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Der Weg zum landwirtschaftlichen Unternehmer

Agrar News
10.06.2014

Serie: Karrieren in der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Betriebsleiter werden gesucht. Welchen Weg haben Agraringenieure vor sich, die nicht auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind und eine Leitungsposition in einem Agrarunternehmen anstreben?

Absolventen ohne landwirtschaftliche Wurzeln haben es nicht leicht. Tim Koesling, Agrarunternehmer und landwirtschaftlicher Berater, kennt die Situation sehr gut. Er wollte schon von jeher Betriebsleiter werden und ist es heute.

Klare Vision des späteren Berufs
Aus seiner Sicht brauchen Absolventen, die in die Praxis wollen – neben einer klaren Vision des späteren Berufs – eine gute praktische und theoretische Ausbildung. Das kann mit einer Lehre beginnen und sollte sich mit dem Studium fortsetzen. Der Einstieg in die Betriebsleitung ist damit aber längst nicht gewährleistet. Oft müssen erst einmal "kleinere Brötchen gebacken werden". Auf Großbetrieben bieten sich dafür Bereichsleiterstellen an.

Mutige gehen den Schritt ins Ausland
Wer mutig ist und den Schritt Richtung Rumänien, der Ukraine oder Südrussland wagt, hat besonders gute Möglichkeiten, sich "die Sporen zu verdienen". Dafür sollte die Bereitschaft gegeben sein, sich auf andere Lebensumstände einzustellen. Auch der Weg über die Beratung kann die fachliche Brille für die Betriebsleiterposition schärfen.

Die Chancen, eine Position als angestellter Geschäftsführer zu finden, hält Koesling bei entsprechenden Voraussetzungen für realistisch. Oft würden die Geschäftsführer mit einem Teil ihres Gehaltes am Betriebserfolg beteiligt. Bruttogehälter von 100.000 Euro und mehr sind in solchen Positionen durchaus realisierbar.

Brigitte Braun-Michels