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Sojabohnenpreise haben wenig Aufwärtspotenzial

Markt und Meinungen
20.03.2015

Ölsaatenproduktion, bis auf Raps, auch zur kommenden Saison hoch/ US-Farmen dehnen Anbaufläche weiter aus

Die Sojabohnenproduktion befindet sich global auf Rekordniveau. Seit 2010 steigt das Verhältnis Lager zum Verbrauch weltweit kontinuierlich an, in den USA seit 2012. Anleger an der internationalen Börse (CBOT) sind bezüglich der weiteren Preisentwicklung bei der Sojabohne unsicher. Das wird am Abbau der Netto-Long Positionen deutlich. Diese liegen aber noch über der Null-Linie. Immer wieder haben Aufwärtsrevisionen der US-Ernte 2014/15 die weltweite Angebotsmenge an Sojabohnen in die Höhe gehievt.

Dr. Michaela Kuhl, Rohstoffanalystin bei der Commerzbank Frankfurt/M., sieht für die Bohnen auch 2015 kein großes preisliches Aufwärtspotenzial. Das berichtete die Expertin im Rahmen der MBI-Agrarmarktkonferenz 2015 letzte Woche in Frankfurt/M. 

Soja-Endbestände auf 8-Jahres-Hoch

Der neue Bericht aus dem US-Ministerium (USDSA) untermauert die Zahlen. Danach erreichen die amerikanischen Endbestände bei den Sojabohnen mit 385 Mio. bushels ein 8-Jahreshoch. Die weltweite Ölsaatenproduktion bleibt auf dem Rekordniveau von 315 Mio. t. Das Bohnenaufkommen wird in Brasilien auf knapp 95 Mio. t, in Argentinien auf 56 Mio. t und in Paraguay auf 8,5 Mio. t unverändert hoch geschätzt.

Ausdehnung der Anbaufläche für Soja in USA

Obwohl die starke Nachfrage nach US-Bohnen anhält, stabilisieren sich die Bestände weiterhin und haben das höchste Niveau seit 2006/07 erreicht. Zur kommenden Saison 2015/16 wird für die USA mit einer Anbauausdehnung der Sojabohnenanbaufläche gerechnet. Mittlerweile ist durch den Preisverfall der Preisunterschied zum Mais als Alternativkultur geschrumpft. Dennoch scheinen die US-Erzeuger an ihren Anbauplänen festzuhalten.

Brigitte Braun-Michels