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Syngenta stellt neue Fungizid-Generation für Getreide vor

Presse
29.10.2014

Doppelte Bindungskraft in Pflanze und Schadpilzen ist die besondere Stärke.

Etwa 150 Gäste aus der landwirtschaftlichen Beratung nahmen am diesjährigen Symposium des Pflanzenschutz- und Saatgutunternehmens Syngenta in Fulda teil. Das Symposium sei für sein Unternehmen eine wichtige Diskussinosplattform mit den Agrarexperten in Deutschland, sagte Geschäftsführer Michael Escher. Mit der seit einem Jahr eingeleuteten Integration des Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäftes wolle man mit einem ganzheitlichen Ansatz innovative Lösungen im engen Austausch mit der landwirtschaftlichen Beratung für die Landwirtschaft entwickeln. In diesem Jahr stehe die Vorstellung von zwei neuen Fungizidwirkstoffen im Vordergrund, Isopyrazam und Sedaxane.

Forderung nach höherer Flächenproduktivität

Wie wichtig die Themen Innovation und Technologie sind, zeigte Professor Harald von Witzke von der Humboldt-Universität zu Berlin. „Die wirtschaftliche Tretmühle ist vorbei, Nachfrage und Erzeugerpreise steigen“, lautete eine Schlüsselerkenntnis des Agrarexperten. Bis ins Jahr 2050 müsse man im Vergleich zu heute mehr als das Doppelte an Nahrungsmitteln produzieren, um die Weltversorgung zu gewährleisten. Allerdings zeigten die Forschungsarbeiten, dass der benötigte Zuwachs der Flächenproduktivität seit geraumer Zeit stetig abnehme. Aufgrund der begrenzenden Rahmenbedingungen vor allem in den Ländern der Dritten Welt müsse die Produktionssteigerung in den entwickelten Ländern oberste politische Priorität erhalten. Besonders die Europäische Union müsse sich vom Nettoimporteur zum Nettoexporteur von Nahrungsmitteln entwickeln. Deshalb seien Innovationen und die Weiterentwicklung von Technologien essenziell für die Landwirtschaft von morgen.

Neue fungizide Produktfamilie steht vor der Einführung

Dr. Harald Walter, Research Portfolio Manager vom Syngenta-Forschungszentrum Stein bei Basel eröffnete die Präsentation des neuen Wirkstoffes Isopyrazam, die Basis der beiden neuen Getreidefungizide Seguris und Bontima. Isopyrazam gehöre zu den Pyrazol-Carboxamiden und stelle aufgrund einer speziellen chemischen Struktur, des so genannten Benzonorborenringes, bereits eine Weiterentwicklung in dieser Wirkstoffklasse dar. Dieser Teil des Moleküls sei verantwortlich für ein spezielles Bindungsverhalten an die Wachsschicht der Pflanze und an das Enzym des Erregers. Infolgedessen zeigen die Produkte eine starke und lange fungizide Wirkung. Syngenta bezeichnet diese besondere Eigenschaft als Duosafe Technologie. Laut Walter werde auch die gute Breitenwirkung gegen Getreidekrankheiten durch die Struktur des Molkeküls bewirkt. Hervorzuheben sei hierbei die besondere Leistungsfähigkeit des gegen die beiden wichtigsten Getreidepathogene Septoria und Rost.

