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ARCADE

Zuletzt aktualisiert:
18.04.2017

Herbizid

Zulassungsnummer: 
006928-00
Gebindegröße: 
20 Liter
Zusammensetzung: 
Chemische Familie
Thiocarbamate
Triazinon
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: N (Prosulfocarb)
C1 (Metribuzin)
Formulierung: 
Emulsionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Durch die Kombination der Wirkstoffe Prosulfocarb und Metribuzin in ARCADE ergibt sich ein breites Wirkungsspektrum gegen Unkräuter einschließlich Kletten-Labkraut sowie Ungräser. Der Wirkstoff Prosulfocarb wird über meristematisches Gewebe von Spross und Wurzel empfindlicher Pflanzen aufgenommen. Die Hauptwirkung wird durch Aufnahme über das Hypokotyl erzielt. Die Wurzelaufnahme ist nur von geringer Bedeutung für die Wirkung. Es werden sowohl keimende als auch bereits aufgelaufene Unkräuter und Ungräser im Keimblatt-Stadium erfasst.

Der Wirkstoff Metribuzin ist ein Blatt- und Bodenherbizid, das aufgelaufene sowie noch nicht aufgelaufene Samenunkräuter und -ungräser bekämpft. Je nach Witterung und Aufwandmenge können die Kulturen bis zum Reihenschluss im Sommer hinein unkrautfrei gehalten werden. Die Wirkung über den Boden ist bereits bei normaler Bodenfeuchte gegeben und wird durch geringe Niederschläge günstig beeinflusst. Der Herbizidfilm sollte unmittelbar nach der Anwendung nicht durch Bodenbearbeitung, außerdordentliche Niederschläge oder Winderosion zerstört werden, um eine möglichst lange Dauerwirkung zu gewährleisten.

Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Hühnerhirse und einjähriger Rispe in Kartoffeln.

Kartoffel

Mischbarkeit

Vor dem Auflaufen der Kultur: ARCADE ist mit AHL nur im Vorauflauf mischbar.
Nach dem Auflaufen der Kultur: ARCADE ist mit den gängigen Herbiziden (z.B. FUSILADE®) und Insektiziden (z.B. KARATE® ZEON, ACTARA®) mischbar. Keine Mischungen mit AHL im Nachauflauf.
Mischpartner in fester Form (z. B. ACTARA) werden als Erstes in den Tank gegeben. Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von ARCADE ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzflüssigkeit zu achten. Überdosierung ist zu vermeiden. Abdrift oder ein Verwehen von Spritzflüssigkeit ist unbedingt zu vermeiden.

Wasseraufwandmenge

Zur Vermeidung von Abdrift und von Feintropfen muss ARCADE grundsätzlich mit einer Wasseraufwandmenge von mindestens 300 l/ha ausgebracht werden.

Nachbau

Nach bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung (Einsatz vor dem 1. Juli) von ARCADE sind die Wirkstoffe in ARCADE unter den üblichen Bodentemperatur- und -feuchtigkeitsverhältnissen so weit abgebaut, dass keine Beeinträchtigung von nachfolgend angebautem Getreide eintritt.
Im Rahmen der normalen ackerbaulichen Fruchtfolge ist im gleichen Jahr nach Einsatz von ARCADE in Kartoffeln noch der Anbau von Winterroggen, Triticale oder Winterweizen möglich. Im darauf folgenden Jahr können alle üblichen ackerbaulichen Folgekulturen angebaut werden.
Nach Anwendung von ARCADE in Frühkartoffeln können nach der Ernte Erbsen und Möhren nachgebaut werden, unter der Voraussetzung, dass der Boden vor der Neubestellung tief und gründlich durchgearbeitet wird.
Nach einem vorzeitigem Umbruch der mit ARCADE behandelten Kultur können Mais (Bodenbearbeitung 10 cm Tiefe) oder Weidelgras (Bodenbearbeitung 20 cm Tiefe) nachgebaut werden.

Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.