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El Nino kommt wieder

Agrar News
28.04.2014

Aktuelle Klimakonstellation deutet auf Wetterphänomen

Meteorologen erwarten in diesem Jahr wieder ein Klimaphänomen namens El Nino, berichten Fachleute der Firma Töpfer in ihrem aktuellen Dienst. Die Folgen von El Nino (Gegenspieler ist La Nina) sind verstärkte Regenfälle in Südamerika und ungewöhnlich warmes Wetter in Australien.

Verschiedene Indikatoren, Luftdruck zwischen Tahiti und Darwin in Australien sowie eine überdurchschnittliche Temperatur der Wasseroberfläche im östlichen Pazifik, deuten in diesem Jahr auf das Wetterphänomen El Nino hin. Für die nördliche Hemisphäre der Erde spielt das Phänomen so gut wie keine Rolle.

Deutliche Effekte sind in Australien zu erwarten. Diese dürften sich in ausgeprägter Trockenheit widerspiegeln. Die Auswirkungen von El Nino sind zwischen Juni und November am größten, weil sich Weizen, Gerste und Raps dann in der Ertragsbildung befinden. Ebenso ist Südamerika von dem Phänomen betroffen, insbesondere Argentinien und die südlichen Anbauregionen Brasiliens.

Die Auswirkungen des El Nino in Australien waren in der Vergangenheit unterschiedlich. In vier von sieben Fällen wurde eine Produktion deutlich unter dem Durchschnitt anderer Jahre gemessen. Vereinzelt fiel sie sogar höher aus. In Südamerika zeigen sich die Klimaphänomene bei den Kulturen erst später im Zeitraum September bis Februar.

Wie stark die Auswirkungen des Klimaphänomens in diesem Jahr ausfallen, bleibt abzuwarten. Es handelt sich um Tendenzen, die in ihren Folgen vorab nicht einzuschätzen sind. Nach dem Abklingen von El Nino folgt oftmals La Nina mit kalten Episoden. Laut Deutschem Wetterdienst hält La Nina inzwischen nicht mehr so lange an wie sein Gegenspieler und verläuft auch nicht mehr so intensiv. Die Wettermärkte 2014 zeichnen sich schon jetzt als spannende Größe im Agrarmarkt ab.

Brigitte Braun-Michels