Fungizid-Leistung auch in Stresssituationen

„Erfolgreiche Getreideanbausysteme müssen auch an die klimatischen Veränderungen angepasst werden können“, erläuterte Dr. Helge Sierotzki, Teamleiter im Syngenta Forschungszentrum Stein. Auch unter schwieriger werdenden Bedingungen müsse die Krankheitsbekämpfung eine besondere Absicherung von Qualität und Ertrag leisten können. Aus diesem Grund habe Syngenta Effekte von Isopyrazam-haltigen Produkten auf die Physiologie von Weizen unter Trockenbedingungen erforscht. Versuchsergebnisse zeigen, dass durch den Einsatz von Isopyrazam die Photosyntheseleistung unter Trockenstress hoch bleibt und der Grünblattapparat dadurch erhalten wird. „Dieser Effekt sichert Erträge selbst in Trockenstresssituationen“, sagte der Forscher. Isopyrazam habe wie die gesamte Gruppe der Caboxamid eine schnelle Akzeptanz im Markt erfahren. In Kombination mit den Triazolen und Chlorthalonil werden sie einen bedeutenden Teil der zukünftigen Getreidekrankheitskontrolle tragen. Deswegen seien schon frühzeitig Empfehlungen zur Vermeidung der Entwicklung resistenter Pilzstämme erarbeitet worden. Demnach sollen die Produkte in Mischungen und abwechselnd mit anderen Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Außerdem warnte Sierotzki vor einer zu starken Reduzierung der Aufwandmengen und mahnte zu einem sorgsamen Einsatz im Rahmen eines geplanten Fungizidprogramms.

Seguris Opti und Bontima überzeugen in Feldversuchen

Dr. Markus Schneiders, Fachberater bei Syngenta, stellte die beiden neuen Isopyrazam-Produkte Seguris Opti und Bontima vor. Beide stehen vor der Markteinführung in Deutschland. Seguris Opti, bestehe aus 125 g/l Isopyrazam und 90 g/l Epoxiconazol in Kombination mit 80 g/l Azoxystrobin und 400 g/l Chlorthalonil. Diese Vierfach-Kombination sei entwickelt worden, um die fungizide Leistung unter den sehr differenzierten Einsatzbedingungen in Deutschland auf eine robuste Basis zu stellen. Sie ergebe ein sehr breit wirksames Fungizid für den Einsatz in allen wichtigen Getreidekulturen mit besonderem Schwerpunkt im Weizen. Dort lägen die Wirkungstärken bei Septoria tritici, Braunrost und Gelbrost. Mit diesem Produktkonzept und den vier verschiedenen Wirkmechanismen (SDHI, Azol, Strobilurin und Chlorthalonil), wolle Syngenta auch dem vorbeugenden Resistenzmanagement in besonderer Weise Rechnung tragen. Feldversuche hätten das hohe Wirkungsniveau bestätigt. Das Produkt nehme in punkto Ertragsabsicherung eine Spitzenposition ein. Seguris Opti werde mit 2,5 l/ha (1,0 l/ha Seguris + 1,5 l/ha Amistar Opti) möglichst ab dem Erscheinen des Fahnenblattes eingesetzt. Bontima sei speziell für den Gerstenanbau entwickelt worden. Deshalb sei hier Isopyrazam (62,5 g/l) mit dem speziellen Gerstenwirkstoff Cyprodinil (187,5 g/l) kombiniert worden. Dies sei eine einmalige und hochwirksame Fungizidkombination in dieser Kultur. Mit Cyprodinil werde das vorbeugende Resistenzmanagement um einen völlig andersartigen Wirkmechanismus bereichert. Bontima zeigte vor allem bei der intensiven Produktion in Hochertragslagen mit langer Abreife seine hervorragende Dauerwirkung und Grünerhaltung des Blattapparates. Bontima wird mit 2,0 l/ha empfohlen und eignet sich auch besonders für den Einsatz im Rahmen eines optimierten Anbausystems für Hybridgerste.

Syngenta ist ein weltweit führendes Unternehmen mit mehr als 26 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 90 Ländern mit einem gemeinsamen Ziel: Bringing plant potential to life. Durch erstklassige Forschung, unsere globale Präsenz und die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir, die Ernteerträge und die landwirtschaftliche Produktivität zu steigern, und tragen dazu bei, die Umwelt zu schützen sowie die Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern. Weitere Informationen unter: www.syngenta.com oder www.syngenta.de.