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Energiepreise gehen auf Talfahrt

Agrar News
29.11.2014

Koppelprodukte werden mit nach unten gezogen/ Produktionskosten sinken

Obwohl die Ölpreise in der Vergangenheit abgestürzt sind, will die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) die Fördermenge von täglich 30 Mio. Barrel nicht kürzen. Normalerweise reagiert das Ölkartell auf sinkende Preise mit Reduzierungen der Fördermenge. Derzeit scheint man aber vor der Supermacht USA einzuknicken, vermuten Insider. In den USA sorgt die neue Fördermethode "Fracking" für zusätzliches Rohölangebot auf dem Markt. An den Börsen stürzt der Ölpreis Sorte Brent infolge auf 75,25 US Dollar/Barrel (minus 2,50 zum Vortag) weiter ab. Der Preis für das US-Öl WTI sinkt auf unter 70 US Dollar/Barrel. Seit Sommer sind die Ölpreise um rd. 30 Prozent gesunken.

Mit den Spritkosten werden auch die Preise für Haushaltsenergie, zum Beispiel für Heizöl billiger. Internetportalen ermittelten eine bundesweiten Durchschnittspreis von 69,20 €/l Die Heizölkosten rangieren auf dem niedrigsten Stand seit November 2010. An den Düngemittelpreise geht die Entwicklung der Ölpreise nicht vorbei, weil die Märkte sehr eng miteinander korrelieren. Dass der Preis für Ammoniumdünger in diesem Herbst nochmals in die Höhe geschnellt ist, hat mit Produktionskürzungen einiger Exportländer zu tun.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Ölsaaten- und damit Rapspreise folgen den Vorgaben des Leitmarktes Rohöl. Vorerst zeichnen sich für die Rapssaatnotierungen an der Pariser Euronext Preise niedrige um 340 €/t ab.

Brigitte Braun-Michels