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Weniger Diesel von der Saat bis zur Ernte

Agrar News
12.03.2014

Beim Pflanzenbau Energie einsparen

Rund 110 Liter pro Hektar verbrauchen landwirtschaftliche Betriebe im Durchschnitt pro Hektar und Jahr. Bis zu 20 Liter Diesel pro Hektar werden allein für die Saatbettbereitung und das Drillen im Ackerbau verbraucht. Abhängig vom Bearbeitungssystem gibt es große Unterschiede im Dieselverbrauch.

Zudem gibt es einige Einsparmöglichkeiten in der Außenwirtschaft:

Checkliste Energieeinsparung im Ackerbau

  • Motoreinstellungen der Zugfahrzeuge regelmäßig prüfen, Kühler- und Luftfilter im Bedarfsfall bis zu mehrmals täglich reinigen
  • Leichtlauföl verwenden
  • Dieselverbrauch festhalten und verschiedene Systeme vergleichen
  • Spritsparmöglichkeiten durch automatische Lenksysteme oder RTK nutzen
  • Keine "großen" und leistungsstarken Schlepper für leichte Pflegearbeiten nehmen
  • "Sparzapfwelle" (750er-Gelenkwelle) verwenden
  • Bei Transportfahrten darauf achten, die Höchstgeschwindigkeit bei reduzierter Motordrehzahl zu erreichen
  • Nicht an der Bereifung sparen, bei niedriger Stollenhöhe austauschen, Luftdruck anpassen, Reifendruckregelanlage nutzen
  • Über Arbeitstiefen und wendende Bodenbearbeitung nachdenken, in der Saatbettbereitung den Boden so viel wie nötig aber so wenig wie möglich bearbeiten, Mulch- und Direktsaaten können helfen, Diesel zu sparen
  • Einsatz von Mineraldünger verringern: möglichst viel Stickstoff aus organischen Düngern nutzen, auf hohen Ausnutzungsgrad achten, Stickstoffverluste minimieren
  • Messer und Klingen in der Futterernte oder beim Strohhäcksler am Mähdrescher rechtzeitig ersetzen
  • Überregionalen Transport, wo möglich, mit Lkw vornehmen
  • Schlepperleistung im Grünland durch größere Arbeitsbreiten besser nutzen
  • Überbetriebliche Möglichkeiten oder Kooperationen zur Zusammenarbeit nutzen, größere Schläge und günstige Schlagformen erhöhen die Kraftstoffeffizienz

Angelika Sontheimer

 

Tipp zum Weiterlesen: Broschüre Energieeffizienzverbesserung in der Landwirtschaft (Hier geht´s zum PDF der externen Website) der Landwirtschaftskammern Niedersachsen und NRW