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Greening kann nun in Kraft treten

Agrar News
14.10.2014

Bundesrat winkt Details zum Greening durch/Bundesregierung muss noch zustimmen

Der Bundesrat hat Ende letzter Woche dem Durchführungsgesetz für Direktzahlungen zugestimmt. Jetzt steht nur noch die Zustimmung der Bundesregierung aus. Erinnern wir uns: Mit Einführung der Greening-Prämie erhalten Landwirte 30 Prozent ihrer Direktzahlungen nur noch dann, wenn sie konkrete zusätzliche Umweltauflagen erbringen. Bei Verstößen kann die Greeningprämie, ja sogar der Teil der Prämie, der darüber hinausgeht, gestrichen werden.

Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen

Das Greening umfasst insgesamt den Erhalt von Dauergrünlandflächen, eine verstärkte Anbaudiversifizierung und die Bereitstellung sogenannter „ökologischer Vorrangflächen“ auf Ackerland. Die Maßnahme ist bindend für alle landwirtschaftlichen Erzeuger, die Direktzahlungen beantragen.

17 Prozent der Prämien fallen weg

Insgesamt erhalten die Landwirte in diesem Jahr 17,03 Prozent weniger Prämien. Für die ersten 47 Hektar werden gestaffelte Summen gezahlt, um kleinere Betriebsprämien auszugleichen. Außerdem regelt die Verordnung die Details zum Grünlanderhalt. Es wird unter anderem bestimmt, welche zulässigen Kulturpflanzenmischungen für den Zwischenfruchtanbau auf ökologischen Vorrangflächen erlaubt sind. Die Liste soll ergänzt werden um Getreidearten wie Rauhafer und Buchweizen. Zu den zugelassenen stickstoffbindenden Pflanzen auf Vorrangflächen zählen zum Beispiel Acker- und Sojabohne, Erbse und Lupine sowie Klee-, Lupinen- und Wickenarten.

Die maximale Breite von Pufferstreifen entlang von Gewässern, die als ökologische Vorrangflächen anerkennungsfähig sind, wird von 10 auf 20 Meter erhöht. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen wird auf allen im Umweltinteresse genutzten Flächen untersagt.

In einer ersten Stellungnahme erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) nun, dass die Verordnung zügig in Kraft tritt.

Brigitte Braun-Michels