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Winterweizen: Früh- und Spätsaat im Vergleich

Agrar News
21.08.2014

Welche Vor- und Nachteile haben die frühe und späte Aussaat bei Winterweizen?

Frühe Saat bringt Ertrag, erhöht aber das Risiko. So kann man die Frage der Frühsaat bei Winterweizen zusammenfassen.

Eine Frühsaat ist ein Saattermin von mehr als zwei Wochen vor dem regional üblichen Saattermin. Winterweizen braucht mindestens 5°C Bodentemperatur für die Keimung und läuft umso früher auf, je höher die Temperatur ist. Als Faustzahlen für das Auflaufen gelten eine Woche im September, zwei Wochen im Oktober und drei Wochen im November.

Vorteile der Frühsaat

  • Frühsaaten haben eine geringere Saatstärke und geringere Saatgutkosten. Septemberweizen benötigt rund 60 Tage bis zum Schossen, damit er noch vor dem Winter bestocken und mehrere Halme bilden kann.
  • Sie bilden im Herbst noch ein gutes Wurzelsystem aus und kommen daher besser mit einer Frühlingstrockenheit zurecht.
  • Sie haben ein höheres Ertragspotenzial, da sie weiter in der Entwicklung sind und auch früher mit dem Ährenschieben und der Korneinlagerung beginnen.
  • Frühsaaten ermöglichen die Unkrautbekämpfung im Herbst.
  • Frühsaaten bieten die Chance, gute Witterungsfenster auszunutzen, der Weizen muss dann nicht „in die Erde geschmiert werden“.
  • Sie führen meist auch zu einer früheren Ernte, sie entzerren damit Arbeitsspitzen und ermöglichen eine frühere Stoppelbearbeitung.

Nachteile von Frühsaaten

  • Frühsaaten bergen die Gefahr von Pilz- und Virus-Herbstinfektionen wie z.B. Schneeschimmel, Schwarzbeinigkeit, Halmbruch, Mehltau, Septoria tritici oder Gelbverzwergungsvirus sowie von Auswinterungen der gut entwickelten Bestände.
  • Sie ermöglichen Ackerfuchsschwanz und anderen Gräsern und Unkräutern ein gutes Auflaufen.
  • Frühsaaten haben tendenziell eine höhere Lagergefahr.

Frühsaaten eignen sich demnach besonders nach Blattfrüchten wie Raps. Hierfür sollten nicht zu schnell wachsende Sorten mit wenig Lagerneigung gewählt werden. Spätsaaten werden nach spät räumenden Früchten wie Mais oder Zuckerrüben gedrillt. Hierfür sollten robuste und gut bestockende Sorten mit einer schnellen Jugendentwicklung und einem hohen Ährenertrag gewählt werden.
 
Angelika Sontheimer

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