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SHIRLAN

Zuletzt aktualisiert:
14.08.2017

Fungizid

Zulassungsnummer: 
034092-00
Zusammensetzung: 
Chemische Familie
Dinitroaniline
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: 29
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
SHIRLAN enthält den Wirkstoff Fluazinam, der zur chemischen Gruppe der Phenylpyridylamine gehört. Der Wirkmechanismus von Fluazinam unterscheidet sich von dem anderer Kartoffelfungizide: er beruht auf einer Unterbrechung der oxidativen Phosphorylierung im Atmungsstoffwechsel. Dadurch wird die Sporenkeimung und -entwicklung der pilzlichen Krankheitserreger unterbunden. Die Gefahr der Bildung resistenter Phytophthora-Stämme wird als gering eingestuft.

Auf Grund der nicht systemischen Wirkung wird bereits vorhandener Befall nicht bekämpft. Die weitere Ausbreitung der Infektion hingegen wird zuverlässig gestoppt. Neben der Wirkung gegen Krautfäule schützt SHIRLAN auch die Knolle vor Infektionen. Gebildete Sporen werden abgetötet und können deshalb nicht zu Knolleninfektionen führen. Das Risiko des Auftretens von Braunfäule während der Lagerung wird dadurch deutlich vermindert.

Durch seine sporenabtötende Wirkung ist Shirlan der bewährte Knollenschutz. Das Braunfäulerisiko wird deutlich reduziert. Das Fungizid kann flexibel solo oder in Kombination (z.B. bei Stoppspritzungen) eingesetzt werden.

Kartoffel - Freiland

Mischbarkeit

SHIRLAN ist mischbar mit anderen Kartoffelfungiziden (z.B. ORTIVA, BRAVO 500, REVUS, REVUS TOP, RIDOMIL GOLD MZ), Herbiziden (z.B. FUSILADE MAX) und Insektiziden (z.B. ACTARA, KARATE ZEON, PIRIMOR-GRANULAT, PLENUM 50 WG, TRAFO WG). Weiterhin ist die Tankmischung mit REGLONE möglich. Mit Ölen sollte SHIRLAN beim Einsatz in Kartoffeln nicht gemischt werden, um Verträglichkeitsrisiken auszuschließen. Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form (z.B. ACTARA, PIRIMOR-GRANULAT, PLENUM 50 WG, TRAFO WG, RIDOMIL GOLD MZ) als erstes Produkt in den Tank zu geben. SHIRLAN ist mischbar mit verdünnter Ammoniumnitrat-Harnstofflösung (AHL) bis zu 10 kg N/ha bzw. 28 l/ha AHL. Das Verhältnis AHL zu Wasser sollte mindestens 1:9 betragen. Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während der Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten. Für eventuelle negative Auswirkungen durch uns nicht empfohlener Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können. Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit rufen Sie bitte das Syngenta BeratungsCenter, Tel.-Nr. 0800-3240275, an.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von SHIRLAN ist auf eine gute, gleichmäßige Benetzung der Kartoffeln zu achten.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 – 400 l/ha

Nachbau

Nach dem Einsatz von SHIRLAN in Kartoffeln können alle Kulturen in der Fruchtfolge (auch nach vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden.

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