Gemüsebau, Freiland)

Echter Mehltau (Erysiphe pisi)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 kg/ha in 600 l Wasser/ha.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal drei Anwendungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Gurke (Gemüsebau, Freiland)

Echter Mehltau (Sphaerotheca fuliginea), Echter Mehltau (Erysiphe cichoracearum)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 kg/ha in 600 l Wasser/ha.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal sechs Anwendungen im Abstand von mindestens fünf Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Hopfen

Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

bis BBCH 37: 5,6 kg/ha
bis BBCH 55: 8,4 kg/ha
über BBCH 55: 12,5 kg/ha
Pro Vegetationsperiode maximal 70,6 kg/ha Mittel.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Ab Entwicklungsstadium BBCH 31.

Maximal acht Anwendungen im Abstand von mindestens sechs Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Spritzen oder sprühen.

Kernobst (Obstbau, Freiland)

Echte Mehltaupilze (mit befallsmindernder Wirkung gegen Spinnmilben)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Vor der Blüte: 3,5 kg/ha und je 1 m Kronenhöhe in maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe. Nach der Blüte: 2 kg/ha und je m Kronenhöhe in maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe. Mittelaufwand vor der Blüte von 3,5 abfallend auf 2,5 kg/ha und je m Kronenhöhe, nach der Blüte von 2,0 abfallend auf 1,0 kg/ha und je m Kronenhöhe. Spritzen oder sprühen.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Insgesamt maximal 14 Anwendungen im Abstand von mindestens sieben Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Berostung bei empfindlichen Sorten möglich. Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.
Schorf (Venturia spp.; mit befallsmindernder Wirkung gegen Spinnmilben)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Vor der Blüte: 3,5 kg/ha und je 1 m Kronenhöhe in maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe. Nach der Blüte: 2 kg/ha und je m Kronenhöhe in maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe. Mittelaufwand vor der Blüte von 3,5 abfallend auf 2,5 kg/ha und je m Kronenhöhe, nach der Blüte von 2,0 abfallend auf 1,0 kg/ha und je m Kronenhöhe. Spritzen oder sprühen.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Insgesamt maximal 14 Anwendungen im Abstand von mindestens sieben Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Berostung bei empfindlichen Sorten möglich. Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.

Stachelbeere (Freiland)

Amerikanischer Mehltau (Sphaerotheca mors-uvae)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Vor Austrieb 5,0 kg/ha in 1000 l Wasser/ha.
Nach Austrieb 4,0 kg/ha in 1000 l Wasser/ha.
Spritzen oder sprühen.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal sechs Anwendungen im Abstand von mindestens sieben Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Bei Sonneneinstrahlung können nach der Anwendung Schäden an den Kulturpflanzen auftreten.

Weinrebe (Nutzung als Tafel- und Keltertraube)

Echter Mehltau (Uncinula necator)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Aufwandmengen gegen Echten Mehltau: ES 09: 3,6 kg/ha in maximal 400 l Wasser/ha ES 61: 4,8 kg/ha in maximal 800 l Wasser/ha ES 71: 2,4 kg/ha in maximal 1200 l Wasser/ha ES 75: 3,2 kg/ha in maximal 1600 l Wasser/ha Spritzen oder Sprühen.

Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.

Maximal acht Anwendungen in im Abstand von mindestens sechs Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Rebenpockenmilbe (Eriophyes vitis), Rebstock-Kräuselmilbe (Calepitrimerus vitis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

ES 09: 3,6 kg/ha in 400 bis 800 l Wasser/ha. ES 61: 4,8 kg/ha in 400 bis 800 l Wasser/ha.

Knospenaufbruch: grüne Triebspitzen deutlich sichtbar bis Beginn der Blüte: 10% der Blütenkäppchen abgeworfen. Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen. Larve bis Imago.

Maximal 5 Anwendungen im Abstand von mindestens 7 Tagen in dieser Indikation. Insgesamt maximal 8 Anwendungen in Weinreben je Jahr.

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Spritzen oder sprühen.

Weizen, Roggen, Gerste

Echter Mehltau (Erysiphe graminis)
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

6,0 kg/ha in 200 bis 400 l Wasser/ha.

Ab Frühjahr bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome (BBCH 25 bis 61).

Maximal zwei Anwendungen im Abstand von mindestens sieben Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Wurzel- und Knollengemüse (Gemüsebau, Freiland)

Echte Mehltaupilze
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

1,5 kg/ha in 600 l Wasser/ha.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal sechs Anwendungen im Abstand von mindestens fünf Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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In Abhängigkeit von Kultur, Sorte und dem Anbauverfahren können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Vor einem Mitteleinsatz ist daher die Pflanzenverträglichkeit unter den betriebsspezifischen Bedingungen zu prüfen.

Zierpflanzen (Freiland)

Echte Mehltaupilze
AufwandmengeEinsatzzeitpunkt (BBCH)Max. Anzahl an AnwendungenWartezeitKommentar

Pflanzengröße bis 50 cm: 2,5 kg/ha in 1000 l Wasser/ha
Pflanzengröße von 50 bis 125 cm: 3,75 kg/ha in 1500 l Wasser/ha
Pflanzengröße über 125 cm: 5 kg/ha in 2000 l Wasser/ha
Spritzen.

Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.

Maximal 15 Anwendungen im Abstand von mindesten sechs Tagen in der Kultur und pro Jahr.

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Mischbarkeit

THIOVIT JET ist mit vielen gängigen Präparaten wie CHORUS®, DYNALI®, SCORE®, TOPAS® und UNIVERSALIS® mischbar.
THIOVIT JET bei Mischungen immer zuerst in Wasser auflösen.
Mischpartner in fester Form werden als Erstes in den Tank gegeben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich bitte an das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Entsprechende Menge des Produkts kontinuierlich zugeben. Beim Abmessen der Produktmenge mittels Messbecher kann es durch veränderliche Schüttdichten zu Abweichungen kommen. Es wird empfohlen zur Kontrolle eine Waage einzusetzen.
4. Granulate bei laufendem Rührwerk auflösen lassen. Bei Anwendung in Tankmischung mit anderen Produkten den Mischpartner erst nach vollständiger Dispergierung des Granulates hinzufügen.
5. Tank mit Wasser auffüllen.
6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von THIOVIT JET ist in allen Kulturen auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten. Mit genügendem Druck und ausreichender Wasseraufwandmenge spritzen, um eine gründliche Benetzung der Blattober- und -unterseite zu gewährleisten. Ein Abtropfen sowie Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.Nur trockene Bestände behandeln.

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