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Erneuter Maiswurzelbohrer-Fund in Rheinland-Pfalz

Agrar News
09.09.2013

Knapp zwei Wochen nach dem Auftreten des Maiswurzelbohrers in der Südpfalz haben die Kontrolleure des Pflanzenschutzdienstes Rheinland-Pfalz zwei weitere Käfer aus ihren Lockstofffallen - diesmal in der Vorderpfalz, südlich von Fußgönheim - geholt.

Das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium geht, im Gegensatz zu den Funden in der Südpfalz, von einer Neueinschleppung aus.

In der Südpfalz hat sich der Maiswurzelbohrer etabliert. Eine Ausrottung sei nicht mehr möglich. Daher werde dort der Befall durch Fruchtfolgemaßnahmen eingegrenzt. Mais darf nur in zwei von drei aufeinanderfolgenden Jahren auf demselben Feld angebaut werden. Im nun betroffenen Gebiet in der Vorderpfalz hat sich der Käfer noch nicht etabliert. Eine Verordnung schreibt in diesem Fall einen Insektizideinsatz vor. So soll eine Ausbreitung des Schädlings bereits in diesem Jahr verhindert werden.

Hintergrund zum Maiswurzelbohrer

In den USA ist der Maiswurzelbohrer auch als "Milliarden–Dollar–Schädling" bekannt, da die von ihm verursachten Schäden und die Kosten für seine Bekämpfung sich mittlerweile auf mehrere Milliarden Dollar belaufen. Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) ist ein so genannter "Quarantäneschädling". Er stammt ursprünglich aus Nordamerika. In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde er in die Balkanstaaten und Ungarn eingeschleppt. Mittlerweile breitete sich der Schädling stark aus. In Österreich und Italien hat er sich fest etabliert. Seit 2007 ist er in Deutschland und Frankreich. Hauptbefallsgebiete sind Bayern und Baden-Württemberg sowie das Elsass. Diabrotica wird oft durch Reise- und Güterfernverkehr auf Straße oder Schiene in bisher befallsfreie Gebiete eingeschleppt.