You are here

Share page with AddThis

Die optimierte Grundfutter-Erntekette

Agrar News
01.05.2015

Eine optimierte Erntekette garantiert eine hohe Schlagkraft und sorgt für gute Qualität des Grünfutters.

Der erste Schnitt Grundfutter steht an. Für die Landwirte und Lohnunternehmer bedeutet dies meist eine hohe Belastung, die auf wenige Tagen Erntefenster komprimiert wird. Deshalb ist eine hohe Schlagkraft und eine durchdachte Logistik unabdingbar.

Welche Faktoren entscheidend für eine optimierte Grünland- und Ackergras-Erntekette und gute Silagequalität sind, zeigt die folgende Übersicht:

  • Exakthäcksler-Ketten bringen im Vergleich zu der Bergung mit Kurzschnittladewagen eine bessere Verdichtbarkeit und Gärqualität.
  • Kurzschnittladewagen sind dafür meist auf den Betrieben vorhanden und machen den Landwirt unabhängig vom Lohnunternehmer.
  • Beispielhafte Kostenkalkulation: Feldhäcksler (180 bis 200 €/h), drei Transportgespanne (je 65 €/h) und ein Fahrzeug zum Walzen (70 €/h).
  • Der Häcksler ist das teuerste Glied in der Erntekette, gegebenenfalls lieber ein Transportfahrzeug mehr vorhalten als den Häcksler auf dem Feld warten zu lassen.
  • Moderne Technik wie GPS-gestützte Logistik oder Erntewagen mit Druckluftregelung und Schnellentleerung erhöhen die Schlagkraft.
  • Bei Parallelfahrt von Häcksler und Schleppergespann auf die ganztägige Konzentrationsfähigkeit der Fahrer achten, 12 km/h ist das Maximum für Dauerleistung, neue technische Lösungen wie Parallelfahrsysteme und automatische Rohrsteuerung können die Fahrer entlasten.
  • Optimale Schnittlänge anstreben, bei Grassilage zwischen 1 cm und 4 cm.
  • Schnitthöhe dem Bewuchs und der Bodenbeschaffenheit anpassen: Hohe Schnitthöhen verschenkt Ertrag, eine zu geringe Schnitthöhe bringt Futterverschmutzung, höheren Verschleiß und eine schlechtere Flächenleistung.
  • Hohe Schwadgewichte von 8 bis 10 kg/lfm (erforderliche Schwaderbreite mindestens 10 m) anstreben, denn je höher das Schwadgewicht, umso höher die Bergeleistung! Dies darf allerdings nicht zu Lasten der Qualität (Erdverschmutzung) gehen.
  • Das Walzfahrzeug muss mit der Bergeleistung standhalten können, sonst leidet die Qualität der Silage durch mangelhafte Verdichtung. 15 bis 20 t Trockenmasse pro Stunde sind realistisch
  • Beim Parallelbetrieb von Abladen und Verdichten auf die Unfallsicherheit achten.

Angelika Sontheimer