You are here

Share page with AddThis

Gelenkwellen-Wartung erhöht die Lebensdauer

Agrar News
21.03.2016

Auf Sicherheit beim Zapfwelleneinsatz achten

Viele landwirtschaftliche Anbaugeräte und Anhänger arbeiten mit einem Zapfwellenantrieb. Wenn diese an unterschiedliche Schlepper angehängt bzw. von unterschiedlichen Schleppern gezogen werden, sind unter Umständen verschiedene Gelenkwellenlängen notwendig. Außerdem müssen nicht wartungsfreie Gelenkwellen regelmäßig gepflegt werden, um die Lebensdauer zu verlängern. Nicht zuletzt sind die Sicherheitsvorschriften beim Zapfwelleneinsatz zu beachten.

Tipps für die Werkstatt

  • zÜberprüfen Sie die Mindestlänge: Das ist der geringste Abstand zwischen der Zapfwelle des Schleppers und der Gelenkwelle der Maschine. Bei angekuppelter Maschine darf die Gelenkwelle nicht ganz zusammengeschoben sein. Zu lange Wellen können gestaucht werden, abbrechen oder das Getriebe der Maschine beschädigen.
  • Vorsicht beim Kürzen zu langer Gelenkwellen! Das Material ist gehärtet und sollte einwandfrei zueinander passen und keinen hervorstehenden Grat oder anhaftende Metallspäne haben.
  • Die Schutzrohre müssen genau zur Länge der Welle passen.
  • Zu wartende Teile an den Gelenken, Profil- und Schutzrohren müssen in regelmäßigen Abständen nach den Herstellerangabe der Betriebsstunden mit der Fettpresse abgeschmiert werden.
  • Unterschiede bei Standard- und Weitwinkelgelenkwellen beachten.
  • Gezielte Wartung nach Einsatz: Weniger wartungsintensiv sind beispielsweise Gras- und Maisernte, verschleißender sind dagegen Bodenbearbeitung oder Roden.
  • Alle zapfwellengetriebenen Maschinen müssen mit den passenden Schutzvorrichtungen versehen sein.
  • Vor dem Ankuppeln von zapfwellengetriebenen Maschinen und bei Wartungsarbeiten müssen die Schlepperzapfstelle und der Motor abgeschaltet sein.
  • Nicht unter angehobenen Maschinen und Anbaugeräten arbeiten.
  • Vor der Inbetriebnahme der Zapfwelle einmal die Hydraulik anheben und wieder absenken, dabei die ausreichende Überdeckung und den Schiebeweg der Zapfwelle prüfen.
  • Zapfwellendrehzahl und Drehrichtung von Schlepperzapfwelle und Gerät müssen zusammenpassen.

Angelika Sontheimer